Süddeutsche entschuldigtt sich und gelobt Besserung

Süddeutsche entschuldigtt sich und gelobt Besserung




Am 4. Juli veröffentlichte der SZblog der Süddeutschen Zeitung ein Stement aus der Feder von Kurt Kister, aus dem wir nachfolgend zitieren: "Die Kritik an und die Empörung über die Illustration auf der Seite "Das Politische Buch" vom 2. Juli sind beträchtlich. Wie wir bereits in der Süddeutschen Zeitung und auf Süddeutsche.de geschrieben haben, bedauern wir die Verwendung dieser Illustration. Sie war der missglückte Versuch, mit den Mitteln der Karikatur darzustellen, wie der Staat Israel von seinen Feinden gezeichnet wird.". Selbstkritisch heißt es weiter: "Diese Intention aber wurde nicht deutlich, auch weil auf der Zeichnung zwar ein gehörntes Monster mit Messer und Gabel zu sehen ist, nicht aber der Zusammenhang hergestellt wird, dass es dabei um die Symbolisierung der Anti-Israel-Klischees geht. Im Gegenteil: Die Illustration lässt auch den Schluss zu, dass hier Israel als Monster gezeigt werden soll. " Abschließend heisst es: "Wir bedauern sehr, dass wir diesen Fehler gemacht haben. Und wir bitten jene, die wir dadurch verärgert oder verletzt haben, um Entschuldigung. Zu Letzteren gehört auch der Illustrator Ernst Kahl, dessen Zeichnung in diesem Kontext verwendet wurde, obwohl sie eigentlich für eine Koch-Kolumne angefertigt worden war. Wir werden sehr darauf achten, dass sich ein solcher Fehler nicht wiederholt." Mit dem Statement hat die SZ zumindest die intellektuelle Größe und das ethische Verantwortungsbewusstsein gezeigt, die bei produzenten und verbreitern antisemitischer Hasskarrikaturen im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit einer "Debatte" um Judentum und jüdische Traditionen nicht zu finden ist.


Autor: fischerde
Bild Quelle:


Mittwoch, 10 Juli 2013