Yesh Atid besteht auf gleichgeschlechtliche Ehe

Yesh Atid besteht auf gleichgeschlechtliche Ehe




Die Mitte-Rechts-Partei Yesh Atid von Finanzminister Yair Lapid, die bei den letzten Knessetwahlen aus dem Stand zweitstärkste Partei wurde und zusammen mit dem konservativen Likud von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und der rechtszionistischen Partei Bayit Jehudi von Industrieminister Naftali Bennett sowie einer kleinen Zentrumspartei die Regierungskoalition bildet, hat jedem Versuch der oppositionellen Ultraorthodoxen, an der Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften im Steuer-, Versorgungs- und Adoptionsrecht etwas zu ändern, eine deutliche Absage erteilt. Zugleich fordert Yesh Atid erneut das Ende des Eheschließungsmonopols bei Rabbinern und die Einführung der reinen Zivilehe als gleichberechtigte Alternative - bei dieser Forderung erhält Yesh Atid die Unterstützung auch von Bayit Jehudi. Nach dem Ende der Befreiung von ultraorthodoxen Jeshiva-Studenten vom Wehrdienst und der massiven Kürzungen der staatlichen Zuschüsse für die Ultraorthodoxen, bleiben Yesh Atid und Bayit Jehudi weiter in der Offensive beim nachhaltigen Abbau der Privilegien für Ultraorthodoxe. Damit haben die rechtszionistischen Parteien in weniger als einem halben Jahr nach den Parlamentswahlen für den Abbau der ultraorthodoxen Privilegien und der Sicherung der Gleichstellung homosexueller Ehen erreicht, als linkszionistische Kleinparteien in den loetzten 10, 16 Jahren. Der Kleinpartei Meretz bleibt auch in der aktuellen Debatte wieder nur der Schmollwinkel übrig.


Autor: fischerde
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Sonntag, 16 Juni 2013