Im Verteidigungskampf für die Freiheit und das Leben: Brief eines IDF-Soldaten von der Front

Im Verteidigungskampf für die Freiheit und das Leben:

Brief eines IDF-Soldaten von der Front




von Jameel, The Muqata, 24. Juli 2014

Von einem Soldaten an der Front. Original in Hebräisch, übersetzt ins Englische mit einigen persönlichen Kommentaren. Ich war ein paarmal dort, ich kann persönlich für die Richtigkeit dieses Briefes einstehen. Eine persönliche Anmerkung: Bevor ich gestern Abend nach Süden fuhr, um IDF-Soldaten Pizza zu bringen, gab mir meine Tochter einen Stapel Briefe und Bilder von Kindern unserer Gemeinde, die ich bei der Abgabe verteilen sollte. Nachdem ich den Soldaten Kuchen gab, sagte ich: „Moment, ich muss euch die Briefe von den Kindern geben..“ Ein Soldat stoppte alles und sagte: „DIE sind am wichtigsten, viel wichtiger als Pizza“. Und dann umarmte er den Haufen Briefe, den ich ihm gab.

Am Yisrael Chai!
Jameel

Ein Soldat an der Grenze schreibt:

Was hier im Aufmarschgebiet los ist (dem Bereich, wo sich die Soldaten darauf vorbereiten in den Gazastreifen zu gehen) ist nicht zu begreifen, weder rational noch emotional und übersteigt jede Vorstellungskraft.

Fast jede Stunde kommt ein Auto, das überfließt von Essen, Snacks, kalten Getränken, Socken, Unterwäsche, Unterhemden, Hygieneartikeln, Feuchttüchern, Zigaretten Backgammon und mehr. Sie kommen aus dem Norden, dem Zentrum, von Herstellern, von Firmen und kleinen Geschäften, aus Gefängnissen, von Hareidim und Siedlern, aus Tel Aviv und sogar aus Saviyon.

An jeder Kreuzung auf dem Weg hierher wurden wir angehalten; nicht von der Polizei, sondern von den Einwohnern, die uns Essen gaben. Das erstaunliche ist: Die gesamte Situation ist nicht organisiert und jeder kommt aus eigenem Antrieb, ohne Koordination zwischen den kommenden Leuten.

Sie schreiben Briefe und Segnungen, dass sie die ganze Zeit an uns denken. Da gibt es welche, die machen Stunden lang Sandwiches und zwar so, dass sie möglichst perfekt und gut sind.

Natürlich waren Vertreter des Chabad hier, um Soldaten zu helfen Tefillin anzulegen und Cha’Ta’ts (Chumasch, Tehilim, Tanya) an jeden Truppentransporter zu verteilen; und die Breslower kommen an die Grenze, um mit den Soldaten zu tanzen und Freude zu verbreiten.

Die Haredim kommen aus ihren Jeschiwot, um nach den Namen der Soldaten und ihren Müttern zu fragen, damit die ganze Jeschiwa für sie beten kann. Man sollte erwähnen, dass all das unter der Bedrohung durch die Terrortunnel und Raketen in dieser Gegend geschieht.

Das Soroka-Krankenhaus (in Beer Sheva) sieht heute wie ein 5-Sterne-Hotel aus. Ein verwundeter Freund, der gerade entlassen wurde, erzählte uns, dass der LKW von MasterChef [eine Koch-Wettkampf-Sendung im israelischen Fernsehen] davor parkte und Essen für die Verwundeten zubereitete.

Die Menge an Betzeiten muss gar nicht erst erwähnt werden. Auch an der Religionsfront gibt es Referate und Torah-Unterricht, alles Essen ist koscher. Schachrit, Mincha und Maariv mit Sifrei Torah. Sie geben hunderte Tzitzit und Tehilim aus. Das ist die neue Mode geworden! Der Rabbiner von Maglan [eine Einheit Spezialkräfte] sagte mir, dass fast die gesamte Einheit sie jetzt trägt, weil das Armee-Rabbinat Tzitzit ausgegeben hat, die Schweiß verdunsten lassen. So bekommen sie gleichzeitig eine Mitzwe und ein qualitativ hochwertiges Unterhemd. Wir haben angefangen sie „Schachpatzitzi“ zu nennen (eine Kreuzung aus dem hebräischen Begriff für Schutzweste und Tzitzit). Wir haben tief gehende Gespräche bis spät in die Nacht ohne Streit, ohne Kämpfe und wir stellen fest, dass wir in dem Sachen übereinstimmen.

Wir machen viele Witze auf Kosten der Hamas und ohne Politik. Es gäbe noch viel mehr zu erzählen, aber meine Batterie ist ziemlich leer und der Stab hat gefordert, dass jemand einen Kurs über Likutei MoharanN (Breslow) geben soll.

Glücklich eine Nation, die ist wie diese.

 

Übersetzung: Heplev - Foto: Israelische Soldaten suchen das Gelände nach Terrortunnel der Hamas ab (Foto: von IDF spokesman Unit [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons)

 

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Es tut gut das zu lesen, denn wo Einheit ist lassen sich Mauern überwinden und Berge bezwingen, macht weiter so.

Für alle Nichtreligiösen: Auch das ist ein Grund warum es in Israel anders ist.