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»Keine Handhabe«: Das gute Gewissen Münchens

»Keine Handhabe«: Das gute Gewissen Münchens


Trotz einschlägiger Tiraden auf Facebook, sieht man in München, der selbsternannten Weltstadt mit Herz, keine Handhabe gegen einen sogenannten Israelkritiker der besonderen Art.

Befragt man die Suchmaschine, die das gesamte Internet kennt, nach »Niels Helow«, liefert die als erstes oder prominentes Suchergebnis einenFacebook-Beitrag des Gesuchten, der der Künstlerin Nina Hagen erklärt, »dass es seit über 60 Jahren Not, Elend und Besatzung in Palästina gibt«, und mit der Forderung endet, »setze ein Zeichen gegen die Unterdrückung der Palästinenser«.

»Neben Roger Waters gibt es eine Menge Künstler, die Auftritte in Israel verweigern. Ich halte das für nicht unbedingt die beste Idee, denn besser wäre es, wenn man auf dem Konzert Stellung beziehen würde.«

Auch wenn dies also kein ausdrücklicher Aufruf ist, Israel zu boykottieren, verrät die Formulierung »seit über 60 Jahren«, daß ihr Autor nicht eben einverstanden ist mit der Existenz des jüdischen Staates, der 1948 wiedergegründet wurde. Klagt Niels Helow über eine »Besatzung in Palästina«, dann meint er nicht jene, die es seit 1967 gibt, denn die ist keine fünf Jahrzehnte alt.

Trotzdem schon eine oberflächliche Recherche hätte ausreichen können, herauszufinden, welche Ansichten Niels Helow vertritt, verteidigte die Stadt München bis zuletzt ihre Entscheidung, eine Veranstaltung mit dem Aktivisten der weltweit aktiven BDS-Bewegung durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten zu unterstützen. Es sei »lediglich ein Vortrag und kein Boykott-Aufruf geplant«.

Das vor zehn Jahren von dem in Katar geborenen und in Ägypten aufgewachsenen Omar Barghouti gegründete extremistische BDS Movement gibt vor, mit ökonomischen, kulturellen und wissenschaftlichen Boykotten Israels »palästinensische« Interessen zu vertreten. Tatsächlich aber beschreiben Anhänger der Bewegung ihr Ziel deutlicher: »BDS Protesters Threaten to Kill Jews«.

Man kann über diese Bewegung informieren, vielleicht sogar kontroversüber sie diskutieren. Wer jedoch allein einem ihrer Aktivisten das Podiumüberläßt, kann weder das eine noch das andere vorhaben oder erwarten. Niemand käme auf den Gedanken, etwa vom Repräsentanten einer Sekte neutral über sie informiert zu werden – mit Ausnahme offenbar des offiziellen München.

War es vielleicht wegen technischer Probleme nicht zu eigener Recherche in der Lage, so mangelte es doch nicht an Offenen BriefenWarnungen undVerurteilungen der mit Niels Helow geplanten Veranstaltung. Der Oberbürgermeister der bayerischen Hauptstadt, der Sozialdemokrat Dieter Reiter, hat sie alle ignoriert, zurückgewiesen und sich feige hinter seinem Kulturreferat versteckt.

Wo er hätte Stellung beziehen können und müssen, hat der Politiker damit auch und gerade der Verleumdung Israels und gewaltbereitem Antisemitismus einen Erfolg beschert. Lädt der gleiche Dieter Reiter am Montag zum »Tag des Gedenkens an den 9. November 1938« und plant er aus diesem Anlaß eine Ansprache, sollte man – auch als Mitveranstalter – dieser Farce fernbleiben.

 

tw_24 - Foto: "Palästinensischer" Hassagitator - er wird sich über "Solidarität" freuen ...

 

Zu juristischen/völkerrechtlichen Aspekten:

 

„Israeli Apartheid?“-Woche bei haOlam.de:


Autor: joerg
Bild Quelle:


Sonntag, 08 November 2015









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