Jüdin von Universität ausgeschlossen

Jüdin von Universität ausgeschlossen




Die palästinensische Universität Bir Seit hat die „Ha‘aretz“-Reporterin Amira Hass aus einer Veranstaltung ausgeschlossen, weil sie „jüdische Israelin“ ist. Die Leitung der Universität verurteilte den Schritt ebenso wie ein arabisch-israelischer Abgeordneter.

Amira Hass, die in ihren Artikeln für die "palästinensische Sache" eintritt, was ihr aber offenbar wenig geholfen hat, besuchte am 23. September die Bir Seit-Universität in Ramallah. Dort fand die internationale Konferenz „Alternativen zur neoliberalen Entwicklung in den besetzten palästinensischen Gebieten – Kritische Perspektiven“ statt. Kurz nach Beginn forderten die Veranstalter die Journalistin auf, den Campus zu verlassen: Jüdische Israelis seien nicht erwünscht. Grundlage für den Ausschluss ist ein Universitäts-Gesetz, das es jüdischen Israelis verbietet, den Campus zu betreten.

 

Foto: Vorbild für die "Universität" in Ramallah? Plakat in Frankreich während der deutschen Besatzung (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-S59096 / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons)


Freitag, 03 Oktober 2014