Innere Sicherheit: Schwule in Köln fordern mehr Polizei

Innere Sicherheit:

Schwule in Köln fordern mehr Polizei


Bei einer Diskussionsveranstaltung in Köln zeigte sich: Schwule fühlen sich zunehmend unsicher fordern mehr Polizei zur Aufrechterhaltung des Gewaltmonopols des demokratischen Rechtsstaates und damit der Sicherung der offenen Gesellschaft.

Die Veranstaltung stand unter der Leitfrage "Können wir heute noch sicher ausgehen?" - Anlaß waren die zunehmenden Übergriffe auf vermeintliche oder tatsächliche schwule Männer nicht nur in der Dom-Metropole Köln, sondern auch in Berlin, wo es zu regelrechten Menschenjagden auf Schwule und massive körperliche Übergriffe auf Transmänner gekommen ist.
 
Auf dem Podium in einer Kölner Szenekneipe waren ils Schmidt (KluST), dem Medienanwalt Ralf Höcker, dem Journalisten Bertram Dubberke und dem Fraktionsvorsitzenden der Kölner FDP, Ralph Sterck.
 
Die Frage, ob man sich noch sicher fühlen könne, wurde sowohl aus dem Podium heraus, als auch von den zahlreichen Gästen entschieden verneint. Neben der rapiden zunahme von Problemen in Szenelokalen durch Taschendiebe und andere Kleinkriminelle, werde auch im Umfeld, etwa beim Gang zu oder von Szenetreffpunkten, die Sicherheitslage immer problematischer. 
 
CSD-Veranstalter richten erstmals Krisenzentrum ein
 
Der Vertreter des Kölner Lesben- und Schwulentages (KLuST) führte aus, das in den vergangenen Jahren die CSD-Paraden und das zeitgleiche Straßenfrest zwar im wesentlichen friedlich und ohne größere Probleme verlaufen sind - die Sicherheitslage habe sich aber verändert. Erstmals werde es ein Krisenzentrum geben, ein neues Sicherheitskonzept werde erarbeitet und es sollen mehr Sicherheitskräfte eingesetzt werden. 
 
Aus der Szene - und auch an diesem Abend - kam teils massive Kritik, man habe zu lange die Augen vor der zunehmenden homophoben HZetze in islamistischen Kreisen und der daraus resultierenden zunehmenden Gewaltbereitschaft und Gewalttätigkeit die Augen verschlossen. Immer wieder wurde der Befürchtung Ausdruck verliehen, in Köln könnten die No-Go-Areas für Schwule ebenso ausgedehnter werden wie etwa in Berlin - offenkundig eine Einschätzung, die von den anwesenden im vollen Raum geteilt wurde, es regte sich kein Widerspruch. Einzelne berichteten, das sogar die Straßen, in denen sich schwule Kneipen und Treffpunkte konzentrierten, auf dem Weg zu No-Ho-Areas für erkennbare Schwule entwickeln - und zogen Vergleiche zur Entwicklung in Berlin.
 
 
 
The cheerful Coyote - Foto: Die Zeit der unbekümmerten Leichtigkeit könnte auch in Köln vorbei sein (Foto: © Raimond Spekking / , via Wikimedia Commons)
 

Gleichstellung von LGBT´s in Israel:

 

Situation von LGBT´s in den von Fatah und Hamas besetzten Gebieten (sog. "Palästinensische Autonomiegebiete" PA)


Samstag, 30 April 2016