Startup der Woche: Mit 16 Social Startup-Gründer

Startup der Woche:

Mit 16 Social Startup-Gründer


Yair Neiger ist erst 16 Jahre alt und hat bereits ein Startup gegründet, das begeisterte Reaktionen hervorgerufen hat

Aber im Gegensatz zu den meisten Gründern, die sich auf dem Gebiet versuchen, tut Neiger es nicht für das Geld – er möchte für einen gesellschaftlichen Wandel sorgen. 

„Wenn ich anfangs den Leuten von dem Projekt erzählt habe, haben sie immer gefragt, ob ich Millionär werde, und wenn ich dann gesagt habe, dass es nicht profitorientiert ist, haben sie gesagt, du bist ja blauäugig“, erzählt er. „Mich hat es ein wenig traurig gemacht, dass in unserer Gesellschaft jemand so gesehen wird, der gesellschaftlich etwas ändern möchte, das ihm am Herzen liegt.“ In den vergangenen anderthalb Jahren ist das gesellschaftliche Unternehmertum Neigers Hauptbeschäftigung – und das, nachdem er bis dato noch gar kein großes Interesse gezeigt hatte. Heute plant er nicht nur ständig seine Zukunft als Gründer, sondern dient auch seinen Mitschülern als Inspiration. „Alle wollen plötzlich Gründer sein“, erzählt er stolz, „und wenn zu uns jemand in die Schule kommt und über Studiengänge auf diesem Gebiet erzählt, werden die Flyer nicht mehr zu Papierflugzeugen gefaltet, sondern die Sache wird ernst genommen. Manche Kinder fragen mich, wie man die ganze Sache anfängt, und ich ermutige sie, die Initiative zu ergreifen, und etwas zu verändern. Ich halte auch Vorträge in Schulen überall in Israel im Rahmen von Seminaren zum Thema Gründungen und helfe Kindern, Ideen für Startups zu entwickeln. Sie spüren, dass ich mit ihnen auf Augenhöhe rede.“ 

Neiger ist durch Zufall zum Thema gekommen, nachdem er in der Schule auf einen Gründer-Wettbewerb für besonders begabte Schüler aufmerksam gemacht worden war. „Meine Leistungsfächer sind Literatur und Geschichte, Mathematik habe ich nur im Nebenfach“, so der junge Gründer. „Ich habe keinen technologischen Hintergrund und habe mich trotzdem entschieden, bei dem Wettbewerb mitzumachen, weil ich mal den Schulalltag hinter mir lassen wollte.“ 

Am Tag zuvor war im Unterricht über rücksichtsloses Verhalten gesprochen worden, und die Lehrerin hatte die Schüler darum gebeten, sich vorzustellen, wie es wäre, jemand anderer zu sein. „Einer der Schüler fragte sie, wie sie sich vorstellt, dass er das tun könnte“, erzählt er, „und das hat beinahe den Unterricht gesprengt.“ Für den Wettbewerb hat Neiger die provozierende Frage seines Mitschülers in ein Startup verwandelt – und belegte damit den ersten Platz. 

„Zu Beginn des Wettbewerbs“, erzählt er, „kamen Leute von Google, die uns über virtuelle Realität und über einfache und günstige Brillen aus Karton erzählt haben, die es ermöglichen, Filme anzuschauen, die auf dieser Technologie basieren. Danach habe ich mich entschieden, virtuelle Realität einzusetzen, um es Schülern zu ermöglichen, Dinge aus der Perspektive von jemand anderem zu sehen.“ Er hat einen etwa fünfminütigen Film produziert, der Ereignisse aus dem Schulalltag aus der Perspektive eines Mädchens zeigt. Der Preis, den er verliehen bekommen hat, ist ein Stipendium für einen Gründer-Kurs an der Universität Tel Aviv. „Ich habe dort vier Monate die Grundlagen des Startups studiert, wie man eine Idee entwickelt und verwirklicht“, erzählt er. „Es haben noch zehn Leute mitgemacht, und der Nächstältere war zehn Jahre älter als ich.“ 

Der Kurs ging vor etwa einem Monat zu Ende, und im Anschluss wendeten sich verschiedene Organisationen an Neiger, die Interesse an seinem Projekt hatten und es Investoren vorstellten. „Das Projekt hat globales Potential“, erklärt er. „Es gibt Probleme, die gibt es einfach überall, wie zum Beispiel den Gender-Aspekt und das Bewusstsein für Diversität. Es gibt auch andere Themen, die nur für bestimmte Regionen interessant sind, so wie z.B. der israelisch-palästinensische Konflikt im Nahen Osten, wo man austesten könnte, wie es ist, Araber oder Jude zu sein. In den USA könnte man dasselbe mit Schwarzen und Weißen machen.“ 

Das Projekt erhält bereits Finanzierung durch das Bildungsministerium für die Produktion eines professionellen Films und einer Modellunterrichtsstunde. „Meine Idee ist es, Filme zu produzieren, die die Botschaft rüberbringen und für Schüler gemacht sind. Während des Films sieht jeder Schüler den Film über seine Brille, und danach kann der Lehrer die Situation gemeinsam mit den Schülern analysieren.“ 

Den Anderen zu akzeptieren, das ist ein Thema, das Neiger von zu Hause vertraut ist: Sein Vater, Professor Motti Neider, ist Dekan der Fakultät für Medienwissenschaften am akademischen College in Netanya, und seine Mutter, Einat Krantz-Neiger, ist Gleichstellungsbeauftragte im Außenministerium und Beraterin des Staatsministers für Gleichstellung. Die ersten Schuljahre hat Yair Neiger an der bilingualen Schule in Jerusalem verbracht, anschließend lebte er einige Jahre in Madrid, dort war seine Mutter stellvertretende Botschafterin. 

„Es war ein sehr wichtiges Erlebnis“, sagt Neiger über die Jahre in Spanien, “das mir einen Blick auf das Recht auf die kulturelle Vielfalt verschafft hat, die es dort gibt. In den Pausen habe ich mit meinen Freunden aus der ganzen Welt gespielt. Ich bin auch mit den Schulkameraden aus der bilingualen Schule in Kontakt geblieben. Ich habe viele arabische Freunde aus den Dörfern um Jerusalem herum, und wenn ich sie besuche, gibt es Menschen, die fragen, warum ich das tue.“ 

Mit seinem Projekt möchte Yair Neiger etwas in den Köpfen der Menschen verändern. Bei sexistischen oder rassistischen Übergriffen nicht nur zuzuschauen, das fänden er und seine Freunde wichtig. „Aber es geht nicht nur um’s Reden. Mit dem Virtuelle-Realität-Projekt möchte ich solche Phänomene bekämpfen. All dies kann man durch Erziehung bekämpfen.“ 

 

 


Xnet - Foto: (Image courtesy of Graphics Mouse at FreeDigitalPhotos.net)


Sonntag, 12 Februar 2017





Gender-Problematik? Das ist eine künstliche Problematik, die von Ideologen erzeugt wurde. Und Google-Marketing-Leute waren in der Schule auch schon da. Aha. Das Projekt bedient also z.B. verschiedene Themen der Sozialpropaganda mit Hilfe der im Moment wieder populären VR-Technologie. Ich kann mir vorstellen, daß es einige Leute gibt, die das ganz furchtbar toll finden. Vor allem gewisse Farben-Politiker und ideologische Kreise. Für mich gibt es Mann und Frau. Damit hatte ich noch nie Probleme. Dafür brauche ich keine VR-Brille. Wenn ich einen anderen Menschen besser kennenlernen möchte, dann ist es immer noch am besten, mich mit diesem Menschen persönlich zu treffen. Der direkte zwischenmenschliche Kontakt ist durch nichts zu übertreffen.

@1Abraxas: "...daß es einige Leute gibt, die das ganz furchtbar toll finden."...Gäähn...ich auch...um was gehts denn da eigentlich?

@2 steve Ach nee Steve, Du findest Gender toll? das haut mich um, wie konnte ich mich nur so lange irren.

@3pp: moinpp. biste besoffen? ☺

@4 steve Gähn.. ich auch/wenn falsch vestanden gilt besoffen natürlichz.