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Israel / Nahost

Hamas blockiert Hilfslieferung in den Gaza-Streifen

Die Hamas-Organisation weigert sich die Güter ins Land zu lassen, die von dem türkischen Schiff Mavi Marmara stammen. Nach einer Kontrolle durch israelische Behörden sind die Waren auf dem Landweg nach Gaza transportiert worden - wo sie jetzt an der Grenze blockiert werden.

Nach der Übernahme des Schiffes durch die israelische Marine wurden die Waren im Hafen von Aschdod gelöscht und in 20 Lastwagen verladen. Die radikal-islamische Hamas, die den Gaza-Streifen beherrscht, lässt den Transport aber nicht in den Gazastreifen einreisen.

Dass es bei dem „Hilfstransport“ der „Friedensschiffe“ nicht um eine humanitäre Angelegenheit, sondern um eine politische und propagandistische Aktion handelte, war bereits im Vorfeld ersichtlich: Tag für Tag kommen unter israelischer Koordination 100 Lastwagen mit Hilfsgütern in den Gazastreifen. Das sind jede Woche 10000 Tonnen.

Die unter enormem internationalen medialem Interesse mit den „Friedensschiffen“ transportierten Waren sind also gerade einmal ein Fünftel dessen, was jeden Tag unter Mithilfe israelischer Behörden in den Gazastreifen geliefert wird. Ein Teil der Waren ist zudem untauglich, wie etwa die abgelaufenen Medikamente.

Die „Deutsch-Israelische Gesellschaft“ (DIG) hat Israel ihre Solidarität bekundet und darauf hingewiesen, dass Israel seit Wochen angeboten hatte, „die Waren der ‚Hilfsflotte’ ins Land zu lassen – über den Hafen von Aschdod. Von der deutschen Politik erwarte man, dass die Freundschaft und Solidarität mit Israel in einer solchen Konfliktsituation unter Beweis gestellt und nicht nur in ‚Sonntagsreden’ beschworen und beteuert werde.

Dass die Aktion „Free Gaza“ nie zum Ziel hatte Hilfsgüter in den Gazastreifen zu transportieren ist auch die Überzeugung des deutschen reformjüdischen Arzenu-Vereines. Es sei den Organisatoren vielmehr darum gegangen „Israel zu provozieren und Handlungen zu erwirken, die medientauglich gegen Israel eingesetzt werden können“. Im Zeitalter der Massenmedien „braucht es keine Waffen mehr, um einen Staat sturmreif zu schiessen“.

3.06.2010


03.06.2010


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