Nachrichtenmanipulation: tagesschau.de und die eigenwillige Darstellung der Realität

Nachrichtenmanipulation:

tagesschau.de und die eigenwillige Darstellung der Realität


tagesschau.de und die eigenwillige Darstellung der Realität

Wenn es um den Nahost-Konflikt im allgemeinen und um Israel im besonderen geht , scheint es bei manchen Medien zum guten Ton zu gehören, die Parameter journalistischer Ethik über Bord zu werfen. Das Zerrbild vom ewigen Sündenbock Israel, der immer und an allem schuld sein soll, muss bedient werden.

Verwundert es da, wenn man in der israelischen Öffentlichkeit ausländische Medien kritisch beäugt und ihnen vorwirft, Israel zu dämonisieren? Zu oft schon wurde und werden gefakte Bilder aus der AgitProp-Schmiede Pallywood überrnommen und den Lesern oder Zuschauern als "bare Münze" vorgegaukelt.

Eine beliebte Methode der Manipulation ist das weglassen wichtiger Details - es wird irgendwie nicht direkt "gelogen", es wird halt "nicht alles" berichtet.

Am gestrigen Montag mittag lieferte tagesschau.de, der Online-Auftritt der wichtigsten deutschen Fernsehnachrichtensendung, fast schon ein Paradebeispiel für diese Praxis. Sie befasste sich mit den Unruhen auf dem jüdischen Tempelberg in der israelischen Hauptstadt Jerusalem. „Nach neuerlichen Unruhen auf dem Tempelberg in Jerusalem hat die israelische Polizei die Al-Aksa-Moschee geschlossen.“ Von wem diese Unruhen ausgingen, verschweigt tagesschau.de jedoch. Die Deutsche Presseagentur, die alle wichtigen Medien in Deutschland mit Nachrichten versorgt, meldete dazu: „Mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Flaschen haben Dutzende maskierter Jugendlicher auf dem Tempelberg in Jerusalem israelische Polizisten attackiert. Die Beamten begleiteten jüdische Pilger, die das umstrittene Heiligtum zum Auftakt des Laubhüttenfestes besuchten.“ Zu ergänzen ist: Die gewalttätigen jugendlichen Islamisten griffen die Polizeibeamten und die Zivilisten auch mit Brandbomben an - aus der "Al Aqsa-Moschee" heraus. Bei früheren Polizeirazzien in der "Moschee" - die immer und ausschließlich Reaktionen auf die Gewaltorgien fanatisierter Islamisten waren - wurden in der "Moschee" regelrechte Waffenlager gefunden.

tagesschau.de "informiert" weiter: „Damit wolle man Juden, die das Laubhüttenfest begehen wollten, ungehinderten Zugang zum Tempelberg verschaffen, erklärte die Polizei.“ Was die Tagesschau verschweigt: Zuvor hatte die Polizei vier Tage lang das gesamte Tempelberg-Areal für alle Juden gesperrt, damit die Muslime ungestört ihr Opferfest feiern konnten.

Auch wenn es um historische Fakten geht, wird es bei tagesschau.de wunderlich: „Grundlage des Konflikts ist, dass Muslime die Anhöhe des Tempelbergs als den Ort verehren, von dem aus der Prophet Mohammed zum Himmel aufgefahren sein soll. Juden hingegen halten den Tempelberg für den Standort des ersten jüdischen Tempels und fordern dessen Neuerrichtung.“ Hier verlässt die Tagesschau vollends den Boden der Objektivität. Nicht nur die Juden halten den Tempelberg für den Standort des jüdischen Tempels, sondern nahezu alle seriösen nichtmuslimischen Geschichtswissenschaftler, die archäologische Funde und die schriftlichen Berichte dazu ausgewertet haben.

Nachrichten oder politisch motivierte Agitation? Reportage oder Märchen aus 1001 Nacht?

 

Izi Aharon - Foto: tagesschau-Schriftzug (Screenshot)

 

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Autor: joerg
Bild Quelle:


Dienstag, 29 September 2015

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