Israel weist Antisemiten zurück: Politische Einlaßkontrolle

Israel weist Antisemiten zurück:

Politische Einlaßkontrolle


In der vergangenen Woche hat das Parlament in Jerusalem, die Knesset, ein Gesetz beschlossen, das es Behörden erlauben soll, erklärten Gegnern des jüdischen Staates die Einreise nach oder den Aufenthalt in Israel zu erschweren oder zu verwehren. Wer sich etwa in der extremistischen BDS-Bewegung engagiert, der soll seine antisemitischen Launen zukünftig außerhalb Israels ausleben.

Politische Einlaßkontrolle

Sollte man von Aktivisten, die andere teils mit Gewaltandrohung nötigen, auf jeden Kontakt nach Israel zu verzichten, erwarten können, daß sie mit gutem schlechten Beispiel vorangehen, zeigen freilich gerade ihre Proteste gegen das mit 46 gegen 28 Stimmen angenommene Gesetz, daß es bei aller Ambivalenz doch die Richtigen treffen könnte. Es entlarvt nämlich ihre Scheinheiligkeit.

 

Wer beispielsweise als amerikanische Unterstützerin der BDS-Bewegung von Tel Aviv aus gegen das Gesetz anschreibt, anschreiben möchte, hat ganz offenbar nicht verstanden, daß auch und gerade sie damit »dem israelischen Okkupations- und Apartheid-Regime dabei hilft, seine massiven Verletzungen der Rechte der Palästinenser« zu camouflieren. Dennoch bleibt ein Einwand.

 

Mit dem Gesetz hat sich die Knesset auf das Niveau einer zutiefst undemokratischen Bewegung begeben und deren »Hauptargument« zumindest indirekt anerkannt: Reisen nach und Aufenthalte in Israel sind ein politisches Statement. Doch gerade das sollten sie nicht mehr sein, sondern schlicht normal. Wer sich politisch äußern will, sollte das anders tun als durch bloße An- oder Abwesenheit.

 

 

tw_24


Donnerstag, 16 März 2017






  Alle Felder müssen ausgefüllt werden
Name:
E-Mail:
Text:
Sicherheitsabfrage 8+ 3=
Ich versichere, nichts rechtlich und/oder moralisch Verwerfliches geäußert zu haben! Ich bin mir bewusst, das meine IP Adresse gespeichert wird!