Thomas von der Osten-Sacken: Die Linken und Ghaddafi - Kein Blut für Öl!

Thomas von der Osten-Sacken:

Die Linken und Ghaddafi - Kein Blut für Öl!




Roland Etzel und seine Sozialistische Tagesszeitung bleiben sich treu. So wirft er Israel heute vor, dass man dort den “Regierungswechsel in Libanon (…) alles andere als (mit) gutnachbarlichen Worten kommentiert” habe, sich also anders als beim “Neuen Deutschland” nicht darüber habe begeistern können, dass eine vom Iran finanzierte und bis an die Zähne hochgerüstete Terrortruppe, deren erklärtes Ziel die Vernichtung des jüdischen Staates ist, nun noch mehr Macht hat als zuvor. Das ist fast schon ein sanktionsfähiges Vergehen, warum man auch in diesen Tagen nicht vergessen sollte, wo die eigentlichen Schurken sitzen:

 

Die EU sollte nicht so tun, als lägen die Gründe, sich um die Mittelmeerregion zu sorgen, allein in Libyen.

 

Im Gegenteil: in Libyen sollte jetzt schnellstmöglich Ruhe einkehren, damit man sich endlich wieder ungestört mit israel befassen kann. Findet in einer anderen sozialistischen Tageszeitung auch der große karibische Führer , dem der jüdische Staat ein ebenso großes Hindernis auf dem Weg zum Frieden ist.

 

Aber Castro treibt noch eine ganz andere Frage um:

 

Eine militärische Intervention in Libyen wäre nichts Befremdliches. (…) Was wird die Reaktion der arabischen und moslemischen Welt sein, wenn in diesem Land mit diesem Abenteuer viel Blut vergossen wird?Wird eine Intervention der NATO in Libyen die in Ägypten entfesselte revolutionäre Welle aufhalten?

 

Nein seit einigen Tagen schauen sie kein Al Jazeera mehr, das scheint neuerdings auch zu den Massenmedien des Imperiums zu gehören. Denn dort fordert so in etwa jeder Araber, der befragt wird, eine schnellstmögliche Intervention, um den Terror Ghaddafis zu stoppen.

 

Immerhin ein konsistenter Narrativ der Sozialisten des 21. Jahrhunderts zeichnet sich jetzt ab: Um die Revolution in Ägypten zu stoppen, interveniert die Nato in Libyen und vergießt für Öl mal wieder ganz viel Blut. Dann nämlich hat die Friedensbewegung endlich auch wieder einen Grund auf die Straße zu gehen.

 

WADIblog / Foto: „Während seines Besuches in der DDR 1978 überreicht der Generalsekretär des Allgemeinen Volkskongresses der Großen Sozialistischen Libyschen Arabischen Volksjamahiriya, Muammar el Ghaddafi, einen Mantel der libyschen Nationaltracht als Geschenk.“

 

Links zum Thema:

 

Artikel im "Neuen Deutschland"

Fidel Castro in der "jungen Welt"

 


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Samstag, 26 Februar 2011