Solidarisiert sich der Bunhdestag mit Terroristen?

Solidarisiert sich der Bunhdestag mit Terroristen?




Wer dieser Tage die Seiten des Deutschen Bundestages besucht bekommt erstaunliches zu sehen: Die unter Verantwortung von Norbert Lammert MdB publizierte Nachrichtenseite enthält einen Artikel über eine der Bundestagsabgeordenten der Linkspartei, welche durch ihre Teilnahme an der sog. Gaza Flotille um Aufmerksamkeit heischte. Der Artikel ist gespickt mit Halb- und Unwahrheiten über Israel und die Flotille, die wir als Magazin, das sich die Deutsch-Israelischen Beziehungen auf die Fahne geschrieben hat, so nicht stehen lassen können. Wir fordern daher alle Leser dazu auf, sich mit vielfältigen Protestbriefen und Emails an die Abgeordneten des Bundestages zu wenden, um die Entfernung des Artikels zu fordern.

Wir fordern ferner, dass der Bundestag, welcher im Nachgang der Gaza Flotille eine übereilte, uninformierte und für ihn beschämende Resolution verabschiedete, die einseitig Israel kritisierte, endlich seine Lektion aus diesem Tiefpunkt deutsch-israelischer Beziehungen lernt und zukünftig in seinen offiziellen Stellungnahmen und Äusserungen, wozu wir auch die Nachrichtenseiten des Parlaments zählen, keine Dilletanten mit Halbwissen zum politischen Weltgeschehen ventilieren lässt. Den untenstehen Brief können unsere Leser gerne als Vorlage verwenden und / oder beliebig abändern. Wir bitten darum, dabei den nötigen Respekt vor dem Parlament zu wahren.

Empfehlenswert ist die Versendung der Mail an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages über die Schreibstelle: mail@bundestag.de, aber auch die Adressierung an “Ihren” Abgeordneten im Bundestag, dessen Email-Adresse Sie ebenfalls auf bundestag.de finden werden.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Sorge habe ich eben diesen Artikel gelesen:

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/39773542_kw28_psp_groth/index.html

Darin behauptet der Autor, Israel habe die Mavi Marmara daran gehindert, Hilfsgüter nach Gaza zu liefern.

Das stimmt nicht. Der Mavi Marmara war mehrmals angeboten worden, ihre (vermeintlichen!) Hilfsgüter über den Grenzübergang ab Hafen Ashkelon einzuführen – und zwar unter Aufsicht des internationalen Komittee vom Roten Kreuz. Die Antwort des Kapitäns des Schiffes lautete: “Geh zurück nach Auschwitz!”

Es ist schon beschämend genug, dass deutsche Linksextremisten wie Frau Groth zusammen mit bewaffneten Islamisten ein Schiff besteigen, dessen einzige Mission darin besteht, in einer Notwehrprovokation möglichst viele israelische Soldaten zu verletzen und sich vor laufender Kamera als Opfer eines “Aktes der Piraterie” in Szene zu setzen wobei so getan wird als ob man Hilfsgüter liefern wollte.

Wenn die Redaktion der Website des Deutschen Bundestages sich damit dann auch noch solidarisiert – und das nachdem die Fakten längst aufgeklärt sind – dann ist es, bei allem Respekt, an der Zeit ein ernstes Gespräch mit dem Autor des Artikels auf Ihrer Website zu führen.

Auch zu kritisieren ist die indirekte Werbung für Stephane Hessels Hetzschrift “Empört Euch!”. In diesem Buch wird die Lüge israelischer Kriegsverbrechen anlässlich Operation gegossenes Blei 2009 kolportiert. Ausdrücklich behauptet der schon etwas in die Jahre gekommene Autor, er habe die Feststellungen des Goldstone Berichts selbst vor Ort geprüft (aha, wie denn?!) und festgestellt, die Realität sehe noch schlimmer aus. Nun, die Realität ist, dass Herr Goldstone seinen Bericht mittlererweile zurückgenommen hat, weil er einem Irrtum unterlag und getäuscht wurde. Das hindert natürlich Hessel und Frau Groth nicht daran, dass Buch weiter unter die Leute zu bringen.

Frau Groth kann als MdB nach ihrem Gewissen frei entscheiden was sie tut und woran sie glaubt. Die Mehrheit im Bundestag sollte aber immerhin den Anstand aufbringen, sich von solchen Israel-Verleumdungen zu distanzieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ass. Iur. Sascha Illiano


Donnerstag, 28 August 2008