Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie: Akzeptanz ohne Aber

Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie:

Akzeptanz ohne Aber




Politisch und gesellschaftlich für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt eintreten

(15.05.2015) Am Sonntag, den 17. Mai, begehen wir den Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie. Dazu erklärt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Vor 25 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel gestrichen. Homosexualität gilt seitdem offiziell nicht mehr als Krankheit. Trotzdem gehören auch in Deutschland Homo- und Transphobie noch zum Alltag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LSBT). In der vergangenen Woche hat ILGA Europe seine aktualisierte Liste über die rechtliche Situation von LSBT in den einzelnen Ländern Europas vorgelegt. Deutschland fällt jedes Jahr in dieser Liste weiter zurück. Und diese Entwicklung hat einen klaren Grund.

Seitdem die Unionsparteien die Taktgeber in der Bundesregierung sind, erleben wir eine Zeit der politischen Blockade. Zudem erleben wir den Versuch eines gesellschaftlichen Rollbacks. Pegida, „besorgte Eltern“, die AFD, religiöse Fanatiker und Teile der Medien machen offen Front gegen ein selbstbestimmtes und sichtbares Leben von LSBT. Minderheiten werden von ihnen mit minderwertig gleichgesetzt. Gesellschaftliche Vielfalt ist eine gelebte Realität. Sie muss aber auch akzeptierte und sichtbare Realität in unserem Land werden. Allen Menschen und damit auch LSBT sollten ein selbstbestimmtes, gleichberechtigtes Leben in einer vielfältigen, freien, offenen und demokratischen Gesellschaft führen können.

Der (wieder) ansteigenden Homo- und Transphobie muss daher politisch und gesellschaftlich wirksam entgegen getreten werden. Dazu muss die Bundesregierung einen nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie erstellen und dessen Umsetzung aktiv vorantreiben. Die schulische Beschäftigung mit LSBT ist ebenfalls ein fundamentaler Bestandteil von Demokratie- und Menschenrechtsbildung. Sowohl in Unterrichtsinhalten, Lernmitteln als auch im Schulalltag muss deutlich werden: LSBT sind Teil der gesellschaftlichen Vielfalt, sie sind gleichwertig und gleichberechtigt. Daher müssen in allen Bundesländern Bildungspläne für eine Pädagogik der Vielfalt verankert werden, die LSBT ausdrücklich benennen.

Die Zwei-Klassen-Gesellschaft bei Ehe und Familie muss beendet werden. Die Liebe zwischen zwei Männern oder zwei Frauen ist nicht weniger Wert als die Liebe zwischen Mann und Frau. Regenbogenfamilien sind nicht weniger Wert als andere Familienformen. Deshalb braucht es keine zwei Gesetze für die gleiche Sache. Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist längst überfällig!

 

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Autor: joerg
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Samstag, 16 Mai 2015






Wieso MÜSSEN in allen Bundesländern ..............? Wieso müssen die "Anderen" das Lernen/Erfahren was eine Minderheit betrifft? Das diese Minderheit das Recht darauf hat "Anders" zu sein ist unbestritten aber war es nicht so, dass es "Religionsunterricht" für alle gab und dann der Lehrplan geändert wurde und jede Familie entscheiden konnte ob ihr Kind das hört oder nicht? Ihr setzt die "Anderen" genau in die Ecke aus der ihr Euch gerade befreit habt, das spricht nicht unbedingt für Euer Demokratieverständnis, es spricht auch nicht für Euer Verständnis des Umganges mit Minderheiten, die "Angst" der "Anderen" ist durchaus verständlich.

@pp.: haste recht. Das soll jetzt nicht abwertigeg klingen, aber warum macht eine verschwindent geringe Menge der "Anderen" so ein Gedöns um ihre Privatangelegenheit. Und dazu zähle nun mal sexuelle Neigungen. Merke: Alle sexuellen Varianten und Neigungen sind nur Farbtupfer auf der Farbpalette. Die Farbpalette aber ist und bleibt hetero. Obs Euch passt oder nicht.

@ steve @ pp: Gehts noch? Ich denke die Schule soll die Kinder auf das reale Leben vorbereiten - dazu gehört, falls ihr es noch nicht mitbekommen habt, auch das es eben Schwule, Juden, Lesben, Behinderte gibt. Das man das nicht unbedingt den Eltern oder gar Großeltern alleine überlassen kann, erklärt sich von selber. Und Schwule und Lesben sind eine Minderheit (zwischen 5 und 10 Prozent). Ja und, weiter? Eurer Logik folgend, dürfte man dann auch Juden und/oder Israel nicht als Thema im Unterricht oder in der Gesellschaft haben.

@3 christa Minderheiten leiden (fast) immer unter Ängsten, also auch Du? Wer hat gesagt, dass in der Schule keine Information über LSBT vermittelt werden soll? Natürlich soll informiert werden, aber wie ist es mit Religionsunterricht, soll der auch grundsätzlich erteilt werden? Nur damit Du den Sinn des Kommentars verstehst.

@ pp: Nein, ich bin nicht direkt betroffen. Aber ich muss ja auch keine Jüdin sein, damit ich gegen Antisemitismus sein kann. Und ja, ich habe meine Kinder zum Religionsunterricht angemeldet.

@5 christa Genau das meinte ich, "Kinder angemeldet", dagegen ist ja auch nichts zu sagen, wenn es im diskutierten Fall auch so wäre, prima, soll es ja abe nicht sein. Jeder, der eine dem Mainstream entgegengesetzte Meinung vertritt ist betroffen und das ist für eine Demokratie nicht tragbar, selbst wenn eine Minderheit dies vertritt.

moin pp. @3/@5 = w.z.e.w.* gääähn.....*was zu erwarten war

Tja, mein lieber pp, da wir uns mit der "sexuellen Vielfalt" nicht so richtig arrangieren können ist, laut Manuela Schwesig, kein Platz mehr für uns in dieser/unserer Gesellschaft; "Manuela Schwesig: "Für Homo- und Transphobie ist in unserer Gesellschaft kein Platz!"" http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung,did=215970.html?view=renderPrint Herr im Himmel, was wird diese Frau noch für Bolzen kucken lassen....moins....

@7 steve Naja man kann nicht erwarten, dass ein jeder versteht. was man meint. Aber trotzdem: Herzlöich willkommen im Kreis der Frühaufsteher.

@9pp: "...im Kreis der Frühaufsteher." Is wegen dem BSP. Irgendwie muss doch die M.Schwesig gelöhnt werden für ihr Gelabere.☺

Und wo willst Du dann hin, steve? In Israel ist auch kein Platz für Homophobie. Wie wäre es denn mit Gaza, Nordkorea oder dem Iran?

@11 samuel: Was soll den der Blödsinn!! Wer hat denn gesagt das ich weg will. großes Kopfschüttel....OMG...und wer hat gesagt das ich homophob bin? Habt ihr schon alle Verfolgungswahn...moins...

@11 Samuel Na Samuel empfiehlst Du das den äthiopischen Juden auch?