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`Ich spreche bewusst vom islamischen, und nicht vom islamistischen Antisemitismus.´

`Ich spreche bewusst vom islamischen, und nicht vom islamistischen Antisemitismus.´


Exklusiv-Interview der JÜDISCHEN RUNDSCHAU mit dem ehemaligen Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen.

JÜDISCHE RUNDSCHAU: Herr Dr. Maaßen, Sie können auf eine bewegte Karriere im Staatsdienst zurückblicken. Sie starteten unter einem regelrechten Law-and-Order-Innenminister, Otto Schily, der – man glaubt es kaum – von der SPD kam. War damals Deutschland ein sicheres Land oder spielt uns da die Erinnerung einen Streich? Denn es vergeht kein Tag, ohne dass wir in der Presse von Messerstechereien oder antisemitischen Übergriffen lesen und es vergeht auch kein Tag, an dem uns nicht mittels Statistik versichert wird, das Deutschland immer weniger Kriminalität verzeichne.

Hans-Georg Maaßen: Wenn ich Sie korrigieren darf: mein erster Innenminister war Rudolf Seiters. Danach gab es noch andere; Manfred Kanther und Otto Schily natürlich. Otto Schily war einer der stärksten Innenminister. Er galt als der „rote Sheriff“. Für die SPD war damals die innere Sicherheit ein zentrales Thema, weil der einfache Bürger vom Staat in erster Linie Schutz vor Kriminalität und Terrorismus erwartet. Diese Erwartung zu erfüllen ist für ihn wichtiger als die sozialistischen Träumereien heutiger Parteifunktionäre.

Es hat sich nach Otto Schily manches verändert im Bereich der inneren Sicherheit. Die Sicherheitsbehörden sind teilweise gestärkt worden, aber auch die Sicherheitslage hat sich verändert und ist leider nicht besser geworden.


Autor: Jüdische Rundschau
Bild Quelle:


Freitag, 18 Oktober 2019