Stellungnahme zu den Wahlbetrugsvorwürfen gegen den Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Stellungnahme zu den Wahlbetrugsvorwürfen gegen den Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin


Zu den Wahlbetrugsvorwürfen gegen den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin erklärt der Zentralrat der Juden in Deutschland:

Die Sommerferien in Berlin gehen zu Ende, und der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Gideon Joffe, ist aus dem Urlaub zurückgekehrt. Leider hat er bislang entgegen seiner Ankündigung nichts dafür getan, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe im Zusammenhang mit den Gemeindewahlen zu entkräften und das Vertrauen in den Vorstand wiederherzustellen.

 

Aus der Presse ist zu entnehmen, dass bereits vier Strafanzeigen gegen den Gemeindevorstand im Zusammenhang mit den Manipulationsvorwürfen bei den Gemeindewahlen erstattet wurden. Es ist schon jetzt ein Schaden für die Jüdische Gemeinde zu Berlin und die jüdische Gemeinschaft in Deutschland entstanden.

 

Es liegt nun am Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, im anhängigen Verfahren vor dem Schiedsgericht beim Zentralrat der Juden transparent und kooperativ an der Aufklärung der Vorwürfe zur Wahlmanipulation mitzuwirken.

Um weiteren Schaden von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und von der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland insgesamt abzuwenden, appellieren wir noch einmal dringlich an den Gemeindevorstand, zur Aufklärung der Vorgänge unverzüglich beizutragen. Der Zentralrat der Juden legt den Vertretern der Gemeinde nahe, bis zur abschließenden Klärung des Sachverhalts ihre Ämter in den Gremien des Zentralrats ruhen zu lassen.

 

 

 

Foto: Synagoge Oranienburger Straße in Berlin (Foto: Ansgar Koreng / , via Wikimedia Commons)


Donnerstag, 01 September 2016





Ein Sonnenkönig ist immer der Meinung: Wenn es mir gutgeht geht es auch dem Volk gut. Vom Kollareralschaden in der Etappe bemerkt er gar nichts.