Nach Verkehrsunfällen: Gaffern die Handys entziehen

Nach Verkehrsunfällen: Gaffern die Handys entziehen


Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert ein härteres Vorgehen gegen filmende und fotografierende Gaffer an Unglücksstellen.

Die Forderung stellte die DPolG Verkehrskommission bei einer Pressekonferenz am 29. Mai 2019 in München der Öffentlichkeit vor. Stefan Pfeiffer, Mitglied der Kommission und Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Feucht (Bayern), hatte bei einer medial breit diskutierten Aktion Tage zuvor mehrere Gaffer nach einem Verkehrsunfall auf der Autobahn zur Rede gestellt ("Wollen Sie den Toten sehen?") und dafür zahlreiche positive Reaktionen bekommen.

 "Wenn man das Handy einzieht, ist das ein Denkzettel, der nachhaltig wirken kann." sagte der Vorsitzende der DPolG Verkehrskommission, Wolfgang Blindenbacher. „Der vom Bundesrat bereits im März 2018 eingebrachte Gesetzentwurf zur effektiven Bekämpfung von Gaffern muss endlich vom Bundestag umgesetzt werden, da der Schutzbereich des bisherigen § 201a StGB (Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen) diesem Phänomen nicht gerecht wird“, forderte überdies Rainer Nachtigall, Vorsitzender der DPolG Bayern vor den Pressevertretern. "Diese pietätlose und menschenverachtende Sensationsgier behindert nicht nur die Einsatzkräfte der Polizei, Rettungsdienste, Feuerwehr und THW, sondern bringt eine erhebliche Missachtung der Persönlichkeitsrechte der verstorbenen oder verletzten Unglücksopfer zum Ausdruck." 

Weitere Forderungen der DPolG Verkehrskommission sind u.a.:
•    Schaffung einer europaeinheitlichen Regelung zur Bildung einer Rettungsgasse, 
•    Ausnutzung der vorhandenen technischen Möglichkeiten der Lkw-Notbremsassistenzsysteme, 
•    Schnellstmögliche Einführung der Halterhaftung
•    Schaffung der personellen, technischen und infrastrukturellen Voraussetzungen für qualifizierte Lkw- und Buskontrollen. 
 


Autor: DPolG
Bild Quelle:


Mittwoch, 29 Mai 2019









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