Die „Friedensbewegten“ und Syrien: Glaubwürdigkeit

Die „Friedensbewegten“ und Syrien:

Glaubwürdigkeit




“Eine kurze Atempause vor dem Angriff auf Assads Syrien!” jubelt ein Wiener Drecksblatt, dem entgangen ist, daß “Assads Syrien” täglich um sich schießt und beschossen wird; “Hands off Syria!” krakeelt, was sich “Friedensbewegung” schimpft und damit nicht den Einsatz iranischer Revolutionsgarden und der Hisbollah in dem Land meint.

Peinlich verhalten aber auch die, gegen die “Völkerrechtler”, “Experten” und eben “Friedensbewegte” nun wieder zahlreich auftreten, sich: “I want to make clear that the options that we are considering are not about regime change”, läßt Barack Hussein Obama ausrichten, es gehe nur um eine “Antwort” auf den Einsatz chemischer Waffen.

100.000 Tote, mehrere Millionen Menschen auf der Flucht – eigentlich gibt es genügend Gründe, allen am Konflikt Beteiligten wegzubomben, was über Besteck aus Kunststoff hinausgeht. Doch der Regierung in Washington geht es nicht darum, sondern bloß um eine “Strafaktion”, mit der – vielleicht – ihre Glaubwürdigkeit wiederhergestellt werden könnte.

Vor einem Jahr hatte Barack Hussein Obama den Einsatz chemischer Waffen als “rote Linie” bezeichnet, deren Überschreiten er nicht dulden werde. Nun, da kaum mehr Zweifel an einem solchen Einsatz bestehen, steckt Washington in der Tat in einer Zwickmühle. “If the world’s pre-eminent nation [..] draws a ‘red line’ [..] it must be prepared to enforce its will.”

Doch “Erziehungsmaßnahmen”, die mit einer Bestandsgarantie für das Regime in Damaskus verbunden werden, sind angesichts der Folgen, die mit ihnen heraufbeschworen werden könnten, schlicht überflüssig. Denn ganz unabhängig davon, wie ein westliches Eingreifen in Syrien auch aussehen mag – Israel wird damit ins Visier für eine Antwort geraten.

Die Hisbollah verfügt über 70.000 Raketen, die sie unter den Augen der UNIFIL anhäufen konnte, über im Krieg in Syrien “qualifizierte” Kämpfer. Bashar al-Assad könnte sich auch versucht fühlen, eine Neuauflage der Nakba Day-Angriffe auf Israels Grenzen im Golan zu wagen. So oder so: Der ohnehin schon beeinträchtigte Alltag in Israel würde empfindlich gestört werden.

Wenn jedoch mit dem Leben der Bevölkerung Israels gespielt wird, sollte wenigstens der potentielle Gewinn zum Risiko passen. Und das ist gewiß nicht der Fall, will Barack Hussein Obama nur seine Glaubwürdigkeit wiederherstellen. Es muß, es kann nicht nur um “Konsequenzen” gehen, die Bashar al-Assad locker wird aussitzen können.

Nur dann besteht Aussicht auf relative Sicherheit und Ruhe, richtete ein militärisches Eingreifen sich ebenso gegen Teheran wie Damaskus, gegen Hisbollah wie Jihadisten in Syrien. Da wie dort ist ein regime change so überfällig wie eine nachhaltige Entwaffnung und Entmachtung islamistischer und sonstiger krimineller Gangs.

Das ist mit ein paar “Strafaktionen”, die niemanden treffen und nichts ändern sollen, nicht zu haben. Echte Glaubwürdigkeit könnte Barack Hussein Obama beweisen, ließe er sich von seinem Versprechen leiten, “the United States will do what we must to prevent Iran from obtaining a nuclear weapon”. Alles andere ist verantwortungslos.

 

tw_24 - Foto: Familienclan als Herrscherschicht: Die al-Assads in Syrien (Foto: By Unbekannt [Public domain ], via Wikimedia Commons)

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Samstag, 31 August 2013






"the United States will do what we must to prevent Iran from obtaining a nuclear weapon” Und warum gibt er dann den Mullahs nicht eins auf den Deckel? Ich weis das klingt blöd, war aber mein erster Gedanke beim lesen.