25 Jahre nach Oslo: Der Elefant im Raum

25 Jahre nach Oslo: Der Elefant im Raum


Ist es muslimischen Palästinensern möglich mit Israel Frieden zu schließen?

Von Robert L. Meyer, FrontPageMag

Es sind jetzt mehr als 25 Jahre seit im Oktober 1993 die Oslo-Vereinbarungen unterschrieben wurden. Doch in den vielen veröffentlichten Kommentaren und Berichten zu diesem Jubiläum und dem Versagen der Seiten zu einer endgültigen Zweistaatenlösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt zu kommen ist nirgendwo ein israelischer Politiker oder Journalist zu finden, der die leiseste Ahnung der massiven Auswirkungen des Islam auf die Beeinflussung und Motivation der angeblichen Friedenschaffenden bei den Palästinensern hat.

Der Islam ist in der Tat der „Elefant im Raum“ (das Offensichtliche).

Der Koran erklärt in Sure 2,191: „Vertreibt sie von dort, von wo immer sie euch vertrieben.“

Islamische Gelehrte haben diesen Vers durchgängig so interpretiert, dass Land, das durch Eroberung oder anders einmal islamisch wurde, auf ewig islamisch bleibt und dass Muslime jede nichtmuslimische Regierung vertreiben muss, die in einem Land die Macht übernimmt, das einmal unter islamischer Herrschaft stand.

Kalif Omar eroberte Jerusalem und Palästina im Jahr 637 n.Chr. und das Land Israel blieb (mit Ausnahme der 188 Jahre der Kreuzritterzeit von 1099 bis 1187) bis zum September 1923 unter islamischer Herrschaft; damals begann das britische Mandat. Für Muslime ist Palästina seit seiner Eroberung durch den Islam 637 „muslimisches Land“.

Darüber hinaus ist diese Haltung von Mahmud Al-Habbasch untermauert und bestätigt worden; al-Habbasch ist Berater des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas für Islam und zudem der oberste Scharia-Richter der palästinensischen Autonomiebehörde (PA):

Mahmud Al-Habbasch betonte, dass gemäß dem islamischen Scharia-Recht das gesamte Land Palästina ein waqf ist (d.h. eine unveräußerliche religiöse Schenkung gemäß dem islamischen Recht) und ein gesegnetes Land, von dem verboten ist auch nur einen Millimeter zu verkaufen, zu verschenken oder Die Besatzung zu ermöglichen.

[Offizielle PA-Tageszeitung Al-Hayat Al-lJadida, 22. Oktober 2014; Übersetzung: Palestinian Media Watch (PMW)]

Siehe auch die Erklärung PA unten, übersetzt aus dem arabischen Original:

Jeder, der glaubt, das sie Nation ihr Palästina oder ihr Jerusalem verkauft hat, bildet sich nicht nur etwas ein. Jeder, der glaubt, dass ein Tag kommen wird, an dem die Nation einen Zoll oder Millimeter des gesetzten und geheiligten Landes Palästina verkauft ist reine Einbildung. Die gesamte Nation sagt, was [PA-] Präsident Mahmud Abbas sagt: ‚Der Palästinenser, Araber, Muslime und Christen, die auch nur einen Zoll von Jerusalem preisgeben, ist noch nicht geboren und wird nie geboren werden.‘“

[Offizielles PA-Fernsehen, 20., April 2018; Übersetzung: PMW]

Der derzeitige Mufti der palästinensischen Autonomie, Mohammed Hussein, hat dieselbe Haltung bekräftigt:

Palästina, dazu gehört Jerusalem, ist Waqf-Land und es ist durch Scharia-Gesetz verboten es preiszugeben oder die Eigentums-Übertragung auf seine Feinde zu erleichtern, denn es ist Teil des öffentlichen islamischen Eigentums. Besitz über islamisches Territorium oder Teil davon Feinden zu übertragen ist ungültig und stellt Hochverrat dar.

[Offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 13. April 2018; Übersetzung: PMW]

Bitte beachten Sie, dass die palästinensische Autonomiebehörde dieselbe Sichtweise spiegelt, die in der Hamas-Charta dargelegt ist (Artikel 11):

Die Islamische Widerstandsbewegung [Hamas] glaubt, dass das Land Palästina ein islamisches waqf ist, geweiht für zukünftige Generation muslimische Generationen, bis zum Tag des Jüngsten Gerichts. Es oder jeder Teil davon darf nicht vergeudet werden; es oder kein Teil davon darf nicht aufgegeben werden.

Aus diesen Gründen ist der Austausch von muslimischem „Land für Frieden“ mit Israel unter dem Islam schlicht unmöglich. Hat irgendjemand in Israel je diesen Punkt bemerkt oder darüber nachgedacht – oder sind wir so ignorant dem Islam gegenüber, dass es nie angemessen in Betracht gezogen und bewertet worden ist?

Der Koran Sure 2, Vers 191 wird von Shimon Peres gegenüber 2015 einmal erwähnt. Er antwortete: „Nein. Sie haben Unrecht. Wir schlossen Frieden mit Ägypten. Wir schlossen Frieden mit Jordanien.“

Shimon Peres hatte Recht – und Unrecht.

Vor der Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Israel und Ägypten im März 1979 bestand der ägyptische Präsident Anwar Sadat auf seiner erklärten Forderung – die auch erfüllt wurde – „jeden Quadratzentimeter des Sinai zurückzuerhalten“. Das geschah ungeachtet der ursprünglichen Verhandlungsposition Israels nach einer fortgesetzten israelischen Beobachtungspräsenz in Scharm el-Scheik und den westlichen Bergen des Sinai und Beibehaltung sowohl der von Israel entwickelten Tourismusorte Taba und Yamit nahe Eilat auf dem Sinai.

Nachdem der Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten unterzeichnet wurde, konnte Sadat zum ägyptischen Volk zurückkehren und zurecht behaupten, dass er „jeden Quadratzentimeter“ des von Ägypten verwalteten muslimischen Landes zurückbekommen hatte.

Der Fall Jordanien ist noch interessanter und erhellender.

In einem zweistufigen Manöver, das im Juni 1988 begann, gab König Hussein alle jordanischen Ansprüche an Judäa und Samaria auf, die im jordanischen Wunschdenken „Westbank“ (Westufer des Jordan) genannt wurde. Sechs Jahre später, im Oktober 1994, unterschrieben Israel und Jordanien einen Friedensvertrag.

Es hatte aber ein ernstes Problem gegeben: Israel besetzte seit dem Juni 1967 drei Bereich jordanisches Land: die winzige „Friedensinsel“ mitten im Jordan und zwei Felder, die zu israelischen Siedlungen in der Arava, südlich des Toten Meeres gehörten.

In Anhang 1A und 1B des Friedensvertrags wurde das gelöst: Israel erkannte die volle jordanische Souveränität über all dieses Land an. Jordanien stimmte zu, dass Israel das Land auf dieselbe Weise weiter „nutzen“ konnte, wie vorher, für einen „rollenden“ Zeitraum von 25 Jahren, außer das wird von Jordanien mit einer einjährigen Vorlaufzeit aufgekündigt (was Jordanien Ende Oktober 2018 tat).

 

Übersetzt von Heplev


Autor: Heplev
Bild Quelle:


Samstag, 27 April 2019









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