`Unbequeme´ Opfer?

`Unbequeme´ Opfer?


Strichjungen und homosexuelle Jugendverfhrer im KZ Sachsenhausen

Am Sonntag, dem 14. April 2019, wird in der Gedenkstätte Sachsenhausen eine Gedenkstunde für die homosexuellen Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen abgehalten. Im Fokus der Veranstaltung stehen in diesem Jahr zwei soziale Gruppen, die im offiziellen Gedenken bislang häufig ausgeblendet wurden: Die sogenannten ‚Strichjungen‘ und die ‚homosexuellen Jugendverführer‘. Der Historiker Dr. Alexander Zinn, Mitglied des Internationalen Beirats der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, wird in seiner Rede anhand einiger Beispiele aufzeigen, wie prekär der Status gerade dieser Gruppen war, auf die die Verfolgungspolitik der Nationalsozialisten besonders fokussiert war.

Die Feier, die im Rahmen des Gedenkens anlässlich des 74. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen stattfindet, wird vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e. V. ausgerichtet. Sie beginnt um 14.15 Uhr am ehemaligen Block 14. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, an der Gedenktafel für die homosexuellen Häftlinge Kränze und Blumen niederzulegen.

  Gedenkstätte Sachsenhausen, Sonntag, 14. April 2019, Ort: Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg
  14.00 Uhr, Haupttor: Begrüßung durch Dr. Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
  14.15 Uhr, ehem. Block 14: Gedenkfeier für die homosexuellen Häftlinge,
   Ansprache: Dr. Alexander Zinn
  15.00 Uhr: Kranzniederlegung im Zellenbauhof - Tafel für die homosexuellen
   Opfer
  15.30 Uhr: Zentrale Gedenkfeier

 


Autor: LSVD
Bild Quelle:


Montag, 04 Mrz 2019