Gouverneurs-Wahlen in den USA

Gouverneurs-Wahlen in den USA


In einem wichtigen Stimmungstest vor den Halbzeit-Wahlen nächstes Jahr hat das Biden-Regime eine schwere Niederlage erlitten.

Gouverneurs-Wahlen in den USA

Von Ramiro Fulano

Am gestrigen ersten Dienstag im November waren in New Jersey und im Commonwealth Virginia die Wählerinnen und Wähler aufgerufen, einen neuen Gouverneur zu wählen.

Virginia zählt zu den amerikanischen Swing-States, New Jersey gilt als fest in der Hand (vor allem aber: in der Tasche) der sogenannten Democrat Party. Doch welch eine Überraschung mussten die notorischen Bescheid- und Besserwisser in der Polit-Blase Washington D.C. heute erleben: Ihr Mann in Virginia wurde entthront und in New Jersey könnte es ihrer Parteimaschine nur mit äußerster Not und einem Vorsprung im Promille-Bereich gelingen, eine Niederlage abzuwenden (z. Zt. steht das Ergebnis noch nicht fest).

Man muss dieses Ergebnis vor folgendem Hintergrund sehen: Bei den Präsidentschaftswahlen im letzten Jahr hatte Mr Biden in Virginia angeblich einen zweistelligen Vorsprung. Nach nicht mal zehn Monaten Biden-Agenda liegt seine Partei nun zwei bis drei Punkte hinter ihren Herausforderern von der GOP. Und wenn die Democrats nicht einmal New Jersey gewinnen, wäre das, als ob die CSU in Bayern verliert. Wenn dieser Trend anhält, wird die Democrat Party bei den 2022 anstehenden Midterm-Elections in Repräsentantenhaus und Senat ihre Mehrheit erdrutschartig verlieren.

Dabei ist dieses Ergebnis überwiegend selbstverschuldet: Nach einer Serie schwerwiegender politischer Fehlentscheidungen in der Außen- und Innenpolitik (Afghanistan, Energiepolitik) ist die Stimmung in den USA völlig gekippt: 71 % - als fast drei Viertel - der Bevölkerung sind der Ansicht, die Dinge entwickeln sich in die falsche Richtung. 54 % sind in aktuellen Umfragen unzufrieden mit Onkel Joe, nur 34 % stimmen ihm zu. Und in allen wichtigen Politikfeldern schätzen sie die Kompetenz der Republican-Party rund 10 bis 20 % höher ein als die der Amtsinhaber.

Man kann es ihnen nicht verdenken: Die gegenwärtige Inflationswelle kostet amerikanische Haushalte durchschnittlich 150 Euro mehr pro Monat. Treibstoff und Erdgas sind so teuer wie noch nie, die Regale in den Supermärkten sind stellenweise so leer wie damals in der DDR und die Wirtschaft läuft nach monatelangen Lockdowns noch immer nicht rund: 11 Millionen Stellen sind unbesetzt, weil noch immer Leute fürs Nichtstun bezahlt werden - und das kann in den USA tatsächlich lukrativer sein als Arbeiten zu fahren (vor allem bei den aktuellen Spritpreisen von über sieben Dollar für 4,5 Liter in Kalifornien).

All das ist nicht das Produkt übler Mächte, sondern die unmittelbare Folge politischer Entscheidungen. Und in Amerika bemerkt man die sofort am Einkommen - am stärksten natürlich in einkommensschwachen Schichten. Insofern schadet „linke“ Politik auch in den USA vor allem denen, mit denen sie es vermeintlich gut meint. Noch vor zwei Jahren reichte die US-Ölproduktion zur Deckung des Inlandbedarfs. Dann wurden ein paar Ölpipelines geschlossen und kurz danach schrieb man in Washington Bettelbriefe an die OPEC und Russland (die natürlich negativ beschieden wurden, vermutlich nicht ohne einiges Gelächter in Moskau und Ryad). Und das Beste: Aufgrund der anhaltenden Lieferschwierigkeiten mit der VR China wird der Weihnachtsmann dieses Jahr wohl nicht immer und überall etwas auf den Gabentisch legen können…

Selbst das wäre für eine Regierung überlebbar, wenn sie in der Bevölkerung als kompetent und zuverlässig gälte. Aber genau das trifft auf das Biden-Regime nicht zu: Nur 22 % trauen ihm in Umfragen zu, den Karren aus dem Dreck zu ziehen - bei der GOP sind es immerhin knapp 30 %. Und nur eine Minderheit der Democrat-Wähler wünscht sich, dass Biden auch 2024 wieder kandidiert. Zur Anti-Biden-Stimmung trägt bei, dass die Sicherheitslage in vielen amerikanischen Metropolen nach einem Jahr gestrichener Polizei-Budgets nun völlig außer Kontrolle ist, genau wie die Lage an der Südgrenze, über die Menschen-, Waffen- und Drogenschmuggel in bislang völlig ungeahnten Dimensionen florieren, seit die USA für den Publikumsverkehr mit der übrigen Welt geöffnet wurden.

Und um Maß voll zu machen, wird das Biden-Regime jedem Einwanderer (m, w, d) eine halbe Million Dollar zahlen, um einen Asylantrag durchzusetzen - dieselbe Summe, für die Mr Biden sich eben erst einen Zaun um seine Ferienhau in Delaware errichten ließ. Helfen Mauern und Zäune vielleicht doch? Und das wird mit den Steuern von Menschen bezahlt, die sich nicht mal mehr genug Benzin leisten können, um zur Arbeit zu fahren, während führende Twitter-People sich über die richtige Verwendung der Geschlechts-Fürwörter streiten. Wen die Götter zerstören wollen, den machen sie zuerst verrückt. Kein Wunder, dass es in Sprech-Chören immer wieder „Let’s go, Brandon“ heißt.

Was der gequälten Bevölkerung dann von den üblichen Bescheid- und Besserwissern vom amerikanischen Einbildungs-Fernsehen als Egoismus, Rassismus und noch Schlimmeres angekreidet wird - denn als Profiteur linker Politik hat man derzeit natürlich auch in den USA eine guten Krise.


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: Glenn Youngkin from Virginia, United States, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons


Mittwoch, 03 November 2021

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