Nach Veröffentlichung eines antisemitischen UN-Papiers: Halbherziger Schritt

Nach Veröffentlichung eines antisemitischen UN-Papiers:

Halbherziger Schritt


Nach der Veröffentlichung eines Berichts, der schon in seinem Titel Israel »Apartheid« vorwarf, ist Rima Khalaf von ihrem Posten als Vorsitzende der Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Westasien (ESCWA) zurückgetreten. Die Jordanierin will mit ihrem Schritt gegen die Forderung des UN-Generalsekretär António Guterres protestieren, den Bericht zurückzuziehen.

Halbherziger Schritt

Nachdem es am Mittwoch offenbar ohne Absprache mit anderen Gremien der Vereinten Nationen publiziert worden war, hatten sich Israel und die Vereinigten Staaten gegen das Pamphlet gewandt, das mit Richard Falk und Virginia Tilley zwei einschlägig qualifizierte »Experten« für die ESCWA verfaßt hatten. Darauf fühlte António Guterres sich übergangen und intervenierte seinerseits.

 

Mit dem Verschwinden des »Israelische Praktiken gegenüber dem palästinensischen Volk und die Frage der Apartheid: Palästina und die israelische Besatzung, Ausgabe Nr. 1« betitelten Berichts von der Website der ESCWA und dem Rücktritt Rima Khalafs sollte die Affäre freilich nicht beendet sein, zeigen sie doch nur auf, was auch anderswo in der UN-Organisation nötig wäre.

 

So blieben etwa skandalöse Erklärungen der UNESCO bislang folgenlos, die israelische Hauptstadt Jerusalem sei ausschließlich islamisches Kulturerbe. Und auch der UN-»Menschenrechtsrat« hat seine obsessive Dauerbeschäftigung mit Israel noch längst nicht aufgegeben. Zudem erschreckt die Tatsache, daß gegen den ESCWA-Bericht mit Israel und den USA ganze zwei Staaten protestierten.

 

Die Vereinten Nationen haben über 190 Mitglieder, doch nur zwei wollten mit dem antisemitischen Dokument nichts zu tun haben, darunter das verleumdete Land. Wo waren all die »Verbündeten« Israels, als am Mittwoch der Antisemitismus der ESCWA gerade auch ihnen eigentlich abverlangte, für zivilisatorische Selbstverständlichkeiten einzutreten? Ihr Schweigen ist eine Schande.

 

 

tw_24


Samstag, 18 März 2017





Das ist einfach nur peinlich für Europa und DE aber wer kein Rückgrat mehr hat....


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