werden uns auf neue Religionskriege einstellen

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Liest man sich in die drei bekannten monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam ein, so bemerkt man bald, dass der jeweilige einzige Gott nicht mit den beiden anderen kompatibel ist.

Von Dr. Nathan Warszawski

Während das Christentum das Alte Testament AT von der jüdischen Tora übernimmt, basieren viele Geschichten der Tora auf Mythen schon damals ausgestorbener Kulturen, so beispielsweise die Geschichten der Sintflut und des Turms von Babel. Sowohl Juden als auch Christen gehen mit den jeweils vorgefundenen Texten freizügig um. So sind die jüdischen Zehn Gebote der Tora kaum im christlichen AT wiederzuerkennen. Der Islam übernimmt Bruchstücke der Tora für den Koran, die größtenteils falsch wiedergegeben werden. Die Fehlübersetzungen des NT, die im Koran landen, werden verständlich, wenn man den Islam als Nachfolgereligion des christlichen Arianismus (keine Trinität!) betrachtet. Jesus ist Prophet und gleichzeitig Messias im Islam, jedoch nicht Gottes Sohn, da Allah keine Kinder hat. Auch stirbt Jesus nicht den Kreuzestod, weil dies sich für den höchsten Propheten im Islam nicht ziemt. Das Judentum hingegen bezweifelt, dass Jesus existiert hat, weiß aber, dass der Vater Jesus ein Römer ist.

Das katholische Christentum besteht darauf, dass der Gott der drei monotheistischen Religionen ein und derselbe ist. Das Judentum akzeptiert die Einheit des eigenen Schöpfergottes mit dem muslimischen Allah. Der Islam selber ist von der Gotteseinheit mit den beiden anderen Monotheismen nicht überzeugt und schweigt sich widersprüchlich aus. Alle anderen Religionen, auch diejenigen mit nur einem Gott, werden von den „Großen Drei“ nicht als monotheistische Religionen und schon gar nicht als gleichwertig anerkannt. Der Islam fordert bis heute ganz offiziell und vom Katholizismus unwidersprochen den Tod aller Götzenanbeter.

Die Religionen verfügen über eine große Zahl von mehr oder weniger überzeugten Anhängern. Die Anhänger werden nicht durch wissenschaftliche Beweise überzeugt. Das Faktum, dass der Schöpfergott vor dem Anfang existiert, wird nicht hinterfragt. Ohne den Schöpfergott gäbe es die Welt nicht und da es die Welt gibt, existiert Er jenseits aller Zeiten. Die Anhänger werden aufgefordert, die jeweiligen Gebote Gottes mehr oder weniger strickt zu befolgen. Außerhalb Nordirlands sind religiöse Schlägereien zwischen Christen verschiedener Konfessionen kaum anzutreffen. In Israel fliegen zuweilen Steine zwischen den Frommen und den weniger Frommen und die Polizei schlichtet mit gezielten Schlägen. Im Islam darf und wird gemordet, nicht nur im im nicht-muslimischen Ausland, dem Haus des Krieges, sondern auch dort, wo der Islam bereits seit Jahrhunderten herrscht.

Atheisten, die es nicht überall gibt, sind der festen Überzeugung, dass es keinen Schöpfergott gibt. Wissenschaftliche, logische oder philosophische Beweise hierfür haben sie nicht und gibt es auch nicht. Agnostiker, die fälschlicherweise unter den Atheisten fallen, wissen nicht, ob es einen Schöpfergott gibt. Seine Existenz lässt sich weder beweisen, noch widerlegen. Nach europäischem Denken, das den alten Griechen zu verdanken ist, ist etwas, was weder bewiesen, noch widerlegt werden kann, unsinnig und somit nicht existent. So gesehen dürfte es logischerweise keine Agnostiker geben. Deshalb sind Agnostiker oft Anhänger verborgener Ideologien oder Glaubensbekenntnisse.

Wichtig ist sich zu vergegenwärtigen, dass Religionen auf Glauben und nicht auf Naturwissenschaft basieren. In der EU und manch wenigen anderen Orten herrscht Religionsfreiheit, die jedem Menschen – auch den illegal Zugezogenen – erlauben, privat zu glauben, was er will, solange er nicht die Gesetze und die Verfassungen bricht. Das ändert nichts daran, dass der Glaube auf Gefühle und Unbewiesenes basiert, was nicht bedeutet, dass der Glaube, besser: Aberglaube, nicht Ernst genommen werden muss, weil ansonsten Gefahr für Leib und Leben besteht. Richtig dosierte Gewalt überzeugt die meisten Menschen!

Nun sind nicht alle deutschen Bundesbürger, die früher Mitglieder christlicher Kirchen gewesen sind, überzeugte Atheisten oder Agnostiker. Viele reden sich ein, dass ihnen nichts fehlt, dass sie nur der eingesparten Kirchensteuer wegen die Glaubensgemeinschaft verlassen haben, welche sie nun für sich ausgeben können. Doch der Mensch braucht einen Glauben wie die Luft zum Atmen, auch wenn es etwas kostet.

In der EU ist es schon wegen der Kirchensteuer unüblich, zwei Religionen gleichzeitig zu haben, was in manchen Teilen Asiens nicht ungewöhnlich ist. Auch in Südamerika sind Doppelreligionen nachweisbar. Dort hat der Katholizismus mittels militärischer Gewalt das Heidentum samt vieler seiner Anhänger ausgelöscht. Schuld daran ist das Gold , dass die Urbevölkerungen besessen und deren wahren Wert ganz im Gegensatz zu den Eroberern nicht gekannt haben. Hier ähnelt das Christentum dem Islam: Wo diese beiden Religionen sich ausbreiten, verschwinden die früheren, alle anderen. Das Judentum hat aus Schwäche die anderen beiden Religionen stets toleriert, ja akzeptiert.

Es ist kein Zufall, dass in den Staaten, in denen die Kirchen am Sonntag leer bleiben, die meisten Menschen leben, die Anhänger moderner Glaubensrichtungen sind. Beispielsweise der Klimawandel. Der Klimawandel ist zwar naturwissenschaftlich nachweisbar, per se also keine Religion, jedoch nicht der menschengemachte (anthropogene) Klimawandel. Der vom Menschen unabhängige Klimawandel zieht keine Gläubigen an. Den nur der anthropogene Klimawandel sichert, dass der Mensch diesen Klimawandel mit genügend Willensstärke beherrschen wird. Wir erkennen, dass der anthropogene Klimawandel eine Religion im Aufbau ist. Es gibt Propheten und mehrere Messiasse. Es besteht unter den anthropogenen Klimawandelanhänger*innen Uneinigkeit darüber, ob es sich beim Uran und bei weiteren unnützen, radioaktiven, von Gott erschaffenen Substanzen um fossile Brennstoffe, die des Teufels sind, handelt oder nicht. Mann sieht: Die Strukturen der jungen Religion sind noch nicht verfestigt.

Wir werden uns auf neue Religionskriege einstellen. Vielleicht wäre es von Vorteil, zu den bisherigen Religionen zurückzukehren. Islamische Staaten machen es vor. Hier ist die Klimareligion sehr schwach vertreten – sowohl aus politischen, als auch aus religiösen Gründen. Dem starken Islam wird es gelingen, die Klimareligion und ihre Anhänger*innen auszulöschen. Sicher auch bei uns. Dann uns.


Autor: Dr. Nathan Warszawsk
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Mittwoch, 10 April 2019









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