ARD-Sender fälschen Bilder – wie einst Stalinisten in der UdSSR

ARD-Sender fälschen Bilder – wie einst Stalinisten in der UdSSR


Als Stalinisten in der Sowjetunion und in der DDR herrschten, wurden dort häufig Fotos oder Filmaufnahmen für die Öffentlichkeit aus politischen Gründen so stark retuschiert, dass die präsentierten Aufnahmen mit der Realität nur noch wenig zu tun hatten.

ARD-Sender fälschen Bilder – wie einst Stalinisten in der UdSSR

Von Manfred W. Black

Dass heute auch Fernsehsender der ARD bisweilen zu ähnlichen Manipulations-Methoden neigen, hätte man vor Jahrzehnten nicht für möglich gehalten.

Es gibt einige – auch aktuelle – Beispiele dafür, dass sich ebenfalls deutsche TV-Anstalten neuerdings zu arg manipulierenden Retuschier-Arbeiten hinreißen lassen, die die Seriosität insgesamt der öffentlich-rechtlichen Sender in Frage stellen.

MDR ist Mehrfach-Täter

Wie PI-NEWS bereits berichtete sorgte in diesem Zusammenhang der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) zuletzt für Schlagzeilen. Anlässlich der Anklageerhebung gegen die arabischen Clan-Gangster, die aus dem Grünen Gewölbe in Dresden Diamanten und Brillanten im Wert von 113 Millionen Euro geraubt hatten, sendete der MDR ein Interview mit einem Staatsanwalt, der in mehrere Mikrofon-Windschütze sprach. Auf diesen waren weit sichtbar die Logos der jeweiligen Medien zu sehen. Ein Windschutz gehörte der Bild-Zeitung, das Logo war für niemanden zu übersehen.

Der Hass auf die eher konservative Bild-Zeitung muss beim MDR grenzenlos sein: Als der ostdeutsche Sender den Beitrag sendete, hatte man das Bild-Logo sorgfältig und vollständig wegretuschiert, nur die rote Grundfarbe war noch erhalten geblieben. Eine unglaubliche Manipulation – „für eine Nachrichtenredaktion ein absolutes No-Go“ (Peter Bartels in PI-NEWS).

Schon 2020 war bei einer MDR-Fernsehsendung eine gravierende Bild-Manipulation bekannt geworden. Bei einem Bericht über eine Demonstration in Dresden ist im Februar 2020 auf einem Hintergrund-Foto für eine Moderation der Hitler-Attentäter Georg Elser von einem Transparent vollständig entfernt worden. Damals berichtete auch der Spiegel über den Skandal.

Auch RBB und BR: Bild-Schwindel

Bei einem ähnlichen Schwindel ist kürzlich ebenfalls der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) erwischt worden. Das Berliner Dritte TV-Programm machte, so hieß es, eine Umfrage zum Thema Radfahren. Hier durfte „ein Bürger“, der TV-wirksam einen Rad-Sturzhelm trug, aus seiner Sicht ausgiebig die Tatsache rühmen, dass es durch eine neue grüne Verkehrspolitik immer mehr Push-Up-Radwege in der Hauptstadt gibt.

Angeblich hatte dieser „Passant“ – dessen Name wohlweislich nicht genannt wurde – zufällig auf dem Boulevard flaniert, als er vom Fernsehen angesprochen wurde.

Was der Sender allerdings tunlichst verschwieg: Dieser – nur scheinbar nach dem Zufallsprinzip ausgewählte – „Bürger“ heißt in Wirklichkeit Georg Kössler, er sitzt für die Partei Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus und ist dort umweltpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Dieser grüne Politiker durfte also für sich selbst und seine Partei „anonym“ im Sender RBB ausführlich Reklame machen. Eine gravierende Irreführung. Deswegen sah sich sogar der linke Berliner Tagesspiegel veranlasst, darüber zu berichten.

Wer visuell fälscht, manipuliert auch Texte

Aber es gibt noch weitere Beispiele. 2005 etwa brachte der Bayerische Rundfunk (BR) ein Bild von Angela Merkel, die damals gerade Gast der Wagner-Festspiele in Bayreuth war und mit einem Arm den Passanten fröhlich zuwinkte.

Auf der Original-Aufnahme konnte man allerdings unter dem erhobenen Arm der Kanzlerin einen hässlichen, größeren Schweiß-Fleck erblicken. Auf dem vom BR dann präsentierten Online-Foto war der Fleck jedoch vollständig verschwunden, man hatte ihn – in vorauseilendem Gehorsam – elektronisch wegradiert.

Medienexperten wissen: Wer visuell fälscht, manipuliert auch massiv Texte. Schon deswegen, weil politisch einseitige Berichterstattungen bei weitem nicht so schnell ins Auge fallen.

Methoden diktatorischer Systeme

Solche und noch viel schlimmere, üble Praktiken einer krass manipulierenden Berichterstattung gehörten früher zu den Agitprop-Methoden etwa stalinistischer Herrschaftssysteme in der Sowjetunion oder in der DDR. Ähnliche Verfahrensweisen gab es auch in der totalitären NS-Diktatur.

Viele heutige, jüngere Redakteure haben diese Art von Medien-Fälschungen etwa in der Zeit des kommunistischen Ostblocks gar nicht mehr erlebt. Und wissen womöglich nicht, dass diese argen Manipulationen meist ein klares Kennzeichen sind von diktatorischen Systemen.

Solche Jung-„Journalisten“ sollten einmal die Bücher von George Orwell („1984“ oder „Animal Farm“) lesen; dann wüssten sie, wie leicht Medien-Macher zu üblen Handlangern von Diktatoren werden können.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Asif Masimov, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons


Mittwoch, 08 September 2021

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