Der tote Palästinenser der New York Times

Der tote Palästinenser der New York Times




von Pesach Benson, HonestReporting, 11. Juni 2015

Journalisten neigen dazu, übermittelte Nachrichtentexte als “Pulp” zu sehen. Entweder editiert man das Material auf die Länge, die man braucht, oder man kopiert Teile davon in eigene Texte (natürlich mit entsprechender Quellennennung).

Lokale Blätter nutzen die Berichte anders, also schnipseln sich die Journalisten die Schlagzeilen so zurecht, dass sie in den zur Verfügung stehenden Raum ihrer Druckausgaben passen. Online sind Raumbeschränkungen jedoch völlig anders.

Und das bringt mich zur New York Times.

Während des IDF-Einsatzes in Jenin töteten Soldaten einen Palästinenser, der ein IED (improvisierter explosiver Apparat) in der Hand hielt. Die New York Times veröffentlichte eine beschnittene Version eines längeren Reuters-Berichts. Weder habe ich ein Problem mit dem Reuters-Text noch mit der Art und Weise, in der die Times ihn zu einem knappen, 98 Wörter langen Absatz zusammenschnitt.

Aber die Schlagzeile der Times lässt mich am Kopf kratzen.

Hier die ursprüngliche Reuters-Schlagzeile:

Israelische Truppen auf Westjordanland-Streifzug töten Hamas-Mann - es heißt, er habe eine Bombe gehabt

Israelische Truppen auf Westjordanland-Einsatz töten Hamas-Mann – es heißt, er habe eine Bombe gehabt

Vergleichen Sie das mit der Schlagzeile der Times:

Westjordanland: Palästinenser getötet

Westjordanland: Palästinenser getötet

Wenn Sie wie die meisten nur die Schlagzeilen überfliegen, ohne die ganzen Artikel zu lesen, kämen Sie auf den Gedanken, Israel sei ein Monster.

Ich hoffe, die noch knapperen Schlagzeilen der Times für Apple Watches sind differenzierter als das.

 

Medien BackSpin

 

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Autor: joerg
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