Grenze ohne Frieden

Grenze ohne Frieden


Die Bewohner der benachbarten israelischen Kibbuzim warnen auch in Zeiten relativer Ruhe vor Sorglosigkeit und Nachlässigkeit gegenüber der Raketen- und Angriffsgefahr aus Gaza.

Von Oliver Vrankovic
Adele Raemer lebt seit fast 45 Jahren im Kibbuz Nirim an der Grenze zum Gazastreifen. Bis zum Ausbruch der ersten Intifada (1987) ging Adele nach Gaza zum Einkaufen und an den Strand. Sie war eine Befürworterin des israelischen Abzugs aus dem Gazastreifen 2005. Doch der von ihr erhoffte Frieden mit ihren „palästinensischen“ Nachbarn blieb aus. Adele beschreibt ihr Leben im Umland von Gaza als 95 % Himmel und 5 % Hölle. Vom Sicherheitszaun des Kibbuz sieht man die Moschee von Abasan Al-Kabira. Die Felder des Kibbuz reichen bis genau an den Grenzzaun. Die Einrichtungen für Kinder in Nirim sind von einem dicken Betonmantel eingekleidet, der sie bombensicher macht.


Autor: Jüdische Rundschau
Bild Quelle: Screenshot Jüdische Rundschau


Sonntag, 24 März 2019