Yes, we have no bananas

Yes, we have no bananas


Wochenlang wurde den betroffenen Bevölkerungsgruppen in Aussicht gestellt, dass sie sich ab dem 28. Januar einen Impf-Termin geben lassen können - und dann passierte: nichts. Hat denn niemand mehr die Absicht, eine Impfung durchzuführen?

Yes, we have no bananas

Von Ramiro Fulano

Meine Damen und Herren, allmählich sollte sich die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass wir in Deutschland in den letzten zwei Monaten sowohl von der EU als auch von der Bundesregierung für blöd verkauft wurden. Es gibt keine Impfdosen - zumindest offiziell - um wenigstens die über 80-jährigen gegen Covid-19 zu impfen. Und im bedauerlichen Gegensatz zu unseren lieben Politikerinnen jederlei Geschlechts können alte Menschen tatsächlich an den Folgen einer Covid-19-Infektion sterben.

Allerdings heißt es zumindest in Gerüchten, die Kanzlerin (CDU) säße auf ein paar Millionen BioNTech-Dosen, die solange nicht verimpft werden dürfen, wie es Frau Dr. Marxels Busenfreundin Helga, äh: Ursula von der Leyen aus Gründen der „Europäischen Solidarität“ nicht in den Kram passt. Das große Impf-Debakel mutet inzwischen wie eine Folge aus der Besetztes-Frankreich-Comedy der BBC, „Âllo, Âllo“ an - nur wer spielt Herrn Flick von der Gestapo?

Zumindest in Niedersachsen waren am „Stichtag, 28. Januar“ die Impfzentren bereits ab 8 Uhr morgens „ohne Impfstoff“. Eine Terminvergabe war weder per Telefon noch per Internet möglich - obwohl genau das den Steuerzahlern wochenlang so versprochen wurde. Wer der Landesregierung geglaubt hat, war natürlich selbst schuld. Nachdem sich die Beamten und Politiker (m/w/d) reihum gegenseitig immunisiert hatten, war wahrscheinlich kein Impfstoff mehr übrig. An irgendwas müssen die alten Leute eben sterben, nicht wahr, liebe Landesregierung?

Und jetzt mal im Ernst: Die Schuld für dieses völlige Versagen trifft natürlich nicht allein die Intelligenz-Senke am Waterloo-Platz (aka Niedersächsisches Innenministerium), sondern vor allem die EU. Denn, wie wir seit Mittwoch letzter Woche einem Interview mit Astra-Zeneca-Vorstand Soriot in der „Welt“ entnehmen können, trug es sich folgendermaßen zu:

Die Brüsseler Beamtendiktatur, angeführt von Frau Kikerikitis, äh: Karyakides (aus Griechenland, diesem Muster an Transparenz und Inkorruptierbarkeit) wollte bereits im Juni Bundesgesundheitsminister Spahn eine Bestellung von Impfdosen in ausreichender Zahl verbieten. Ja, ganz richtig: unter Strafandrohung untersagen. Herr Spahn trabte daraufhin zu seiner direkten Vorgesetzten, Frau Dr. Marxel, und die stellte sich schützend vor die EU-Entscheidung. Mit dem Ergebnis, dass Spahn seine Order erst im August platzierte - zusammen mit der EU. Vor allem aber drei Monate, nachdem das Vereinigte Königreich bereits bestellt hatte.

Herr Spahn hat natürlich nur Befehle befolgt.

Das ist derselbe Herr Spahn, der nun zum zweiten Mal in zwei Monaten durch die Fernsehkanäle eiert und erzählt, uns stünden „zehn schwere Wochen bevor“. Wie oft will er das eigentlich noch erzählen? Wer soll ihm das jetzt, nach wochenlanger Lügerei auf EU- und Bundesebene, überhaupt noch glauben? Sagt doch einfach „in Kürze gibt es wieder Impfstoff“ - das hieß es doch auch in der DDR immer, wenn die realsozialistische Mangelverwaltung ihr Gorgonenhaupt erblicken ließ. Den Spruch kennt Deutschlands beliebteste Anti-Deutsche, Frau Dr. Marxel, doch noch von früher. Doch gemach: Mit Frau Doktors Kurs im Impf-Desaster - der weitere zehntausende älterer Leute das Leben kosten wird - sind in Umfragen 49% der Befragten einverstanden. Wo ist das Problem?

Schluss mit lustig. Zurück zur Frage „was ist schief gegangen“. Jeder, der schon mal in einer Gastwirtschaft war, weiß: Wenn ich mein Wiener Schnitzel eine halbe Stunde später als alle anderen bestelle, werde ich auch erst eine halbe Stunde später beliefert. Vielleicht war auch Frau Karies-, äh: Karyakides von der EU (nicht von der Gestapo) schon mal in einem Lokal und hat sich dort etwas zu essen bestellt. Nun ist ein Covid-19-Impfstoff zwar etwas schwieriger zu produzieren als ein gebratenes Scheibchen paniertes Kalbfleisch, aber das Prinzip bleibt dasselbe: Wer zuerst kommt, malt zuerst. Dieser intellektuell schlichte Grundsatz ist natürlich zu simpel für den EU-Apparat. Man und frau muss wahrscheinlich lange studiert haben, um so blöd zu werden, dass es für einen Job in Brüssel reicht.

Mit dem Ergebnis, dass die EU am Freitag dem britisch-schwedischen Konzern Astra-Zeneca den Export seiner Produkte nach Brexit-Britannien untersagte. Sodass nun also das Leben einer Oma in Northeim oder Nanterre um den Preis des Lebens einer Oma in Norwich oder Nuneaton ergaunert werden kann. Das wirkt auf mich nicht wirklich menschenwürdig. Und nicht, dass das rechtens wäre. Was die EU vorhat, um ihr selbstverschuldetes Impf-Problem zu lösen (auf Kosten Dritter natürlich), ist zumindest Diebstahl, wenn nicht Raub. Aber so ist es. Guy Verhofstadt wird uns wahrscheinlich irgendwann erklären, das seien die „Europäischen Werte“.

Und es ist ein bisschen so als wenn man als Letzter in ein Restaurant kommt und - weil man keine Lust hat, zu warten, während ringsum schon gespeist wird - anfängt, den anderen Leuten das Essen vom Teller zu klauen. Oder den Kücheneingang verbarrikadiert, bis man an sein Fresschen kommt. Es ist wie bei den Tieren - fressen oder gefressen werden. Nicht schön, nicht rechtens und ein Beweis für ein symptomatisch irregeleitetes Verständnis von Deins und Meins. Und somit exakt das Niveau von „Mehr Europa!“.

In Großbritannien werden inzwischen bis zu 250 Menschen pro Minute (ja, pro Minute) gegen Corona geimpft. An drei Tagen immunisierte der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) dort mehr Menschen als Deutschlands Erbfreund Frankreich im ganzen Monat Januar. Inzwischen sind rund acht Millionen Britinnen und Briten gegen Covid-19 geimpft - knapp 12 Prozent der Bevölkerung, vor allem aus der Altersgruppe über 80 Jahre. Die britische Impfquote ist sechsmal so gut, wie die deutsche. Nächste Woche beginnt der NHS mit der Impfung der über 70-jährigen. HMG geht derweil davon aus, den Lockdown in circa fünf Wochen lockern zu können. Einreisebeschränkungen gegen Katastrophengebiete wie die EU bleiben natürlich in Kraft. Germany wird - wenn es so weiter geht wie bisher - bis September knapp 15% der Bevölkerung geimpft haben. Und auch das nur dann, wenn Frau Karyakides (von der EU, nicht von der Gestapo) nichts dagegen hat.

Der eigentliche Skandal besteht natürlich darin, dass an den Aktionen der EU bereits genug Menschen gestorben sind, ohne dass das irgendwelche Folgen für die Verantwortlichen hatte. Allen voran für Helga, äh Ursula. Frau VDL. Jede Infektion und jeder Todesfall seit Anfang Dezember geht hauptsächlich auf das natürlich nicht vorhandene Gewissen der Brüsseler Beamtendiktatur. Inzwischen sind es allein in Deutschland ein paar zehntausend Menschen, die Tode sterben, die vermutlich zu vermeiden wären, wenn Frau Kokolores, äh: Karyakides nicht für die Angleichung der Lebensumstände in der EU gesorgt hätte - selbstverständlich nach unten. Im entwickelten Sozialismus pendelt sich der Durchschnitt nun mal auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner ein. Für die sozial gerechte Verteilung des Risikos, an den Folgen von Covid-19 zu sterben, können wir der EU und der Bundeskanzlerin (CDU) noch für viele Jahre dankbar sein, meine Damen und Herren.

Doch das ist wie gesagt nicht der einzige Skandal. Hinzu kommt natürlich auch noch das völlige Unrechtsbewusstsein des Ein-Euro-Imperiums. Die Eurokraten in Brüssel sind niemandem Rechenschaft schuldig, nicht einmal sich selbst. Sie können verbrechen, was sie wollen - ihnen passiert nichts. Was unter anderen Umständen als Vergehen an der Menschheit bezeichnet worden wäre, wird von der EU-Politik mit Durchhalteparolen durchgewunken. Wäre das Impf-Desaster nicht der EU, sondern den USA oder (Gott bewahre) Israel passiert, hätte die in Krautland veröffentlichte Meinung wochenlang nicht ihren Hosenstall zugekriegt vor Katastrophengeilheit und Schadenfreude. Aber zehntausende älterer Herrschaften beißen zu früh ins Gras? Dafür können sie aus Sicht der Brüsseler Beamtendiktatur vermutlich auch noch froh sein, weil sie so trotz ihres hohen Alters noch etwas für „Mehr Europa!“ tun durften.

Die EU sieht die Verantwortung für anderer Leute Leben natürlich nicht bei sich: Die Schuld an ihrem Impf-Versagen trägt aus ihrer Sicht „der Hersteller“. Na, wie praktisch. Ist doch toll, wenn’s an den anderen liegt…

Der Hersteller indes, das geht aus dem bereits erwähnten Soriot-Interview ebenfalls hervor, hatte die trüben Tassen aus Brüssel bereits in den Vertragsgesprächen darauf hingewiesen, dass sie erst drei Monate später beliefert werden, wenn sie zu spät bestellen - „Europäische Solidarität“ hin oder her. Das fiel bei der EU nicht nur auf taube Ohren, sondern man hörte dort anscheinend das, was man hören wollte. Indes, Astra-Zeneca hat, so deren Vorstand, keinerlei schriftliche Terminzusagen gemacht, sondern lediglich in Aussicht gestellt, dass man „sein Bestes“ geben werde. Davon will man bei der EU jetzt natürlich nichts mehr wissen. Und machte flugs die Verträge öffentlich - nachdem man die entscheidenden Stellen geschwärzt hatte: Alle Passagen, die die EU so blöd aussehen lassen, wie sie ist, wurden von Herrn Flick von der EU vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht.

Zudem verspricht die EU öffentlich, die einzige realistische Hoffnung auf ein zumindest absehbares Ende der Corona-Krise vor den Kadi zu zerren. Als ob man auch nur ein einziges Leben dadurch retten könnte, dass man Astra-Zeneca „verklagt“. Ich könnte es verstehen, wenn dieses und andere Unternehmen sich nach diesem Erlebnis in naher Zukunft zu einer Verlagerung ihrer Produktionsstandorte ins Nicht-EU-Ausland entschließen. Âllo, Âllo?

Das Problem ist leider, dass die EU nicht in dem Morast versinkt, den sie sich selbst geschaffen hat. Sondern dass sie zunächst mal andere, unschuldige Dritte, das Leben kostet: Das Vereinigte Königreich soll nicht mehr mit Impfstoff beliefert werden. Und in der EU wird weiter für „Europäische Werte“ ins Gras gebissen, statt diesen Skandal aufzuklären. Der Freilandversuch EU, und das ist das erschütternde, aber keineswegs überraschende Fazit, verläuft nicht anders als jedes andere Experiment mit dem nationalen oder internationalen Sozialismus: als Kulturkatastrophe in Zeitlupe. Legt diesen Verbrechern endlich das Handwerk.


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: Archiv


Sonntag, 31 Januar 2021

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