Zusammenarbeit mit Sahel-Region verstärken

Zusammenarbeit mit Sahel-Region verstärken


Burkina Faso, Mali und Niger - die Kanzlerin besucht bis Freitag drei Staaten der afrikanischen G5-Sahel-Region. Gemeinsam mit den afrikanischen Partnerländern möchte sie regionale Lösungen vorantreiben und die Zusammenarbeit weiter intensivieren.

Neben politischen Gesprächen stehen unter anderem ein Truppenbesuch bei Soldaten der Bundeswehr, Gespräche mit Vertretern der Zivilgesellschaft und Diskussionen mit Studenten auf dem Programm.

Ziel ihrer Afrika-Reise ist es, ein klares politisches Signal der Unterstützung zu senden. Die Kanzlerin wird mit ihren Partnern darüber diskutieren, in welchen Bereichen die bisherige Kooperation noch verbessert werden kann. In enger Abstimmung mit der EU und den internationalen Partnern wird es darum gehen, die intensivierte Zusammenarbeit der Sahel-Staaten untereinander wie auch mit der EU und den internationalen Partnern zu optimieren.

G5-Treffen in Burkina Faso

In Ouagadougou wird Merkel den Präsidenten von Burkina Faso, Roch Marc Kaboré, zunächst zu einem bilateralen Gespräch treffen. Danach wird sie mit allen Staatspräsidenten der G5-Sahel Staaten zusammentreffen. Mit den Vertretern Burkina Fasos, Malis, Mauretaniens, Nigers und Tschads wird sie über eine verstärkte Kooperation der Sahel-Staaten untereinander sprechen. 

Dabei wird es ihr vor allem darum gehen, die Länder der G5 zu noch mehr Eigenverantwortung zu ermutigen, indem sie ihre staatliche Präsenz erhöhen und die eigene Bevölkerung mit grundlegenden Dienstleistungen versorgen. Deutschland und die EU werden dazu ihre Unterstützung anbieten, es bedarf aber auch eigener Anstrengungen durch die Länder selbst.

In Burkina Faso steht am Donnerstag außerdem ein Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft und eine Diskussion mit Studierenden der Universität Ouagadougou auf der Tagesordnung.

Die G5-Sahel ist eine Initiative von Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und Tschad zur Stärkung der regionalen Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Entwicklung, Kampf gegen den Terrorismus, Menschenhandel und -schmuggel. Deutschland unterstützt dies von 2017 bis 2020 mit insgesamt 1,7 Milliarden Euro durch Entwicklungszusammenarbeit, Stabilisierung und Konfliktnachsorge, bei Ausbildung der G5-Einsatztruppe und bei polizeilicher Zusammenarbeit.

Truppenbesuch in Mali

In Gao wird die Bundeskanzlerin die in Camp Castor stationierten Soldatinnen und Soldaten des deutschen Einsatzkontingents der UN-Mission MINUSMA besuchen. Dort wird sie sich ein aktuelles Bild zur Lage vor Ort machen können.

Besuch der EUCAP Sahel Niger Mission

Dritte Station ihrer Reise ist Niger. In Niamey wird die Kanzlerin am Freitag zunächst Präsident Mahamadou Issoufou zu einem Gespräch treffen. 

Außerdem wird sie die EUCAP Sahel Niger Mission besuchen und mit Vertretern der Zivilgesellschaft zu einem Gespräch über die Entwicklung des Landes zusammenkommen. 

Vor ihrer Rückreise wird Merkel die Baustelle des Frauenhauses der Organisation SOS FEVVF besuchen. Dem Frauenhaus hatte die Kanzlerin bereits 2017 ein ihr gewidmetes Preisgeld der finnischen Regierung in Höhe von 150.000 Euro gespendet.

 

Foto: Burkina-Faso, Mali und Niger - die drei Stationen der Westafrikareise der Kanzlerin


Autor: Bundesregierung
Bild Quelle:


Mittwoch, 01 Mai 2019