Waze und Naturschutzbund wollen sicherere Straßen für Wild

Waze und Naturschutzbund wollen sicherere Straßen für Wild


Weltweit nutzen Millionen die israelische Navigations-App Waze, die durch von Nutzern gelieferte Echtzeit-Informationen über Verkehrslage und Hindernisse oft sehr viel besser und genauer navigiert als herkömmliche Navis.

Eine Funktion, die bei Waze schon länger zur Verfügung steht, soll zukünftig nicht nur Menschen sondern auch Wildtieren helfen: die Möglichkeit, ein überfahrenes Tier zu melden.

Die Israelische Naturschutzgesellschaft (SPNI) erhält künftig die Gelegenheit, die von Waze-Nutzern gemeldeten Daten zu überfahrenen Tieren auszuwerten und möchte so eine Karte der für Wildtiere gefährlichsten Regionen erstellen. Allein im Januar haben Waze-Nutzer in Israel 1.416 Zwischenfälle mit Tieren auf der Fahrbahn gemeldet. Zu den am stärksten durch den Autoverkehr gefährdeten Arten gehören Hirsche, Stachelschweine, Dachse, Schildkröten, Hyänen und Otter. Ihnen allen soll in einem zweiten Schritt geholfen werden, wenn die Naturschutzgesellschaft ein Konzept für die sicherere Überquerung der am stärksten betroffenen Straßen erarbeitet.

„Das wachsende Bewusstsein für die Gefahr für Tiere durch Straßen hat bei den Planern dazu geführt, dass bei neuen oder zu sanierenden Straßen besondere Passagen für Tiere mitgeplant werden“, so Shmulik Yidov von SPNI. „Es gibt allerdings weiterhin keine Lösung für die Dutzenden bereits existierenden Fernstraßen, und dies erfordert eine längerfristige Evaluierung.“
 

 

 

Jerusalem Pos - Foto: Screenshot


Dienstag, 07 März 2017