Islam: Der `furchtbarste und hartnäckigste Feind´ des Westens

Islam: Der `furchtbarste und hartnäckigste Feind´ des Westens


Auf der Höhe der westlichen Dominanz über den Islam im frühen zwanzigsten Jahrhundert stellte der europäische Historiker Hilaire Belloc etwas bemerkenswert vorausahnend fest, was damals übertrieben erschienen haben mag.

Von Raymond Ibrahim,, The American Thinker

Millionen moderne Menschen der weißen Zivilisation – das heißt, die Zivilisation Europas und Amerikas – haben alles zum Islam vergessen. Sie sind nie mit ihm in Kontakt gekommen. Sie halten es für selbstverständlich, dass er im Verfall begriffen ist und dass er auf jeden Fall eine fremde Religion ist, die sie nicht beunruhigen wird. Er ist faktisch der beeindruckendste und hartnäckigste Feind, den unsere Zivilisation gehabt hat und könnte jeden Moment in der Zukunft eine so große Bedrohung werden, wie er es in der Vergangenheit gewesen ist. (aus Bellocs The Great Hresies, 1938, Hervorhebung hinzugefügt)

Jeder, der bezweifelt, dass der Islam „der furchtbarste und hartnäckigste Feind gewesen ist, die unsere Zivilisation gehabt hat“, sollte sich mit der langen offensiven Bilanz des Islam gegenüber dem Westen vertraut machen. Es folgt eine knappe Zusammenfassung:

Gemäß der islamischen Geschichte rif der arabische Gründer des Islam, Mohammed, im Jahr 628 den byzantinischen Kaiser Heraclius – der sybolisch Kopf der Christenheit – auf dem christlichen Glauben abzuschwören und den Islam anzunehmen. Der Kaiser lehnte ab, der Jihad wurde erklärt und die Araber marschierten in Syrien ein und besiegten die kaiserliche Armee 636 in der Schlüsselschlacht am Yarmuk.

Dieser Sieg ermöglichte es den Muslimen in alle Richtungen auszuschwärmen, so dass sie weniger als ein Jahrhundert später den größeren, älteren und reicheren Teil der Christenheit, einschließlich Syriens, Ägyptens und Nordafrikas erobert hatten.

Ihr Drang nach Europa aus dem Osten wurde weiderholt von den Mauern Konstantinopels verhindert, nach der spektakulär fehlgeschlagenen Belagerung von 717/718; viele Jahrhundert sollten vergehen, bevor eine muslimische Machtdaran dachte die Kaiserstadt einzunehmen. Die Araber schafften es nach Europa selbst einzudringen und eroberten Spanien, aber sie wurden in der Schlacht von Tours 732 gestoppt und schließlich südlich der Pyrenäen zurückgedrängt.

Mehr als zwei Jahrhunderte später wurde weiterhin auf dem Land und auf See auf Europa in der fortgesetzten muslimischen Suche nach Beute und Sklaven, der die Historiker den Namen „dunkles Mittelalter“ gegeben haben und das sich über den Kontinent legte, eingetrommelt – unzählige tausende Christen wurden versklavt und jede Mittelmeerinsel geplündert.

Die Wechselfälle des Krieges ebbten ab und flossen wieder – das Oströmische Reich („Byzanz“) hatte im zehnten Jahrhundert ein kräftige Comeback gegen den Islam – auch wenn die Grenze dieselbe blieb. Das änderte sich, als die Türken unter der Führung des Seltschuken-Stamms zum neuen Standartenträger des Jihad wurden. Sie vernichteten Ostanaltolien beinahe, insbesondere Armenien und Georgien im elften Jahrhundert und überrannten nach der Schlacht von Manzikert 1071 Kleinasien.

Inzwischen war Westeuropas Militärmacht so gereift, dass der erste Kreuzzug, als der Papst die Ritter der Christenhgeit den Christen des Ostens zu Hilfe rief, geboren wurde. Westliche Christen, angeführt von den Franken, marschierten in die Bärenhöhle, besiegten ihre Gegner in mehreren Begegnunen und schafften es eine feste Präsenz in der Levante zu gründen, einschließlich in Jerusalem, das sie 1099 zurückeroberten – nur um es weniger als einhundert Jahre, 1187, nach der schicksalhaften Schlacht von Hattin wieder zu verlieren. Bis 1297 war der Auftritt der Kreuzritter aus dem Nahen Osten eliminiert.

Doch wenn sie im Osten fehlschlugen, hatten die Kreuzzüge im Westen Erfolg. Ein paar Jahre nach der muslimischen Invasion und Eroberung Spaniens um 711 begannen in den nördlichen Bergen von Asturien versteckte Christen die Reconquista (Rückeroberung); bis 1085 hatte sie sich als ausreichend effektiv erwiesen, um zwei neue muslimische Invasionen aus Nordafrika heraus auszulösen, um ihr entgegenzuwirken. Erneut dominierten Ebbe und Flut des Krieges die Landschaft, aber 122 fügten Spaniens einheimische Christen dem Islam bei Las Navas de Tolosa seinen Todesstoß zu, so dass er bis 1252 auf Granada am südlichsten Zipfel der Iberischen Halbinsel zurückgedrängt worden war.

Um dieselbe Zeit überwältigte ein brutaler, aber relativ kurzlebiger Mongolensturm einen Großteil des Ostens; sowohl Christen (insbesondere die Russen) als auch Muslime wurden geschlagen. Eine neue türkische Dynastie stieg aus der Asche der Seldschuken auf: Die Osmanen – deren Identität sich mehr um das Konzept des Jihad drehte als jedes ihrer Vorgänger – erneuerten den immerwährenden Krieg des Islam gegen die Christenheit. Sie schafften es nach Osteuropa einzudringen, besiegten 1396 eine gemeinsame Armee aus Kreuzfahrern und Nicopolis, eroberten einen Großteil des Balkan und krönten ihre Leistung mit der Erfüllung des Begehrens Mohammeds 1453 Konstantinopel zu erobern – und tausende seiner Einwohner auf Arten zu versklaven und zu vergewaltigen, die ISIS versucht nachzuahmen.

Doch die Trauer wurde bald von abgemildert, Spanien erobert 1492 endlich Granada, womit der Islam als politische Macht ausgelöscht wurde;; im Osten kam das am meisten übersehene Kapitel des muslimisch-christlichen Konflikts ebenfalls zu Ende. Die Russen, die fast zwei Jahrhunderte lang unter ausgeprägt muslimsicher Herrschaft gelebt hatten, warfen schließlich 1480 das „Joch der Tataren“ ab.

Dennoch waren die Osmanen weiterhin die Geißel des Christentums; sie fielen weiter nach Europa ein – wollten 1529 Wien erobern, scheiterten aber – und sponserten den Jihad auf See, der von Nordafrika ausging. Während die Muslime es weithin verfehlten neues europäisches Land zu erobern, erbeuteten Berberpiraten und Sklavenhändler der Krim circa fünf Millionen Europäer, die sie in die Sklaverei verkauften.

1683 versuchten mehr als 200.000 osmanische Jihadistens erneut Wien zu erobern. Obwohl ihr Scheitern den langsamen Niedergang des osmanischen Reiches kenntlich machte, verheerten weiter muslimische Sklavenhändler der sogenannten Berberstaaten in Nordafrika die gesamten Küsten Europas – sie kamen sogar bis nach Island.

Der erste Krieg der Vereinigten Staaten von Amerika – den sie ausfochten, noch bevor sie ihren ersten Präsidenten wählen konnten – wurde gegen diese islamischen Sklavenhändler geführt. Als Thomas Jefferson und John Adams den Botschafter der Berber fragten, warum seine Landsleute amerikanische Seeleute versklavten, „antwortete der Botschafter, dass das in den Gesetzen ihres Propheten gründete, dass es in ihrem Koran geschrieben stand, dass … es ihr Recht und ihre Pflicht sei Krieg gegen sie [die Nichtmuslime] zu führen, wo immer sie zu finden waren und so alle Sklaven zu machen, die sie gefangen nehmen konnten.“

Europas finaler Triumph über die Berberstaaten im frühen 19. Jahrhundert leitete die koloniale Ära ein. Bis 1900 war der Großteil der muslimischen Welt unter europäischer Kontrolle; bis 1924 war das mehr als 600 Jahre alte osmanische Kalifat abgeschafft – nicht von Europäern, sondern durch muslimische Türken, da letztere versuchten den erfolgreichen Gepflogenheiten ersterer nachzueifern. Der Islam wurde als Kraft ohne Zukunft betrachtet und praktisch vergessen, bis er vor kurzem wieder aufkam.

So hat die wahre und „allgemeinste“ Geschichte zwischen der islamischen und der westlichen Welt ausgesehen.

Die obige Landkarte (aus Sword and Scimitar) sollte eine Vorstellung davon vermitteln, wie weitreichend und mit vielen Tentakeln versehen der immerwährende Jihad war. Das dunkle Grün stellt westlich-christliche Nationen dar, die dauerhaft vom Islam erobert wurden; das hellere Grün zeigt diejenigen westlich-christlichen Nationen, die zeitweise vom Islam erobert wurden (manchmal viele Jahrhunderte lang, wie in Spanien, Russland und dem Balkan); grün schraffiert werden Bereich gezeigt, die überfallen wurden, oft mehrmals, wenn auch nicht vom Islam annektiert; die gekreuzten Schwerter zeigen die Orte der acht wichtigen Schlachten zwischen dem Islam und dem Westen.

Aus der makrokosmischen Perspektive heraus sind die Folgen des historischen Jihad sogar noch tiefgehender als es zuerst erscheint. „Fast tausend Jahre lang, von der ersten maurischen Landung in Spanien [711] bis zur zweiten Belagerung Wiens durch die Türken [16683] stand Europa unter ständiger Bedrohung durch den Islam“, schrieb Bernard Lewis; dann führte er näher aus:

Alle bis auf die östlichsten Provinzen des islamischen Reichs waren christlichen Herrschern abgenommen worden… Nordafrika, Ägypten, Syrien, selbst der von Persien regierte Irak waren christliche Länder gewesen, in denen das Christentum älter und tiefer verwurzelt war als im größten Teil Europas. Ihr Verlust wurde bitter gefühlt und verstärkte die Angst, dass Europa ein ähnliches Schicksal bevor stand.

Der „Verlust“ Nordafrikas und des Nahen Ostens wurde vom vormodernen Europa „bitter gefühlt“, weil dort mehr entlang religiöser und zivilisatorischer Linien gedacht wurde als entlang nationaler. Und bevor der Islam in die Szene einbrach, war der größte Teil Europas, Nordafrikas und des Nahen Ostens Teil desselben religiös-zivilisatorischen Blocks. Von daher drang der Islam nicht einfach nur nach Europa ein und wurde schließlich zurückgeschlagen; vielmehr „eroberten muslimische Armeen drei Viertel [oder 75 Prozent] der christlichen Welt“, um den Historiker Thomas Madden zu zitieren.

Somit ist das, was heute „der Westen“ genannt wird, in Wirklichkeit das westlichste Überbleibsel dessen, was ein weit umfangreicherer Block war, den der Islam dauerhaft durchtrennte, wodurch der Kurs der „westlichen“ Geschichte sich änderte. Und als die Muslime erst einmal Afrika und den Nahen Osten überrannt hatten, wandten sich ihre christlichen Untertanen, um finanzieller und sozialer Unterdrückung zu entgehen sowie sich auf die Seite der Gewinner zu schlagen, dem Islam zu, womit sie den Kreislauf weiter fortsetzten, da sie die neuen Standartenträger des Jihad gegen ihren früheren Glaubensgeschwister im Norden und Westen des Mittelmeere wurden.

So sieht die selten beachtete Ironie der Geschichte aus.

Kehren wir zu Hilaire Belloc zurück; man kann auch sehen, wie ein genaues Verständnis der wahren Geschichte – anders als in einer Indoktrination der Pseudo-Geschichte des Mainstreams – zu einer genauen Prognose der Zukunft führt. Denn Belloc lag nicht nur in Sachen Vergangenheit richtig, sondern auch, was die Zukunft angeht:

Es ist eine Tatsache, dass er [der Islam] der furchtbarste und hartnäckigste Feind ist, den unsere Zivilisation hat und jeden Moment eine so große Bedrohung der Zukunft werdne kann, wie er es in der Vergangenheit war… Die gesamte spirituelle Stärke des Islam ist in den Massen Syriens und Anatoliens, den ostasiatischen Bergen, Arabiens, Ägyptens und Nordafrikas weiterhin präsent. Die letzte Frucht seiner Beharrlichkeit, die zweite Phase islamischer Macht kann hinausgezögert werden – aber ich bezweifle, dass er auf Dauer aufgeschoben werden kann. (Hervorhebung hinzugefügt)

Anmerkung: Der historische Teil dieses Artikels folgt dem Überblick meines neuesten Buchs Sword and Scimitar, das auf 352 Seiten umfassend die lange und blutige Geschichte zwischen Islam und dem Westen im Kontext ihrer acht Schlüsselschlachten dokumentiert, einschließlich wenig bekannte oder bisher nicht übersetzter Primärquellen. Rezensionen des Buchs durch den American Thinker sind hier und hier zu lesen.

 

Übersetzt von Heplev - Foto: Die Expansion des Islam nach Westen


Autor: Heplev
Bild Quelle: Archiv


Sonntag, 24 Februar 2019






Mir war das alles bekannt. In dem Artikel vermisse ich allerdings den Aufruf zum nächsten Kreuzzug. Allerdings fehlt wesentliches und zwar, was in Spanien nach Abschluss der Rückeroberung seinen Lauf nahm. Als Entschuldigung musste immer eine Religion herhalten. Manchmal denke ich, daß ohne eine Religion weniger Kriege geführt worden wären.

@2 sio.. aber sio.. es geschehen noch Zeichen und Wunder, wir sind schon wieder dakor!

Der Mensch hat wegen seiner kurzen Lebensspanne einen begrenzten Horizont und sieht nicht das Gesamtbild. Genauso, wie Warmphasen im Klima immer wieder durch Kälteperioden unterbrochen werden, ist Frieden nur die Phase zwischen zwei Kriegen. Das war immer so, es hat sich nie geändert und wird es auch nicht. Die jetzige Friedensphase neigt sich dem Ende zu und keiner will es wahr haben. Manche Dinge sind miteinander nicht kompatibel. Es geht nur das entweder oder das oder. Beim Islam ist dies unübersehbar. Wo der Islam sich niederläßt, ist für alles andere kein Platz mehr. Das war immer so und es besteht keinerlei Anlass zu glauben, dass sich daran irgendetwas geändert hätte.




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