Die palästinensische Art der Kriegsführung: Der Rückkehrmarsch im Gazastreifen

Die palästinensische Art der Kriegsführung:

Der Rückkehrmarsch im Gazastreifen


Alle palstinensischen Gebilde und Organisationen von der PLO und der PA bis zu den Fraktionen von Hamas, Islamischem Jihad und den Salafistengruppen haben lange danach gestrebt israelische Juden zu tten oder zu verstmmeln und ihr Eigentum zu beschdigen oder zu zerstren. Der Rckkehrmarsch im Gazastreifen, die jngste palstinensische Innovation, ist hnlich dazu gedacht zu Blutvergieen zu fhren. Hoffentlich wird Israel in der Lage sein die Veranstaltung zunichte zu machen und israelisches sowie Leben zu retten.

von Prof. Hillel Frisch, BESA Center Pespectives Paper Nr. 782

 

Seit die Fatah am 1. Januar 1965 ihren ersten Sabotageakt gegen eine Pipeline der nationalen Wasserleitung verübte, hat die neu aufgekommene palästinensische Nationalbewegung einen ständigen Krieg gegen Israel geführt.

 

Auf dem grundlegendsten Level haben die Palästinenser und andere seit Jahrzehnten ständig darauf gedrängt – und zwar alle palästinensischen Gebilde und Organisationen, von der PLO und der PA bis zu allen Fraktionen wie der Hamas, dem Islamischen Jihad und den Salafistenorganisationen – israelische Juden zu töten oder zu verstümmeln und ihr Eigentum zu beschädigten oder es zu zerstören.

 

Diese verschiedenen Organisationen sind nur bezüglich der Taktiken unterschiedlicher Meinung, wie diese Ziele zu erreichen sind.

 

Mahmud Abbas, der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde (oder Palästinenserstaat, wie er in ihren Logos und ihrer Korrespondenz auftaucht) wird von der Notwendigkeit eingeschränkt diese Ziele durch „Volkskampf“ zu erreichen – mit anderen Worten: mit Stöcken, Steinen und Brandbomben, aber ohne Feuerwaffen, Selbstmord-Bombenanschläge und Flugkörper.

 

Die anderen Organisationen haben keine solche Beschränkungen, auch nicht die Fatah, die Organisation, die Abbas zusätzlich zur PLO und der PA leitet. Ihre einzigen Einschränkungen sind ihre Ressourcen. In der Westbank sind diese dank des israelischen Geheimdienstes ISA, vorbeugenden Festnahmen und Sicherheitskooperation mit der PA, die das Interesse an der Vernichtung der Hamas, einem gemeinsamen Feind, teilt, sehr gering.

Als Experten in der Inszenierung von Gewalt wissen diese Palästinensereinheiten und -Organisationen, dass die „routinemäßige“ Inszenierung von Gewalt durch „bewaffneten“ und „Volks“-Kampf nicht ausreicht – nicht nur für das Erreichen bedeutsame politische Ziele wie einen israelischen Abzug, sondern auch dafür im Kampf zur Delegitimierung des jüdischen Staates das Scheinwerferlicht der internationalen Medien hochzuhalten.

Um es geradeheraus zu sagen: Die Tötung von zwei Vätern großer Familien und die starke Verstümmelung zweier Israelis – die Ernte palästinensischer Gewalt im Januar und Februar 2018 – machte jenseits der israelischen und palästinensischen Medien keine Schlagzeilen. Dieses Einflusslevel kann die Machtbalance der beiden Seiten nicht verändern.

 

So schmerzhaft diese Anschläge waren: Weniger Israelis, ob rechts, in der Mitte oder links, werden von ihnen beeinflusst werden ihre Meinungen zur Palästinenserfrage oder zu denen an der Macht zu ändern.

Die Palästinenser ihrerseits sind sich schmerzhaft bewusst, dass seit dem sogenannten Arabischen Frühling, seinen blutigen Folgen und der Vervielfältigung der iranisch-saudischen und schiitisch-sunnitischen Stellvertreterkriege, die Schwelle des Tötens und Verstümmelns, die sie erreichen müssen, um das Scheinwerferlicht Rampenlicht zu gewinnen und behalten, jetzt beträchtlich höher hängt.

 

Palästinenserorganisationen wetteifern mit den Russen und Syrern in ihren wahllosen Bombenangriffen auf Ghouta, dem Bereich, der die östlichen Vororte von Damaskus bildet, sowie in einem abnehmenden Maß mit der Gewalt im Irak, dem Jemen und Libyen.

 

Das ist der Grund, dass Zehn-, wenn nicht Hunderttausende Mitglieder dieser Organisation ständig versuchen neue Wege zu finden, um Gewaltwellen zu beginnen, die, wenn sie regelmäßig genug kommen, den israelischen Willen ein demokratischer Staat in einer Region zu bleiben untergraben, in der Staaten wie der Libanon am Rande des Krieges stehen oder wie Syrien tief im Krieg stecken.

 

Die jüngste Innovation ist die Idee einer massiven Prozession von 100.000 Gazanern mit dem Ziel den israelischen Sicherheitszaun um den Gazastreifen zu stürmen, um die Rückkehr der Gaza-Flüchtlinge in ihre ursprünglichen Häuser anzukündigen. Unnötig zu erwähnen, dass die Protestierenden kaum die ursprünglichen Flüchtlinge sind, die mindestens 69 Jahre alt sein müssten – die Zeit, die seit der Gründung Israels 1948 vergangen ist.

 

Das unmittelbare Ziel der angehenden Zaunstürmer ist weniger Israelis zu töten (obwohl: wenn das erreicht werden kann, um so besser), sondern selbst getötet zu werden. Sie haben die Hoffnung, dass Israel auf Gewalt zurückgreifen wird, um die Grenze zu halten (wie das jeder souveräne Staat tun würde) und damit die Bilder und Beerdigungen zu schaffen, die Israel delegitimieren.

 

Das langfristige Ziel der Veranstaltung besteht tatsächlich darin Israelis zu töten und zu verstümmeln und ihr Eigentum zu beschädigen. Die Hamas und andere Gruppen hoffen, sie wird zu massiven Wellen gewalttätiger Proteste und selbst initiierter Selbstmord-Terroranschläge in der Westbank und durch Israels arabische Bürger führen. Idealerweise – aus der Perspektive der Palästinenserorganisationen – wird das eine umfassende Intifada ergeben.

 

Selbst zu den günstigsten Zeiten kann man nicht vorhersagen, was geschehen wird. Die Frage, warum und wie rebelliert werden soll, werden von den Mächten des Status quo, Rebellen und Terroristen und natürlich vielen Akademikern intensiv studiert. Nach hundert Jahren des Studiums sind die Auslöser anhaltender Gewaltwellen weitgehend ein Mysterium. Sie passen nicht in die gepflegten Schemata, die die exakten Wissenschaften kennzeichnen.

 

Israel will den Status quo beibehalten, bei dem Menschen friedlich ihrem Leben nachgehen. Die palästinensischen Terrororganisationen wollen die Status quo ändern. Der Gazastreifen soll nach elf Jahren Herrschaft der Hamas ein weiteres Ghouta werden, ein weiteres blutiges Bagdad oder gar ein weiterer ausgewachsener, gescheiterter Palästinenserstaat.

 

Dieses Projekt ist mit verschiedenen Problemen belastet, weil die Palästinenser gespalten sind, noch mehr nach dem versuchten Mord am palästinensischen Premierminister Rami Hamdallah im Gazastreifen. Sie sind derart gespalten, dass die Hauptakteure – die PA und Fatah einerseits und die Hamas und der Islamische Jihad andererseits – sich nicht auf das Datum einigen können, an dem die Stürmung des Zauns stattfinden sollte.

Fatah-Anhänger wollen sie am 14. Mai veranstalten, dem Datum von 1948, an dem Ben-Gurion den Staat Israel ausrief und fünf arabische Staaten in ihn einfielen. Die Palästinenser haben das Datum für das Gedenken an die Nakba – den Fehlschlag der Palästinenser bei der Vernichtung des Staates Israel – und das Leid der Flüchtlinge bestimmt, obwohl der Abgang der palästinensischen Flüchtlinge wenig mit diesem speziellen Datum nichts zu tun hatte. Die Hamas will das Ereignis am 30. März veranstalten, an dem viele israelische Araber den Tag des Bodens begehen.

 

Es gibt durchaus die Möglichkeit, dass an beiden Daten Märsche stattfinden werden und Israel und die Palästinenser bereiten sie gewissenhaft darauf vor. Die israelische Armee wird alles in ihrer Macht stehende tun, um die Protestierenden auf Weisen auszubremsen, die Blutvergießen vermeiden. Die Palästinenserorganisationen, von der PLO und der PA an abwärts, wollen, dass Blut vergossen wird.

 

Hoffentlich werden die israelischen Vorhaben obsiegen.

 

 

 

Übersetzt von Heplev - Foto: "Friedensbotschafter" der Hamas


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Donnerstag, 29 Mrz 2018