Angela Merkel besucht Ratsversammlung des Zentralrats der Juden

Angela Merkel besucht Ratsversammlung des Zentralrats der Juden

Bundeskanzlerin Merkel war bei der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden in Deutschland zu Gast. Es war der erste Besuch eines deutschen Regierungschefs bei diesem Gremium. Die Kanzlerin unterstrich damit die Bedeutung der jüdischen Gemeinden für Deutschland.

Im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum in Frankfurt am Main wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel durch den Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, den Vizepräsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sowie den Vizepräsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland und Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main, Salomon Korn, begrüßt. Vor den Vertretern der Ratsversammlung hielt Merkel zunächst eine Rede und beantwortete danach Fragen.

Vor Medienvertretern betonte die Kanzlerin abschließend die im Grundgesetz verankerte Unantastbarkeit der Menschenwürde. Sie freue sich, dass es "wieder ein lebendiges jüdisches Leben in Deutschland gibt". Ihr Wunsch ist es, dass "die jüdischen Bürgerinnen und Bürger unter uns genauso unbeschwert und genauso gut hier in diesem Land leben können, wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger auch".

"Es hat uns sehr, sehr gut getan"

Der Präsident des Zentralrates freute sich über den Besuch der Kanzlerin. "Dieser Besuch ist jetzt gerade für uns besonders wichtig. Wir haben als Gemeinschaft einen schwierigen Sommer hinter uns," sagte Graumann und verwies auf brutale Übergriffe und die zum Teil heftig geführte Diskussion zum Thema "Beschneidung".

Mit ihrem ersten Besuch beim Zentralrat der Juden habe Merkel auch ein Zeichen für religiöse Vielfalt gesetzt. "Es hat uns sehr, sehr gut getan in einer Zeit, die für uns schwierig ist, die aber ganz sicher bald sehr viel besser werden wird", so Graumann.
Die Ratsversammlung ist das oberste Entscheidungsgremium des Zentralrats der Juden in Deutschland. Sie verabschiedet den Haushalt und überwacht die Arbeit der Exekutive. Die Ratsversammlung entscheidet über alle Grundsatzfragen der jüdischen Gemeinschaft, wobei die Autonomie der einzelnen Mitgliedsgemeinden höchste Priorität hat. Der Ratsversammlung gehören alle Landesverbände und einzelne Großgemeinden (Berlin, München, Frankfurt am Main und Köln) an.

 

Presse- und Öffentlichkeitsamt der Bundesregierung / Foto: Erster Besuch eines deutschen Regierungschefs: Bundeskanzlerin Merkel beim Zentralrat der Juden
Foto: Bundesregierung/Orlowski

 

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26.11.2012