Es muss endlich die Sprache gesprochen werden, die Erdogan versteht!

Es muss endlich die Sprache gesprochen werden, die Erdogan versteht!


Die Kurdische Gemeinde Deutschland nimmt zu der aktuellen Krise um die Verhaftung des Welt-Korrespondenten Deniz Yücel,


Zur Zeit sind 152 JournalistInnen in der Türkei in Haft, viele davon kurdische JournalistInnen, von Azadiya Welat, Jinha, DIHA, etc.
 
Die Kurden haben auch seit Jahrzehnten und schon lange vor Erdogan eine schmerzliche Erfahrung mit Ausnahmezuständen und der Willkürjustiz gemacht.
Für den Westen waren sie aber leider immer nur Kollateralschaden, um die Türkei im Bündnis halten zu können. Erdogan hat es endgültig geschafft, die ganze Türkei in eine Diktatur zu verwandeln.
 
Jetzt ist auch Deniz Yücel, deutscher Journalist, zum Opfer der Willkür-Justiz der Türkei geworden.
Ali Ertan Toprak, Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland erklärt dazu: „Das ist eine weitere Machtdemonstration des Erdogan-Regimes, die wir nicht länger akzeptieren dürfen. Die gegenwärtige Situation ist der schmerzliche Beweis für das Scheitern der bisherigen deutschen Türkeipolitik.“
 
Nach Ansicht Topraks war diese Entwicklung den Kennern und Beobachtern der Lage in der Türkei schon länger bewusst. Die Kurdische Gemeinde Deutschland hatte seit Jahren immer wieder öffentlich darauf hingewiesen. „Aber die Politik und weite Teile der Medien in Deutschland wollten die Transformation der Türkei von einer defekten Demokratie in ein Willkürregime bis vor kurzem nicht wahrhaben“, so der Bundesvorsitzende Toprak.
 
Toprak weiter: „Wir haben davor nicht nur die Augen verschlossen, sondern uns vor Erdogan so klein gemacht, dass er glaubte, dass man alles, was eine Demokratie und den Rechtsstaat ausmacht, zerstören könne, ohne dass ein Widerstand aus dem Westen kommt. Erdogan hat leider Recht behalten.“
 
Toprak glaubt, dass jetzt für die deutsche Öffentlichkeit endgültig der Punkt des Erträglichen überschritten sei.
Der Bundesvorsitzende der Kurdischen Gemeinde Deutschland fordert Konsequenzen: „Wenn Politik der Zugeständnisse gescheitert ist, muss man die Sprache sprechen, die Erdogan versteht.
Das bedeutet, jede finanzielle Unterstützung über EU-Töpfe, wie EU-Heranführungshilfen u.ä. sofort einstellen, jede militärische Unterstützung sofort stoppen, Deutsche Soldaten sofort aus der Türkei abziehen und Einreiseverbot für alle AKP-Politiker und Medien verhängen.“
 
Die Krise um Deniz Yücel zeigt uns noch etwas Wesentliches: „Die demokratischen Werte schätzt man mehr in der Krise. Das gilt sowohl für den einzelnen Bürger als auch für die Bundesrepublik Deutschland. Wir haben uns noch nie so schutzlos gefühlt wie jetzt.“


Dienstag, 28 Februar 2017





"Toprak glaubt,...blabla..." Der arme Teufel kann glauben was er will, und dann noch solche Forderungen stellen. Ist der gute Mann bei der AfD? ☺

Mein Mitgefühl mit diesem Schreiberling hält sich in Grenzen. Sein Todeswunsch für Sarrazin hatte ich hier schon mal erwähnt, Aber der Mann hat noch andere Ergüsse von sich gegeben, in seiner typisch osmanisch überheblichen Art: *Super, Deutschland schafft sich ab!* "In der Mitte Europas entsteht bald ein Raum ohne Volk. Schade ist das aber nicht. Denn mit den Deutschen gehen nur Dinge verloren, die keiner vermissen wird." Link: http://www.taz.de/!5114887/

Ich zitiere wörtlich: "So etwa die oberkruden Ansichten des leider erfolgreichen Buchautors Thilo S., den man, und das nur in Klammern, auch dann eine lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur nennen darf, wenn man weiß, dass dieser infolge eines Schlaganfalls derart verunstaltet wurde und dem man nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten." Urheber: Deniz Yücel. Erklärt mir bitte jemand, warum ich mit solchen "Menschen" solidarisch gehen soll? Nur weil Erdo Mist ist, heißt das nicht Automatisch, das alle die von ihm eingesperrt werden automatisch Unschuldig sind. Und es heißt schon gar nicht, das ich auf Verdacht auf Seiten von solchen Gestalten stehe.

@ steve @ Daniel: Es geht nicht um Sarazin und seine Thesen, und auch nicht um die Art von Yüksel diese zu kritisieren. Es geht um etwas Grundsätzliches: Um die Verfolgung von Journalisten, die dem Diktator unangenehm sind.

@4S: Da haben ja Daniel und ich was gemeinsames mit Erdopress. Uns ist der Schreiberling auch "unangenehm". Aber du kannst beruhigt sein Saschenkachen, das wars dann auch schon....☺

@Sascha: Es geht mir auch um etwas Grundsätzliches. Ich solidarisiere mich nicht mit Menschen die sich dergestalt äußern, egal wie unliebsam sie den türkischen Machthabern sind. Hier geht es sehr Wohl um die Art wie kritisiert wird, es gibt ein oder zwei Feinheiten die man auch als Journalist beachten sollte und Aussagen wie die oben zitierte zeugen von einem ziemlich radikalen Weltbild, das ich geradeheraus ablehne. Zugegeben: Ich kenne die Arbeit der anderen 151 inhaftierten nicht und maße mir darüber kein Urteil an, aber ich weiß auch nicht was gegen die Personen vorliegt oder ihnen vorgeworfen wird. Und solange ich das auch nicht weiß, werde ich mich mit diesen Personen nicht solidarisch zeigen. Der Feind meines Feindes ist nicht immer mein Freund.

Ist Euch eigenlich schon mal aufgefallen, daß dieser Doppelpass-Schreiberling länger in den Medien präsent ist, als die Opfer -manche nennen sie "Erlebende"- vom LKW-Djihad auf dem Berliner Weihnachtsmarkt? Soll nur eine kleine Anregung zun Nachdenken sein.....