Jetzt wissen wir, wen wir in Sachen Iran glauben koennen…

Jetzt wissen wir, wen wir in Sachen Iran glauben koennen…




von von David Horovitz., Times of Israel

Die Obama Regierung behauptete, dass Israel die Vereinbarung mit den Ayatollahs falsch wiedergegeben habe. Aber die Genfer Berichte beweisen, dass Israels Besorgnisse zutreffend waren.

Mein Kommentar vom 9. Februar unterbreitete den Vorschlag, dass Oppositionsführer Isaac Herzog am 3. März an der Seite des Premierministers Benjamin Netanyahu auftreten solle, um “ihre gemeinsame Überzeugung zu unterstreichen, dass das Regime in Teheran nicht beschwichtigt werden kann, sondern dass diesem der Weg versperrt werden muss.”

Am Montagabend, nachdem aus Genf Einzelheiten der heraufziehenden Vereinbarung der USA mit dem Iran ans Licht kamen, hat Israels angesehenster Nahost Kommentator Ehud Ya’ari auf Kanal2 exakt denselben Vorschlag unterbreitet. Die angekündigte Vereinbarung sei so problematisch, deutete Ya’ari auf Kanal2 an, dass beide führenden Wettbewerber für die Wahl am 17. März, Netanyahu und Herzog, ihre Meinungsverschiedenheiten beiseite legen müssten, um den US-Gesetzgebern klar und unmissverständlich die Notwendigkeit zu vermitteln, dass Israel die Abwehr einer derartigen Vereinbarung parteiübergreifend und allgemein als Notwendigkeit betrachtet.

Nachdem anonyme Jerusalemer Quellen in den vergangenen Wochen israelischen Reportern gegenüber die Bedingungen der Vereinbarung mitgeteilt hatten, behaupteten verschiedene Sprecher der Obama Regierung, dass die Netanyahu Regierung aus engstirnigen politischen Zwecken die Einzelheiten der Vereinbarung falsch wiedergeben würde. Sie spotteten, dass Israel nicht wirklich wissen würde, was die Bedingungen seien. Sie gaben damit zu — was für einen Staat wie die USA höchst erstaunlich ist, deren Schlüsselverbündeter im Nahen Osten vom Iran unaufhörlich mit Zerstörung bedroht wird — dass die Obama Regierung Jerusalem nicht alle wichtigen Details der Iran Gespräche mitteilt.

Und jetzt stellt sich zudem heraus, dass die von Associated Press (AP) am Montag aus Genf berichteten Bedingungen der Vereinbarung präzise dieselben sind, die in den vergangenen Wochen von israelischen Quellen übermittelt wurden; präzise dieselben, über die die Obama Regierung gespottet hatte. Im Kern geht es darum, dass dem Iran gestattet werden soll, 6.500 Zentrifugen in Gang zu halten, und dass es eine abschließende Klausel gibt, die in 10 bis 15 Jahren ein Ende der störenden Inspektionen vorsieht.

Tatsächlich sind einige der Bedingungen der Vereinbarungen, die AP wiedergibt, sogar noch Besorgnis erregender als diejenigen, die in Jerusalem bisher bekannt gegeben wurden: “Es läuft darauf hinaus, dass der Iran für gutes Verhalten während der letzten Jahre der Vereinbarung belohnt werden soll,” sagt AP, “wobei die Beschränkungen des Programms zur Urananreicherung schrittweise aufgehoben werden und die wirtschaftlichen Sanktionen allmählich abgemildert werden.” Hinsichtlich des iranischen Raketenentwicklungsprogramms — der potentiellen Angriffssysteme — gibt es keinen Hinweis auf geplante Beschränkungen.

Ya’ari betonte in seinem TV Kommentar am Montagabend, dass das Abkommen dazu führen könnte, dass der Iran weiter ermutigt wird, seinen Einfluss in der gesamten Region zu erweitern, und er bemerkte, dass die Isolierung des Irans, sogar durch Israels Schlüsselverbündete, bereits ungewiss geworden sei. Selbst die entschieden pro-israelische Außenministerin Australiens, Julie Bishop, hat einen bevorstehenden Besuch in Teheran angekündigt — der erste australische Außenminister in einem Jahrzehnt, der diese Reise antritt.

Ya’ari stellte weiterhin fest, dass die Internationale Atomenergiebehörde klargemacht hat, dass ihr die Mittel fehlen, wirksam die Art Nuklearprogramm zu überprüfen, die dem Iran bei dem sich abzeichnenden Abkommen zugestanden wird — mit anderen Worten, dass sie nicht in der Lage sind, sicherzustellen, dass der Iran den Westen nicht täuscht, wie in der Vergangenheit geschehen.

Bei solchen Abkommen liegt das Problem im allgemeinen im Detail. Hier aber insbesondere auch in den Prinzipien — und zwar dem Prinzip, dass die P5+1 Staaten dabei sind, den Iran als ein nukleares Schwellenland zu legitimieren. Von dort ist es ein kurzer und leichter Weg zur Bombe, wobei sich der Iran sehr wohl dessen bewusst ist, dass der Internationalen Gemeinschaft der Wille fehlt, diese zu stoppen.

Die Obama Regierung möchte offensichtlich gern glauben, dass die Ayatollahs 10-15 Jahre von jetzt an nicht mehr an der Macht sind. Dass der Iran dann eine andere politische Führung hat, und dass die Drohung des, wie Netanyahu wiederholt sagte “gefährlichsten Regimes der Welt, das die gefährlichste Waffe der Welt bekommen möchte” vorüber sein wird.

Aber, wenn das Abkommen, das jetzt Gestalt annimmt, letztlich zustande kommt, werden die Chancen, das gegenwärtige Regime von innen oder von außen wirksam einzudämmen, drastisch verringert. Tatsächlich wird dieses Abkommen dazu beitragen, die Macht der Ayatollahs zu festigen, was für Israel, für die relativ modernen arabischen Staaten und für die freie Welt schlimme Konsequenzen haben wird.

Es versteht sich von selbst, dass die Entwicklungen in Genf, Netanyahus Entschlossenheit vor dem US Kongress am Dienstag vor dieser Entwicklung zu warnen, verstärkt haben. Außerdem ist noch deutlicher geworden, warum die Obama Regierung so sehr bestrebt war, seine Motive in Frage zu stellen und seine Besorgnisse in Misskredit zu bringen.

Mein Kommentar vom 9. Februar hatte die Überschrift: “Wem sollen wir wegen des Iran glauben: Obama oder Netanyahu?” Ich denke, das wissen wir jetzt.

NACHTRAG / VERWANDTER HINWEIS:

Es wird gerade von Israelfeinden verbreitet, dass der boese Netanjahu ganz fies und geheim die Sache mit der Congress-Rede hinter dem Ruecken des weissen Hauses ausgeheckt haette. Hier mal ein paar sachliche Betrachtungen der Fakten (leider nur auf Englisch):

 

Übersetzt von Renate für unseren Partnerblog Aro1.com 

 

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Autor: joerg
Bild Quelle:


Dienstag, 03 Mrz 2015






Der Iran soll fr "gutes Verhalten" belohnt werden. Welches "gute Verhalten" mgen die Macher da meinen? Werden weniger Todesurteile im Iran verhngt? werden inhaftierte Oppositionspolitiker freigelassen? werden weniger Christen oder andere "Andersglubige" (z.B. Bahai) verfolgt? Hat der Iran seine Meinung ber die Zerstrung Israels gendert? Nein, natrlich nicht, wieso dann das gemosere von Obama, ist der DUMM? Nein, nur was will er denn dann?

@1pp: "..nur was will er denn dann?" Steht im Koran....☺☺

1 pp genau, das frag ich mich auch, was will Obama denn dann? Steckt vielleicht sogar eine Absicht Obamas dahinter? Der Mann ist nicht glaubwrdig

Alles Macht Sinn, wenn Obama Moslem ist. Was das "End"-ziel des Islam ist und auf welche unterschiedlichen Arten dieses erreicht wird (die verschiedenen Arten des Dschihad), sollte eigentlich zwischenzeitlich jeder wissen.

@2 Steve Meinst Du die Stelle mit dem Paradies oder mit der Bestrafung fr Michtmoslems?

@5pp:..grins..kannst Dir was aussuchen..☺☺☺




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