Bericht mit Videos und Bildern Fulminante Solidaritätsdemonstration für Israel in Köln

Bericht mit Videos und Bildern

Fulminante Solidaritätsdemonstration für Israel in Köln

Anlässlich der Vorfälle am 31. Mai 2010 in den gesperrten Gewässern vor der Küste Gazas und der darauffolgenden Wellen an Hetzen gegen Israel, gab es heute am 13. Juni 2010 zwischen 14 Uhr und 16.30 Uhr eine Pro-Israel-Demonstration in der Kölner Innenstadt. Die Kundgebung, die offiziell von der Synagogen-Gemeinde Köln organisiert wurde, stand unter dem Motto „Fairplay für Israel“ und fand am Roncalliplatz vor dem Kölner Dom statt.

An diesem sonnigen Sonntag versammelten sich laut der Presseabteilung der Polizei Köln, rund 1000 Pro- Israelische Demonstranten am Roncalliplatz. Begleitet wurde die Demonstration von mehreren hunderten Polizeibeamten und dem Staatsschutz, die dafür sorge trugen, dass die Gegendemonstration der Anti-Israelis gewaltfrei verlief. Die schätzungsweise 140 Gegendemonstranten hatten sich 200m von der Pro-Israel-Demonstration, neben der vielseitig umstrittenen Kölner Klagemauer versammelt.

Auf den ersten Blick, war der Platz vor dem Kölner Dom in blau weiße Farben getränkt, doch bei näheren hinsehen erkannte man ganz deutlich die Banner und Plakate der Demonstranten. Diese hatten Aufschriften, wie „Free Gaza from Hamas“ oder „Yes to Hummus. No to Hamas!“. Die friedliche Demonstration wurde von Israelischer Musik begleitet und es herrschte eine ausgelassene Stimmung, als um 14 Uhr die Veranstalterin Michaela Fuhrmann von der Synagogen Gemeinde Köln die Reden eröffnete.

Michaela Fuhrmann plädierte dafür, dass Israel das internationale Recht auf Selbstverteidigung habe und das ein fairer Umgang eine Notwendigkeit sei, um gezielt gegen die anti-israelischen und antisemitischen Hetzkampagnen vorzugehen.

Nach der gut zwanzig minütigen Rede übergab Frau Fuhrmann das Wort an den Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Herrn Dieter Graumann, der von den Zuhörern freudig empfangen wurde. In seiner Rede setzte er den Akzent darauf, dass die besagten „Hilfsschiffe“ eine Provokation Seitens der „Friedensaktivisten“ gewesen sei. „Man hatte diesen Schiffen angeboten, ihre Landung in dem nahegelegenen Hafen von Ashdod zu löschen, doch das verweigerten die Aktivisten!“, sagte Herr Graumann. Weiter kritisierte er stark die Links Partei, die sich dazu verschworen hat, Hetze gegen Israel zu treiben und forderte daraufhin den Rücktritt der Bundestagsabgeordneten Inge Höger und Annette Groth, die auch als vermeidliche Friedensaktivisten auf den Schiffen gewesen sind.

Letztlich sprach noch der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Dr. h.c. Johannes Gerster vor den Demonstranten und betonte, dass Israel das einzige demokratische Land im Nah Osten sei und deshalb es von äußerster Wichtigkeit sei, Israel zu verteidigen und die Solidarität Deutschlands mit Israel zu bezeugen.

Was alle Redner gemeinsam hatten, war die Tatsache, dass sie mehrmals die Opfer beklagten, die bei den Auseinandersetzungen auf dem Schiff zu Tode gekommen sind.

Nach den Reden setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung, wobei er von den jüdischen Jugendzentren Jachad Köln und Kadima Düsseldorf angeführt worden ist. Mit lauten Parolen und gemeinsamen Liedern, setzten die 1000 Demonstranten am heutigen Tag ein Zeichen für Israel. Knapp eine Stunde dauerte der Zug durch die Kölner Innenstadt bis zum Rudolfsplatz, wo die Demonstranten, wieder durch israelische Musik empfangen wurden.

Die Abschlussrede wurde schließlich am Rudolfsplatz vom Vorstand der Organisation „I like Israel“, Sacha Stawski gehalten. Herr Stawski fasste die komplette Lage noch einmal zusammen und unterstrich jeden seiner Punkte, indem er immer wieder rezitierte: „Nie wieder, never again und nicht mit uns!“

Die Veranstaltung endete damit, dass der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, Herr Abraham-Josef Lehrer zur Hatikwa anstimmte und sich der Klang von 1000 Stimmen der Israelfreunde in der Kölner Innenstadt verbreitete, sodass sogar die 140 lauten Anti-Demonstranten nicht mehr zu hören waren.

Arthur Bondarev 1. Tamus 5770 / 13. Juni 2010 / Fotos: Bernhard Spiegelman

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Zwei Kundgebungen am Wochenende in Berlin

Am Wochenende fanden auch zwei pro-israelische Kundgebungen in Berlin statt, die erstere wurde mehrheitlich von eher linksgerichteten Gruppen organisiert. Am Samstag demonstrierten etwa 200 bis 250 Personen vor der Bundeszentrale der Linkspartei in Berlin, dem Karl-Liebknecht-Haus, unter dem Motto "Gegen das Bündnis der Kriegstreiber von Linkspartei und Hamas! - Solidarität mit Israel". Am Sonntag nahmen nach Schätzungen etwa 200 bis 300 (rbb-Abendschau), nach Angaben aus Veranstalterkreisen bis zu 350 Personen an einer Kundgebung an der Gedächtniskirche teil.


13.06.2010