Iran und die Einknicker: Komplizen

Iran und die Einknicker:

Komplizen




Noch gibt es nicht einmal ihn, den mancherorts befürchteten “bad deal” der P5+1-Staaten mit dem Regime der Islamischen Republik. Noch gilt, daß Teheran nicht vertrauenswürdig ist, nennt es sein Atomprogramm “friedlich”, findet sich kein Statement der IAEO, das den Mullahs uneingeschränkte Zusammenarbeit bescheinigt und Wahrheitswillen.

Noch schätzt US-Präsident Barack Hussein Obama die Chancen auf den Abschluß eines Abkommens als eher gering ein, wenn er erklärt, “I would say that it’s probably still more likely than not that Iran doesn’t get to yes””, und noch betont sein Außenminister John Kerry nach jeder Gesprächsrunde, “that significant gaps [..] remained in the talks”.

Dabei ist es nicht so, daß die P5+1, die fünf ständigen Mitglieder eines UN-Sicherheitsrats, der die eigenen Beschlüsse freilich nicht mehr ernst nimmt, und Deutschland, nicht wollten. Sie scheinen tatsächlich um jeden Preis bemüht, ein Abkommen beliebigen Inhalts mit der klerikalen Tyrannei zu schließen, wie ihre zunehmend gereizten Reaktionen auf Kritik belegen.

Ob das Weiße Haus Benjamin Netanjahu beschimpft oder der deutsche Außenministerdarsteller Frank-Walter Steinmeier die Unterstützer eines Offenen Briefs herablassend belehrt, “es wäre schon ohne den Brief der 47 schwierig genug gewesen [,] es ist noch etwas schwieriger geworden”, noch sind sie es, die nichts vorzuweisen haben. Gar nichts.

Und doch arbeiten sie offenbar bereits mit einigem Elan daran, das Mullah-Regime wieder in ihrem Kreis aufzunehmen: “Major world powers have quietly begun talks on a UN Security Council resolution to lift UN sanctions on Iran”. Weder hat Teheran Kompromißbereitschaft signalisiert noch Glaubwürdigkeit bewiesen, doch schon wird mit der “Normalisierung” begonnen.

Wer angesichts solcher Seriosität im Umgang mit einem Regime, das sich doch offen zu seiner Absicht einer “völligen Vernichtung” Israels bekennt, noch über Benjamin Netanjahus laute Sorge um eben dieses Israel klagt, dessen nicht nur moralischer Kompaß bedarf einer so nachhaltigen wie gründlichen Nachjustierung.

 

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Autor: joerg
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Montag, 16 März 2015









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