Netanjahu warnt vor Iran

Netanjahu warnt vor Iran


Das anstehene Purimfest nutzt der israelische Premier Netanjahu bei einem Besuch in Moskau, um vor dem Iran zu warnen. Der russische Präsident Putin sieht jedoch keine Parallen in der Gegenwart.

Netanjahu warnt vor Iran

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Donnerstag die israelisch-russische Zusammenarbeit gelobt. Bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sagte er, die Länder verbinde nicht nur die Zusammenarbeit in Bereichen wie Tourismus oder Wirtschaft. Auch die „menschliche Brücke“ von mehr als einer Million russischer Emigranten in Israel sorge für Verbundenheit.

 

Hauptthema des Treffens war die Lage in Syrien. Netanjahu sagte, Israel begrüße zwar eine Beilegung des Konfliktes. Eine Vereinbarung dürfe jedoch nicht dazu führen, dass der Iran oder dessen Ableger eine militärische Präsenz in dem Land erhalten.

 

Putin sprach bei dem Treffen, das der Kreml als „kurzen Arbeitsbesuch“ beschrieb, von engem und vertrauensvollem Kontakt. Er gratulierte Netanjahu und dem jüdischen Volk zum anstehenden Purimfest.

 

Netanjahu: Terror geht alle etwas an

 

Netanjahu griff dies seinerseits auf und übertrug den Anlass des Purimfestes auf die Gegenwart: „Im alten Persien gab es vor 2.500 Jahren den Versuch, das jüdische Volk zu zerstören, und er scheiterte. Darum geht es bei diesem Fest. Heute versucht der Nachfolger des alten Persiens, der Iran, fortlaufend, den jüdischen Staat zu zerstören.“

 

Heute sei Israel zwar ein Staat mit einer Armee zur Verteidigung. Doch der radikal-schiitische Terror gehe alle etwas an, fuhr Netanjahu fort. „Ich weiß, dass wir Partner sind im Wunsch, jeglichen Sieg des radikalen Islam zu verhindern“, sagte er laut Mitteilung seines Büros.

 

Der russische Präsident machte jedoch deutlich, dass er den Verweis auf das alte Persien für unangemessen hält. Dies sei im 5. Jahrhundert vor Christus geschehen. „Heute leben wir in einer anderen Welt. Lassen Sie uns jetzt darüber reden“, sagte er laut der Onlinezeitung „Times of Israel“.

 

Unterschiedliche Interessen

 

Russland und der Iran pflegen Beobachtern zufolge so enge Beziehungen wie niemals zuvor in der Geschichte der Länder. Die Islamische Republik hat in den vergangenen Jahren Raketen sowie Abwehrsysteme aus Russland erhalten. Putin verspricht sich von der Verbindung wirtschaftliche Vorteile und ein politisches Gegengewicht zum Westen.

 

 

Von: df - israelnetz / Foto:   Netanjahu (l.) präsentiert Putin den israelischen Standpunkt

Foto: The Prime Minister of Israel, Facebook


Sonntag, 12 März 2017






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