Leo Sucharewicz kommentiert: Israel - Zum Superstaat geprügelt

Leo Sucharewicz kommentiert:

Israel - Zum Superstaat geprügelt




Am Anfang war nur Arbeit: Wüste bewässern, Sümpfe trocken legen, Steine von den Feldern räumen. Die ersten jüdischen Pioniere in Israel schufen lebensfähige Siedlungen auf unwirtlichem Land, dass sie Arabern zu überhöhten Preisen abkauften. Dann kamen die arabischen Überfälle auf die Siedlungen. Also gründeten die Siedler eine Bürgerwehr, die Haganah, aus der später Israels Armee hervorging.

Bei der Staatsgründung 1948 drangen fünf arabische Armeen aus Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon und Irak nach Israel ein, in dem gerade mal 600.000 Siedler lebten. Also musste Jeder zu den Waffen, auch Frauen, Jugendliche und Ältere. Der Beginn eines weltweit einzigartigen, ausgefeilten Mobilisierungssystems der Reserve in Israel.

Dann verhängten die arabischen Staaten einen Wirtschaftsboykott und drohten westlichen Firmen und Staaten, die an Israel Produkte liefern wollten. Also entwickelten die Israelis in ihrem rohstoffarmen Land viele Produkte selber. Die notgedrungene Initialzündung für eine robuste Infrastruktur, Landwirtschaft, Bauindustrie und motorisierte Zweiräder.

Dann rüsteten vor allem Ägypten und Syrien mit Hilfe der Sowjetunion massiv auf und beschossen immer wieder israelische Siedlungen im Norden und Süden des Landes. Weil man in Israel bei jedem Angriff mit einem Krieg rechnen musste, wurden immer wieder die Reserven mobilisiert, was die Wirtschaft schwächte. Also entwickelte man effiziente Aufklärungssysteme, die später zur Technologieführerschaft bei Grafiksoftware, Bildanalyse und Grafikchips führte.

Im 6-Tage-Krieg verloren Ägypten und Syrien tausende von Panzern und hunderte von Flugzeugen, die von der Sowjetunion durch die neuesten Modelle ersetzt wurden. Israel war gezwungen, mehr Piloten auszubilden – mit immensen Kosten, die das kleine Land belasteten. Also entwickelte man sogenannte Autorensysteme und Simulationsapparate für eine kostengünstige Bewältigung bestimmter Trainingsphasen, die später auch in befreundeten westlichen Staaten eingesetzt wurden.

Es fehlte Wasser – israelische Ingenieure entwickelten die weltweit führenden Anlagen für Entsalzung durch Elektrolyse und Filter, Wasseraufbereitung und ressourcenschonende Tropfsysteme.

Es fehlte Ackerboden: israelischen Wissenschaftlern und Bauern gelang die Züchtung von Obst und Gemüse auf Wüstenboden und die systematische Zurückdrängung der Wüste, die sich ansonsten weltweit ausbreitet.

Kein Öl? Die größte Energiequelle steckt im Kopf eines kreativen und ausgebildeten Menschen und die Universitäten in Tel Aviv, Haifa und Beer Sheba lassen die Quelle munter sprudeln.

 

Und so ging und geht es schier endlos weiter: Hamas-Terroristen schießen Raketen auf Israel, die westlichen Medien empören sich über Gegenschläge, also entwickelt Israel mit „Iron Dome“ ein hypermodernes Abwehrsystem (Video hier). Die Ölversorgung wird immer unsicherer und teurer: Israel stellt noch in diesem Jahrzehnt auf Elektrofahrzeuge um, die mit Sonnenstrom aus der Wüste fahren. In Kriegs- und Krisenzeiten müssen auch Postboten zur Reserve – dann tragen eben Schulkinder die Post aus und bemalen an einem Tag eine Million Autoscheinwerfer mit schwarzer Farbe.

Die Bedrohung durch zwanzigfach überlegene Feinde und fehlende Ressourcen haben das kleine Land mit heute gerade mal sieben Millionen Einwohnern zur Super-Performance gezwungen. Ob USB-Stick, Handy, modernste Raketenabwehr, Intel-Chip, Handscanner, Kleinstsatelliten, Medikamente gegen Krebs und hochpräzise chirurgische Roboter – alle kommen aus Israel. Und die israelischen Kühe geben heute mehr Milch als die bisherigen Champions aus Dänemark.

In einem Bereich bleibt die Performance allerdings unter Durchschnitt: in der politischen Öffentlichkeitsarbeit sind die arabischen Nachbarn und die palästinensischen Organisationen weit überlegen und haben in den vergangenen Jahrzehnten europaweit eine effiziente Infrastruktur mit tausenden lautstarken Organisationen und willigen westlichen Helfern in den Medien geschaffen.

Propaganda ist Information, Information schafft Überzeugung und Überzeugung wird zur Haltung, die kaum noch veränderbar ist. Millionen Deutsche und Europäer wissen heute ganz genau, dass es immer schon einen palästinensischen Staat gab, die Hamas eine Wohltätigkeitsorganisation ist und Israel gleich nach der Staatsgründung seine Nachbarn überfallen hat und diese Unsitte seither zur Routine geworden ist.

Unbestritten: professionelle PLO-PR und arabisches Öl entfalten gemeinsam eine überlegene Propagandakraft, die in Israel bis heute unterschätzt wird. Doch auch hier darf man auf eine Lösung warten. Wahrscheinlich besteht sie ebenfalls aus einem Doppeleffekt: in 20 Jahren wird das Öl als Primärenergie deutlich unwichtiger und Israel wird herausragende Produkte liefern können, die Boykottdrohungen gegen Israel ad Absurdum führen.

Dipl.scpol. Leo Sucharewicz, geboren in Lodz, aufgewachsen in München, gilt als Koryphäe in der modernen Kommunikationspsychologie. Er ist Gründer und Ehrenmitglied von I Like Israel e.V. (ILI) und war als Soldat der Israelischen Verteidigungsarmee (IDF) sowohl Teilnehmer am Sechs-Tage- als auch am Yom Kippur-Krieg. Leo Sucharewicz ist Initiator des "Israel-Tages", der jedes Jahr mit Straßenfesten, Veranstaltungen und anderen Events in zahllosen Städten in der Bundesrepublik Deutschland und dem gesamten deutschsprachigen Raum den Unabhänigkeitstag des Staates Israel feiert.

Foto: Seit fast 64 Jahren sieht sich Israel Terror, Angriffskriegen und einer beispiellosen Hasspropaganda ausgesetzt. Dennoch halten die Soldaten der IDF an den hohen moralischen und ethischen Maßstäben der IDF und des Staates Israel unbeirrt fest.

 

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Sonntag, 05 Februar 2012





Auch in Steine werfen sind sie besser



Als ich diesen hervorragenden Artikel gelesen habe, musste ich spontan an dieses dazu passende Musikvideo denken:

http://www.youtube.com/watch?v=1YGB-378V74

 



Über die türkische Besetzung des sogenannten “Palästina” beschweren sich die Araber nie. Zu der Zeit – 400 Jahre lang – wurde Palästina anscheinend zu einem öden, uninteressanten Land, in das kein edler Araber freiwillig gezogen wäre.

Kaum aber besiedelten die Juden in nennenswerter Anzahl diese Ödnis, war Palästina auf einmal das verlorene Paradies aller Araber, so innig geliebt, dass sie ihre daraus weggezogenen oder vertriebenen Brüder und Schwestern seit 60 Jahren in Flüchtlingslagern einsperrren, damit diese nie die Erinnerung an ihre geliebte trübselige Heimat verlieren.



Ich schätze Leo Sucharewicz und seine Initiativen und seine Arbeit sehr. Es gibt nicht viele, die sich so engagiert und erfolgreich gegen Antisemitismus und für Israel in Deutschland einsetzen - deshalb freut es mich besoners, ihn hier zu lesen.



Kein Wunder, dass die arabischen Staaten Israel so hassen. Zeigt doch dieses kleine Land wie primitiv und unterentwickelt die Nachbarn Israels doch ist. Wir dürfen gespannt sein was für technische Neuerungen noch so aus Israel kommen werden.



Israel wird keine 100 jahre existieren.Die Türkei habt ihr schon verloren und bald auch hoffentlich auch ein paar EU-staaten.

Die USA könnt ihr behalten, da sie eure befehle sowieso ausführen wie ein hund.



Hervorragend analysiert. Hut ab!



schalom meine Freunde. Das was hier geschrieben steht habe ich erlebt. Nach dem Krieg bin ich 1946 mit fast 17 jqahren in Palästina angekommen.Wir haben schwer Arbeit geleistet.um das land Urbar zu machen..Nachts waren dann die Angriffe auf die Kibuze.Es war eine schlimme Zeit<<aber wir haben Israel gegründet.<<Im Mai 1948 wollten uns die Araber vernichten.Aber das kleine Israel hatte den Krieg gewonnen. karl