Zweierlei Maß: Terror in London, aber kein Terror in Jerusalem?

Zweierlei Maß:

Terror in London, aber kein Terror in Jerusalem?


London erlebte kürzlich einen Vorfall, der den vielen palästinensischen Messerattacken auf Israelis während der letzten paar Monate ähnelte.

Ein Angreifer, auf dessen Handy man später Material fand, das mit Syrien und dem weltweiten Terror in Verbindung stand, stach an einer Londoner U-Bahn-Station auf Passanten ein, während er “das ist für Syrien, meine muslimischen Brüder” schrie.

Soweit es die britischen Sicherheitskräfte betrifft, war dies ein Terrorakt eines radikalisierten Individuums. Tatsächlich stellt “Mail Online” von der Daily Mail in der Schlagzeile und im Eröffnungssatz klar, dass es sich um Terrorismus handelt.



Vergleicht Obiges bitte mit einer Story über eine terroristische Messerattacke in Jerusalem, die nur Stunden später veröffentlicht wurde.

 

In Schlagzeile und Text steht das Wort Terrorist in Anführungszeichen, um klarzustellen, dass diese Bezeichnung des palästinensischen Angreifers aus irgendeinem Grund in Frage steht.

Mittlerweile ist völlig klar, dass diese Attacke in Jerusalem die jüngste in einer Welle aus palästinensischem Terrorismus war, die sich gegen israelische Zivilisten und Soldaten richtet.

Für Mail Online (und andere) scheint es jedoch unterschiedliche Standards zu geben, wenn es darum geht, was Terrorismus überhaupt ist. Sind Briten die Opfer, ist es unzweifelhaft Terrorismus. Sind Israelis die Opfer oder Palästinenser die Täter, dann steht das alles in Frage.

Das ist nur ein weiteres Beispiel für den heimtückischen Doppelstandard in den Medien, wenn es um Israel-Berichterstattung geht.

 

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Dienstag, 15 Dezember 2015