Lizas Welt

Der Nahe Osten und die westlichen Medien:

No risk, much fun

Der Nahe Osten und die westlichen Medien, oder: Wenn Scheinheiligkeit und das Messen mit zweierlei Maß außer Kontrolle geraten.   VON KHALED ABU TOAMEH*   Noch immer legen westliche Korrespondenten und Zeitungen zweierlei Maßstäbe an, wenn sie über den israelisch-arabischen Konflikt berichten. Dabei ist es viel einfacher für sie, von Israel aus über Israel zu schreiben und sich dabei keine Gedanken über ihre Sicherheit machen zu müssen. Warum sollten sie auch in einen arabischen Staat reisen und das Risiko eingehen, verhaftet oder ausgewiesen zu werden, wenn sie etwas schreiben, das ein negatives Bild von der dortigen Diktatur zeichnet? Außerdem ist es gar nicht so einfach, in arabische oder islamische Länder zu kommen: Für die meisten von ihnen brauchen ausländische [mehr]




Absurdes aus "Palästina":

No pas(s)aran

Kleine Preisfrage: Warum wohl hat sich kein deutsches Medium für die folgende Meldung der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma’an* interessiert? Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) enthält Bewohnern von Gaza ihre Pässe vor, sagte eine palästinensische Menschenrechtsorganisation am vergangenen Donnerstag. Das Al-Mezan Center for Human Rights hatte im Juni den in Ramallah ansässigen Premierminister Salam Fayyad angeschrieben und ihn nachdrücklich gebeten, sich an die Gesetze zu halten und niemanden bei der Passvergabe zu benachteiligen. Seitdem hat die Vereinigung nach eigenen Angaben weitere Beschwerden im Auftrag von Bürgern eingereicht, denen der Reisepass verweigert wurde. Die PA habe jedoch auf keine dieser Eingaben reagiert. Zu den Klägern gehören Al-Mezan zufolge Ahmed [mehr]




Putztausend!

Mit der Hamas reden?

Mit der Hamas reden? Aber ja doch, dachte sich, nicht zum ersten Mal übrigens, die Ulrike Putz. Und zog – ausgerüstet mit Notizblock, Fotoapparat und Kopftuch – los, um für Spiegel Online nach geeigneten Gesprächspartnern zu suchen, die der Judenmörderbande angehören. Die fanden sich rasch und gaben der deutschen Journalistin gegenüber nachgerade Erschütterndes zu Protokoll: „Dissidenten“ würden bedroht und um die Ecke gebracht; anschließend werde alles „vertuscht“. Überhaupt geht es der Gotteskriegerpartei gar nicht gut: „Drei Jahre nach der Machtübernahme der Radikalislamisten im Gazastreifen wenden sich ihre Anhänger in Scharen ab“, resümiert Putz; enttäuscht seien „sowohl die moderaten als auch die extremen Mitglieder der Organisation, am rechten wie [mehr]




Kollaboration der UNO mit Terroristen:

Mein Freund, der Baum

Noch eindeutiger hätte die Sachlage gar nicht sein können: Die israelische Armee will im Grenzgebiet zum Libanon sichtbehinderndes Gehölz entfernen, das Terroristen – zuvörderst denen der Hizbollah – im Falle eines Angriffs auf den jüdischen Staat einen gefährlichen Schutz bieten würde. Diese routinemäßigen Rodungsarbeiten werden gegenüber den Vereinten Nationen, genauer gesagt: bei deren im Libanon stationierter Einheit namens Unifil, rechtzeitig angekündigt; die libanesische Armee wird von den Uno-Blauhelmen entsprechend informiert. Das Fällen des störenden Baumes findet, das wird von der Unifil später bestätigt, vollständig auf israelischem Territorium statt. Doch das ficht die libanesische Armee nicht an: Sie eröffnet – wie sie anschließend freimütig zugibt und wie [mehr]




Vorurteilspflege:

Ein fieser jüdischer Siedler

Jüdische Siedler sind religiös besessene, rassistische, niederträchtige Araberfresser, die sich jedem Kompromiss notfalls mit Gewalt widersetzen und ohne die der Nahe Osten längst eine Oase des Friedens und der Brüderlichkeit wäre – so oder so ähnlich dürfte sich jedenfalls die hierzulande vorherrschende Ansicht ohne sonderliche Übertreibung zusammenfassen lassen. Judah Ben-Yosef aus Ma’ale Adumim ist eine dieser vermeintlich so sinistren Gestalten – und er trifft regelmäßig wie freiwillig jene, die kaum einen Hehl daraus machen, dass sie ihn und Seinesgleichen für eine Ausgeburt des Gottseibeiuns halten. Hier schildert Ben-Yosef, wie diese Begegnungen in aller Regel verlaufen.* VON JUDAH BEN-YOSEF Es mag paradox klingen, aber es gibt tatsächlich Menschen, die einen anscheinend nur [mehr]




Avigdor Lieberman - A man with a plan

Der Vorschlag, den Avigdor Lieberman da unlängst über die Tageszeitung Yedioth Ahronoth durchsickern lassen hat, ist so simpel wie brillant: Geht es nach dem israelischen Außenminister, dann soll Gaza so bald wie möglich eine eigenständige politische Entität werden, die unter internationale Betreuung – vor allem durch die Europäische Union – gestellt wird. Konkret hieße das: Israel würde die Seeblockade des Gazastreifens aufheben; eine Kontrolle anlaufender Schiffe auf Waffen und andere Gefahrgüter würde dann – entweder in griechischen Häfen oder im zyprischen Limassol – beispielsweise von der wenig zimperlichen französischen Fremdenlegion übernommen werden. Zudem sollen die Europäer eine Wasserentsalzungsanlage, ein Klärwerk, ein Kraftwerk zur Stromerzeugung sowie neue [mehr]




Eine Projektionsfläche namens „Palistinänser“

Der „LandessprecherInnenrat der Linksjugend [solid] NRW“ wartet mit einer nachgerade revolutionären Forderung* auf, die ihm so wichtig ist, dass er sie sogar in Majuskeln niedergelegt, also virtuell hinausgebrüllt hat: "EIN STAAT FÜR PALISTINÄNSER UND ISRAELIS" Bereits die eigenwillige Schreibweise des Wortes Palästinenser – die kein Zeichen für einen fortgeschrittenen Analphabetismus sein muss, aber auch nicht bloß einem unsachgemäßen Gebrauch der Tastatur geschuldet ist – verrät den Antisemiten. Denn dass es den Linksparteijugendlichen mitnichten um das Wohl und Wehe der von Israel angeblich Unterdrückten geht, zeigt sich schon daran, dass sie sich nicht einmal die Mühe machen, deren Sammelbezeichnung korrekt zu buchstabieren. Die Palästinenser dienen Judenfeinden lediglich [mehr]




Einheitsfront im Bundestag

Volksgemeinschaft gegen Israel

Einen Monat nach dem von einer israelischen Spezialeinheit beendeten Versuch eines Bündnisses aus Islamisten und europäischen „Friedensaktivisten“, die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen, hat der Deutsche Bundestag den offenen Bruch mit dem jüdischen Staat vollzogen. Dem Parlament war ein interfraktioneller Antrag zur Entschließung vorgelegt worden, dessen Titel lautete: „Ereignisse um die Gaza-Flottille aufklären – Lage der Menschen in Gaza verbessern – Nahost-Friedensprozess unterstützen“. Was in den Jargon bester Absichten gekleidet war, ist ein Dokument staatsoffizieller Dämonisierung und Delegitimierung Israels. Der Antrag wurde von den deutschen Volksvertretern einstimmig angenommen und ist der parlamentarische Nachvollzug von Meinung und Wahn in der neuesten deutschen Gesellschaft. [mehr]




Lizas Welt kommentiert

Um zwölfe wird zurückgeniebelt

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Eine kleine Polemik zu Dirk Niebels anmaßendem Auftritt in Israel. Schon der heilige Jähzorn, mit dem Dirk Niebel auf das Einreiseverbot in den Gazastreifen reagierte, ist verräterisch: Die israelische Regierung, empörte sich der Entwicklungshilfeminister und Ex-FDP-Generalsekretär, habe einen „großen außenpolitischen Fehler“ begangen und mache es momentan selbst ihren „treuesten Freunden“ schwer, ihr Handeln zu verstehen. Ihre Ankündigung, die Gaza-Blockade zu lockern, sei „nicht ausreichend“; vielmehr müsse der jüdische Staat „jetzt liefern“, sich außerdem „darüber klar werden“, wie er „im internationalen Kontext in Zukunft auch mit seinen Freunden zusammenarbeiten will“ und darüber [mehr]




Antisemitische Internationale

Links, zwo, drei gegen Israel

Eigentlich, so könnte man meinen, sollte der Linkspartei angesichts ihrer obszönen Angriffe gegen Israel und ihrer jede Realität verleugnenden Verteidigung des „Free Gaza“-Unternehmens der Wind zumindest empfindlich kühl ins Gesicht blasen. Denn seit die israelische Armee vor gut zweieinhalb Wochen notgedrungen mit Gewalt verhindert hat, dass eine von Islamisten dominierte und von deren europäischen Claqueuren abgesicherte „Friedensflotte“ die maritime Blockade des Gazastreifens durchbricht, gelangen täglich neue Informationen über das wahre Ziel und den tatsächlichen Verlauf dieser „humanitären Mission“ ans Tageslicht. Selbst deutsche Medien kommen nicht umhin, einige Hintergründe der Geschehnisse auf der Mavi Marmara näher zu beleuchten, denn – so schrieb es die Betreiberin des Weblogs [mehr]




Terrorflotte nach Gaza

Lizas Welt im Dialog mit „Pax Christi“

Ist es Realitätsverleugnung? Oder schiere Ideologie? Vermutlich bedingt das eine das andere: Allenfalls „zweieinhalb Holzstangen“, so hat es Norman Paech bekanntlich verkündet, hätten die Männer auf dem Deck der Mavi Marmara am vergangenen Montag gegen die Angehörigen der israelischen Spezialeinheit möglicherweise zum Einsatz gebracht, und dies, versteht sich, auch nur zur Selbstverteidigung. Videos der israelischen Armee, aber auch die Aussagen eines an Bord befindlichen Muslimbruders sowie eines Reporters von Al-Jazeera machen allerdings deutlich, dass die Wirklichkeit dann doch etwas anders aussah. Hinzu kommen in der türkischen Zeitung Hürriyet veröffentlichte Fotos, auf denen schwer verletzte israelische Soldaten zu sehen sind, und eine Stellungnahme des Vorsitzenden der islamistischen, mit der Hamas paktierenden [mehr]




Lizas Welt kommentiert

Aufgebrachte Narrenschiffe

Man kann gar nicht anders, als den Organisatoren und Teilnehmern der internationalen „Free-Gaza-Solidaritätsflotte“ zu gratulieren: Sie haben erreicht, was sie erreichen wollten. Denn ihre Aktion, die mit viel Pathos als humanitäre Hilfe für den Gazastreifen deklariert worden war, wurde der von vornherein geplante Propagandacoup für die Hamas. Deren Führer Ismail Haniya hatte schon vor einigen Tagen frohlockt: „Wenn die Schiffe Gaza erreichen, ist das ein Sieg – und wenn sie von den Zionisten terrorisiert werden, ist das ebenfalls ein Sieg.“ Nun hat ein Spezialkommando der israelischen Streitkräfte die sechs Schiffe umfassende Flotte aufgebracht; dabei sind nach unterschiedlichen Angaben zwischen zehn und 19 „Friedensaktivisten“ zu Tode gekommen und mehrere Dutzend verletzt worden. Auch unter den israelischen [mehr]




Hass auf Israel

Ein Wellness-Abend mit Dr. Tibi

Der stellvertretende Sprecher der Knesset, ein arabischer Israeli, befindet sich derzeit auf Europa-Tournee – und erklärt seinem Publikum dabei allen Ernstes, Israel sei keine Demokratie. Jürgen Petzoldt hat sich den Auftritt des früheren Arafat-Beraters in Kassel angeschaut und für Lizas Welt deprimiert ein Fazit gezogen. VON JÜRGEN PETZOLDT Im Café Buch-Oase zu Kassel kann man in Büchern stöbern, Minztee und Bionade trinken, Gleichgesinnte treffen. Gewerkschaften, Christen und andere halten dort Meetings ab, es gibt auch ein Kulturprogramm, Poetry-Slams und ein Flöten-Gebet. Wolfgang Gehrke von der Linkspartei hat in diesem Laden über sozialistische Außenpolitik referiert, und am vergangenen Sonntag war ein Chaver haKnesset zu Gast: Dr. Ahmed Tibi (Foto), Abgeordneter der arabisch-nationalistischen [mehr]




„Israel ist eine Art Wundergesellschaft“

Fiamma Nirenstein (Foto) ging 1967 als junge italienische Kommunistin nach Israel; als sie nach Italien zurückkehrte, war sie bei ihren Genossen zur persona non grata geworden, zu einer „Imperialistin“ und „unbewussten Faschistin“. Warum das so war, woher der Antisemitismus in der Linken kommt und inwieweit der „Palästinismus“ den Verstand der Europäer korrumpiert, davon erzählt die Autorin und Politikerin, die dem Regierungskabinett des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi angehört, im Gespräch, das Stefan Frank für Lizas Welt mit ihr geführt hat. INTERVIEW: STEFAN FRANK* Jerusalem ist derzeit im Fokus des Medieninteresses. Manche Leute behaupten, israelische Bauvorhaben im Ostteil der Stadt gefährdeten den „Friedensprozess“ und verärgerten die USA. [mehr]




Jägerlatein

Die "Endlösung Israels"

Man kann über Lorenz Jäger vieles sagen, aber ganz gewiss nicht, dass er nicht jederzeit für eine rabulistische Performance gut ist. In seinem Stammblatt, das sich völlig zu Recht Zeitung für Deutschland nennt, hat sich der Diplom-Soziologe just mit einem Kommentar zum neuesten Werk des dänischen Künstlerduos Surrend verewigt. Dieses Werk (Foto oben) – das in verschiedenen Berliner Stadtteilen verklebt wurde – ist ein Plakat, das balkendick mit der Überschrift „Endlösung“ aufmacht und darunter einen Landkartenausschnitt zeigt, auf dem Israel nicht mehr existiert, sondern einem Staat namens „Ramallah“ gewichen ist. Jäger sieht darin eine „Satire gegen Israelkritiker“ und glaubt: „Wer die Aktionen von ‚Surrend’ kennt, müsste wissen, was diesmal die Absicht war. [mehr]




Köln und der Antisemitismus

Rosen für den Staatsanwalt

Im Februar dieses Jahres hat Gerd Buurmann, der künstlerische Leiter des Kölner Severins-Burgtheaters, gegen Walter Herrmann, den Betreiber der im Schatten des Kölner Doms aufgestellten „Klagemauer“, Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Antisemitismus sei „immer ein Notfall“, begründete Buurmann damals seinen Entschluss, die Polizei zu rufen, als er in Herrmanns 20 Quadratmeter großer, israelfeindlicher Dauerausstellung eine besonders degoutante judenfeindliche Karikatur entdeckte (Foto oben). Der Schritt des überregional bekannten Theaterleiters fand einige mediale Aufmerksamkeit; vor allem der lokale Kölner Stadt-Anzeiger nahm sich der Causa mit einer Reihe von Berichten und Kommentaren an, aber auch in die Welt und in die Jerusalem Post fand sie Eingang. Buurmann selbst trat mit den Kölner Ratsfraktionen in [mehr]




Lizas Welt antwortet antisemitischer Agitation in der linken "taz":

Auschwitz zu den Akten

Der K.u.K.-Satiriker Alexander Roda-Roda sagte einmal: „Aus dem Antisemitismus könnt’ schon was werden, wenn sich nur die Juden seiner annehmen würden.“ Ob Iris Hefets von der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost dieses Bonmot kennt, ist nicht überliefert, aber auch nicht so wichtig: Sie und ihre Organisation geben sich jedenfalls alle Mühe, es zu materialisieren. Zu ihren Lieblingen gehören solche Granden wie Norman Finkelstein, Ilan Pappe und Hajo Meyer, die bereits über die Titel ihrer Bücher – „Die Holocaust-Industrie“ (Finkelstein), „Die ethnische Säuberung Palästinas“ (Pappe), „Das Ende des Judentums[mehr]




Lizas Welt kommentiert:

Eine Lanze für den Mossad

Es ist schon bezeichnend: Während die Hamas höchstselbst inzwischen vermutet, dass die gezielte Tötung ihres Frontmanns Mahmud al-Mabhuh in einem Hotel in Dubai auf das Konto der jordanischen oder ägyptischen Regierung oder der Palästinensischen Autonomiebehörde geht, ist man in Europa ganz sicher: Das kann nur der israelische Geheimdienst Mossad gewesen sein. Und weil die angeblichen Mitglieder des Kommandos auch noch mit manipulierten europäischen Pässen in das Emirat gelangt sein sollen, bebt die EU förmlich vor Zorn: Israelische Diplomaten werden einbestellt, Erklärungen verfasst, Ermittlungen eingeleitet. Sogar mit dem Abbruch der Gespräche wird gedroht. Die [mehr]




Kommentar:

Scharia? Find’ ich gut!

Was treibt eigentlich der akademische Nachwuchs im Land der Dichter und Denker so, wenn er nicht gerade gegen unzumutbare Studienbedingungen [mehr]




Lizas Welt kommentiert:

Stern (nicht nur) des Südens

Nebenan, auf dem Weblog Verbrochenes, hat der geschätzte Kollege Bonde aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht und eine regelrechte Philippika gegen meinen Lieblingsverein in die Tasten gehackt. Der Zeitpunkt ist dabei natürlich kein Zufall: Heute spielen seine Bremer gegen die Bayern; fünf Stück würden die Gäste aus München bekommen, hatte er mir in einer E-Mail vollmundig angekündigt, woraufhin sich zwischen uns ein über Twitter ausgetragener kleiner, angenehm unfairer Battle entwickelte. Möglicherweise war es das, was ihn zu seiner unerhörten Tirade motiviert hat; vielleicht wollte er sich aber auch einfach nur für den Fall absichern, dass sein recht gewagter Tipp am Ende in die Hose [mehr]




Antisemitismus im Theater:

Befreiung auf der Bühne

Wenn ein Theaterstück, das die „schicksalhafte Verbindung“ junger Erwachsener aus Deutschland, den palästinensischen Gebieten und Israel zum Thema hat, in der deutschen Presse überschwänglich gelobt wird, muss man als Besucher dieser Inszenierung mit dem Schlimmsten rechnen. Trotzdem hat sich Lea T. Rosgald die Aufführung in Dessau für Lizas Welt [mehr]




Lizas Welt kommentiert: die Reaktionen auf das Attentat auf Westergaard

Hurra, wir fraternisieren!

Kennen Sie den? Unterhalten sich zwei Alzheimerpatienten. Fragt der eine: „Sag mal, weißt du, was ein Déjà-vu ist?“ Sagt der andere: „Keine Ahnung, aber mir ist so, als ob mich das schon mal jemand gefragt hätte.“ Der Witz passt ganz gut zu alledem, was sich seit dem Attentatsversuch auf den dänischen Zeichner Kurt Westergaard so in den Medien abgespielt hat: Irgendwie wird man den Einruck nicht los, etliche beschwichtigende und also verharmlosende Kommentare schon einmal gehört oder gelesen zu haben – vor ziemlich genau vier Jahren nämlich, während des „Karikaturenstreits“ –, und irgendwie scheint es außerdem weitgehend in Vergessenheit geraten zu sein, dass besonders reizbare Diener des Propheten [mehr]




Iran:

Regime Change statt Dialog!

Von welchen Kräften wird die „Islamische Republik Iran“ getragen? Welche Gefahren gehen von ihr aus? Und wie kann sie überwunden werden? Diese und viele weitere Fragen hat der iranische Journalist Amir Taheri in einem Buch analysiert. Petra A. Fessel hat es für Lizas Welt [mehr]




Lizas Welt kommentiert:

Das Dilemma der Islamkritik

Der ländliche Kanton Appenzell Innerrhoden war lange Zeit eine Art innerschweizerische Parallelgesellschaft. Denn dort, im Nordosten des eidgenössischen Staates, hatten Frauen bis vor knapp zwanzig Jahren kein Wahlrecht. Verschiedene Volksabstimmungen – an denen ja stets nur Männer teilnehmen durften – brachten über die Jahrzehnte das immer gleiche Ergebnis, mit Mehrheiten von bis zu 95 Prozent: Frauen gehören an den Herd und nicht an die Urne. Selbst als die Schweiz im Februar 1971 als eines der letzten europäischen Länder per Referendum die grundsätzliche Beseitigung dieses Missstands beschloss, blieben die Appenzeller weitere 19 Jahre lang stur – bis sie Ende März 1990 vom Schweizer Bundesgericht [mehr]




"Ehre, wem Ehre gebührt"

Thea gegen den Rest der Welt

Als der Düsseldorfer Droste-Verlag den „Ehrenmord“-Krimi von Gabriele Brinkmann plötzlich nicht mehr wollte, witterte der Leda-Verlag in Leer eine Zensurmaßnahme und veröffentlichte das Werk kurzentschlossen. Malte S. Sembten hat es für Lizas Welt [mehr]




"Ehrenmord"-Krimi:

„Es roch nach Zensur“

Anfang Oktober gab es in den Feuilletons einigen Wirbel um einen „Ehrenmord“-Krimi, den der Düsseldorfer Droste-Verlag kurz vor der Drucklegung aus dem Programm genommen hatte. Zur Begründung ließ der Verlagsleiter Felix Droste seinerzeit verlautbaren, er verlege „keine Bücher, die die Gefühle einiger Mitmenschen verletzen“ – schon gar nicht die Gefühle jener, die „die Sicherheit meiner Mitarbeiter oder meiner Familie beeinträchtigen könnten“. Zwar gab es noch nicht einmal konkrete Drohungen seitens empörter Muslime, doch Droste blieb bei seinem Entschluss, den Kriminalroman nicht zu veröffentlichen. Mehr noch: In einem taz-Interview behauptete er, das Werk sei „in einigen Passagen ausländerfeindlich“ und eine Beleidigung des Islam; es laufe „einem kalt den Rücken [mehr]




Lizas Welt kommentiert:

Shoa-Chic

Für Altkanzler Gerhard Schröder sollte das Holocaust-Mahnmal ein Ort werden, „an den man gerne geht“. Der Publizist Hannes Stein hingegen fand: „Nicht 2.000 stilisierte Grabsteine hätten in Berlin zu stehen, sondern 2.000 Galgen, wie sie nach den Nürnberger Prozessen Verwendung fanden, meinetwegen hübsch in Messing gegossen. Und unter jedem von ihnen müsste eine Plakette mit dem ausführlichen und exemplarischen Lebenslauf eines jener Massenmörder angebracht sein, wie sie nach dem Krieg zu Tausenden ungestraft herumliefen.“ Wie Recht Stein doch [mehr]




Lizas Welt kommentiert:

Bürger, rechts, Bewegung!

Manche Dinge kann man einfach nicht [mehr]




Lizas Welt kommentiert:

Der Professor und sein Prophet

Wenn einem Buch zum Thema Israel hierzulande aus so ziemlich allen politischen Lagern vernehmlich applaudiert wird – von der Frankfurter Rundschau bis zur Jungen Freiheit –, dann kann man mit einigem Recht davon ausgehen, dass der Autor des entsprechenden Werkes den postnazistischen, von Judenhassern zu „Israelkritikern“ mutierten Deutschen mehrheitlich aus der Seele gesprochen respektive geschrieben [mehr]




Lizas Welt kommentiert:

Richard Wagners Negerküsse

Daniel Barenboim dirigiert zum 9. November den „Lohengrin“ am Brandenburger Tor, und ein Herr namens Wagner findet das so toll wie sonst nur [mehr]




Lizas Welt kommentiert:

Kauft nicht beim Siedler!

Wenn keine Überraschung mehr geschieht, wird der Europäische Gerichtshof (EuGH) auf Antrag einer deutschen Behörde in Kürze eine explizit politische Entscheidung treffen und durch ein Urteil die israelischen Siedlungen in den umstrittenen Gebieten für illegal erklären sowie de facto Sanktionen gegen Israel [mehr]




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