Wie „Triggerismus“ Sachlichkeit ablöste

Wie „Triggerismus“ Sachlichkeit ablöste


Es gab einmal eine Zeit, in der es, wenn zwei oder mehr Seiten nicht der gleichen Meinung waren, für sie logisch war auf Argumente zurückzugreifen.

Wie „Triggerismus“ Sachlichkeit ablöste

Von Raymond Ibrahim, American Thinker

Es reichte nicht aus zu sagen: „Ich habe Recht und du hast Unrecht.“ (Außer es handelte sich um Kinder.) Der Gewinner der Diskussion war derjenige, der seine Position besser untermauern konnte – heißt, derjenige, dessen Position besser mit der Realität zusammenpasste.

Heute hat die Seite, die bei praktische allem Unrecht hat, die liberale Linke, das Argumentieren, ja sogar die Sophistik aufgegeben, gerade weil sie nicht mit denen streiten kann, die sich mit Fakten bewaffnet haben. Sie verlässt sich stattdessen darauf ihre Anhänger so zu konditionieren, dass sie auf sogenannte „Trigger“-Worte und -konzepte reagieren – egal, ob diese Worte und Konzepte etwas mit der Realität zu tun haben oder nicht.

Das prägte sich mir während der fehlgeschlagenen Versuche ein, die der Council on American-Islamic Relations (CAIR) und  Linda Sarsour sowie deren linke Speichellecker unternahmen, um meinen Vortrag am U.S. Army War College absagen zu lassen. Bei ihren Protesten zitierten sie nichts von mir, das ich gesagt hätte und dann deuteten sie mit nur wenigen Worten an, ich hätte Unrecht; die von mir vermittelten Ideen seien per se falsch. Das Folgende ist zum Beispiel ein ausführlicher Auszug aus CAIRs jüngster Presseerklärung gegen mich. Beachten Sie, dass sie gar nicht erst versuchen – nicht mal mit der üblichen zweiteiligen Sophistik – zu beweisen, dass meine Positionen falsch sind. Einfach dass ich sie vertrete ist schon der Beweis.

"Als Ibrahim gefragt wurde: „Gibt es überhaupt die Chance einer Übereinkunft zwischen dem Islam und westlichen Gesellschaften oder ist das nur Wunschdenken?“, antwortete er: „Können sich Wasser und Öl mischen?“

Er erklärte zudem: „[Der Islam] baut komplett auf den behaupteten Lehren eines Arabers aus dem siebten Jahrhundert auf – der nach allen Berichten wie ein Araber des siebten Jahrhunderts handelte, also als Stammesangehöriger und unzivilisiert. Offensichtlich ist: Wenn dieser Mann ein falscher Prophet – ein Lügner – war, was die Grundposition der Nichtmuslime ist, dann sollte es nicht überraschen, dass die gesamte Weltsicht, der seine Anhänger folgen, die die des Stammes und unzivilisiert ist, einen ständigen Zusammenstoß mit anderen Zivilisationen schafft.

Auch: „Der Hass auf Christen und andere Nichtmuslime, einschließlich Säkularisten/Atheisten im Westen begann nicht mit ISIS, Al-Qaida, Ansar al-Scharia, Boko Haram oder Al-Schabaab. Er begann mit Mohammed und seinen Gefährten, vor 1.400 Jahren.“

Ich mir keine Illusionen: Solche Zitate „triggern“ auf der Stelle den typischen linken Automaten, aber sie sind zufällig auch nachweislich wahr."

Wie soll die Behauptung, dass islamische und westliche Kultur sich so gut mischen wie Wasser und Öl für Diskussion offen sein? Auf der einen Seite haben wir eine Zivilisation, die an freie Religionsausübung und Pluralität, Gleichberechtigung der Geschlechter und rationale Gesetze glaubt; auf der anderen Seite haben wir eine Zivilisation, die an die Scharia, Verfolgung von vom Glauben Abgefallenen und Nichtmuslimen allgemein glaubt und Frauen als beweglichen Besitz behandelt. Man kann zahllose weitere Beispiele anführen; so oder so bleibt der Punkt gültig – Wasser und Öl.

Was die Vorstellung angeht, dass die Verfolgung von Christen nicht auf „Terroristen“ beschränkt, sondern im Islam normativ ist, sind reichlich Beispiele, die diese Behauptung bestätigen, in meinem Buch Crucified Again: Exposing Islam’s New War on Christians zu finden; oder werfen Sie einen Blick auf meine monatlichen Berichte zu muslimischer Christenverfolgung werfen – inzwischen fast 100, die bis ins  Jahr 2011 zurückreichen – wo die Täter in der Mehrzahl der Fälle „normale“ Muslime und muslimische Regierungen waren (von denen nicht wenige Amerikas „Freunde und Verbündete“ sind), die ihr Tun mit Zitaten ihres Propheten, des Koran usw. rechtfertigen.

Was meine Äußerung angeht, „der Islam ist komplett auf den behaupteten Lehren eines Arabers des siebten Jahrhunderts aufgebaut – der nach allen Berichten wie ein Araber des siebten Jahrhunderts handelte, also als Stammesangehöriger und unzivilisiert“, so ist der Einzige, der damit Probleme haben kann, jemand, der nicht glaubt, dass die Worte zivilisiert und dessen Gegenteil, unzivilisiert, irgendeine Bedeutung haben (hießt: ein postmodern relativistisch denkender Linker). Fakt ist, dass das Arabien des siebten Jahrhunderts ohne Frage unzivilisiert war. Der Philosoph Ibn Khaldun (gest. 1406) – ein Muslim aus Nordafrika, dessen Ahnen nach Arabien zurückzuverfolgen sind – beschrieb die Araber seiner Zeit (ganz zu schweigen von denen aus der primitiveren Zeit Mohammeds acht Jahrhunderte zuvor): Sie sind „die primitivsten Menschenwesen, die es gibt. Verglichen mit sesshaften Völkern befinden sie sich auf einem Niveau mit wilden, unzähmbaren Tieren und Raubtieren. So sind die Araber.“

Was meinen Musterbeispiel-Trigger-Punkt angeht, dass „wenn dieser Mann ein falscher Prophet – ein Lügner – war, die vorgegebene Position der Nichtmuslime, dann sollte es nicht überraschen, dass die gesamte Weltsicht, der seine Anhänger folgen, die des Stammes und unzivilisiert ist, einen ständigen Zusammenstoß mit anderen Zivilisationen schafft“, so bedenken Sie: Wenn Sie Mohammeds Anspruch ablehnen, dass er Gottes Prophet war – was alle Nichtmuslime ausdrücklich oder implizit tun – was war er dann? Entweder ein Lügner oder ein Wahnsinniger (das Trilemma-Argument zu Christus, das von C.S. Lewis popularisiert wurde, ist genauso auf Mohammed anwendbar). Entsprechend sind Sie überrascht, dass ein Mann, der entweder ein Lügner oder ein Irrer war, mit einem Bekenntnis endete, das auf den Sitten seiner extrem unzivilisierten Gesellschaft aufbaute und in Konflikt mit der modernen Welt steht – ist das wie Wasser gemischt mit Öl? (Eine umfassendere und präzisere Diskussion dieses Arguments finden Sie in diesem von mir geschriebenen Artikel aus dem Jahr 2009.)

CAIR ist nicht allein damit sich auf „Trigger“-Worte und -Konzepte ohne faktische Widerlegung zu verlassen. Im Juni 2019 brüstete sich Chris Rodda von Daily Kos in seinem (verfrüht betitelten) „Army War College Pulls Plug on Islamophobic Speaker“ (Army War College zieht den Stecker für islamophiben Redner), ich hätte „den Punkt von CAIR und anderen Protestierenden bewiesen“, indem ich wiederholte, „die Geschichte macht im Überfluss deutlich, dass islamischer Terrorismus und ‚Extremismus‘ sind dem Islam intrinsisch und sind es seit dem ersten Kontakt mit westlicher Zivilisation im siebten Jahrhundert gewesen“.

Das ist es, einmal mehr. Nicht einmal ein paar Worte, die zeigen, wie Geschichte nicht „uneingeschränkt klar macht, dass islamischer Terrorismus und ‚Extremismus‘ dem Islam innewohnen und es seit dem ersten Kontakt mit westlicher Zivilisation im siebten Jahrhundert gewesen sind.“ Das nur zu sagen ist schon der ganze nötige Beweis dafür, dass ich Unrecht habe (zumindest für die Weichhirne, die CAIR, Linda Sarsour und Daily Kos ernst nehmen).

Die Lektion ist klar. Die lügende liberale Linke ist vom Verbergen ihrer Positionen – die Wahrheit kann in einer (derzeit) freien Gesellschaft nur eine gewisse Zeit lang unterdrückt werden – dazu übergegangen sich fast ausschließlich auf Emotionalisierung und Trigger-Worte zu verlassen, weil das alles ist, was ihre bankrotte Ideologie zur Grundlage hat.

 

Übersetzt von Heplev


Autor: Heplev
Bild Quelle:


Samstag, 09 Mai 2020

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