Französische Polizei verhaftet Frau wegen eines als antisemitisch eingestuften Plakats bei COVID-19-Protest

Französische Polizei verhaftet Frau wegen eines als antisemitisch eingestuften Plakats bei COVID-19-Protest


Frankreichs Inneres Min. Gérald Darmanin sagt, das Plakat der Frau sei "verwerflich", nennt Antisemitismus "eine Straftat, keine Meinung".

Französische Polizei verhaftet Frau wegen eines als antisemitisch eingestuften Plakats bei COVID-19-Protest

Die Polizei in Frankreich hat eine Frau festgenommen, weil sie bei einer Demonstration gegen COVID-19-Notfallmaßnahmen ein allgemein als antisemitisch eingestuftes Schild trug.

Cassandre Fristot, ein Aktivist der rechtsextremen Partei National Rally, hielt bei der Kundgebung am Samstag in Metz ein braunes Pappplakat hoch, auf dem der französische Präsident Emmanuel Macron und mehrere bekannte jüdische Personen als „Verräter“ verurteilt wurden.

Fristot, die ihre Bewerbung für einen Gemeinderat 2012 auf dem Ticket für die Nationale Rallye verloren hat, wird verdächtigt, Judenhass zu schüren, berichtete Le Monde am Montag.


Auf dem Poster stand auch die Frage „Aber wer?“. mit einem der mit Teufelshörnern verzierten Buchstaben. Als Verräter wurden mehrere Politiker und Geschäftsleute aufgeführt, die jüdisch sind oder jüdische Wurzeln haben, darunter der ehemalige Premierminister Laurent Fabius, die ehemalige Gesundheitsministerin Agnès Buzyn, der Regierungssprecher Gabriel Attal, George Soros und der Philosoph Bernard-Henri Levy.

Die Kundgebung protestierte gegen die Einführung eines COVID-19-Impfstoffpasses, der an vielen öffentlichen Orten als Zulassungsvoraussetzung verwendet werden soll.

Antisemitische Rhetorik bei Protesten gegen die Pandemie war an der Tagesordnung, aber das Bild von Fristot mit der französischen Flagge im Hintergrund ging in den sozialen Medien viral und löste scharfe Verurteilungen von Frankreichs Spitzenpolitikern aus.

„Dieses Plakat ist verwerflich“, schrieb Innenminister Gérald Darmanin auf Twitter. „Antisemitismus ist eine Straftat, keine Meinung, und solche Äußerungen werden nicht ungestraft bleiben.“


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot twitter


Mittwoch, 11 August 2021

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