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Ich frag‘ für einen antisemitischen Freund…

Ich frag‘ für einen antisemitischen Freund…


Hör mal, ich hab da einen Freund, der Juden echt hasst, aber er mag nicht als Antisemit bezeichnet werden. Es scheint so, dass die derzeitige Lage in Israel ein guter Deckmantel dafür ist ein paar Juden verprügeln oder Synagogen anzuzünden. Was denkst du?

Ich frag‘ für einen antisemitischen Freund…

Du musst aufpassen. Viele Synagogen in Deutschland werden von oder Polizei bewacht und haben kugelsicheres Glas.

Du weißt, dass die Polizisten alle für die Juden arbeiten, oder? Das ist alles Teil davon, dass sie unser Land beherrschen. Wie wäre es damit ein paar israelische Flaggen vor Synagogen zu verbrennen und ein Holocaust-Mahnmal zu verwüsten?

Wenn du eine – entschuldige, wenn dein Freund eine israelische Flagge verbrennt, warum das vor einer Synagoge machen statt vor der israelischen Botschaft? Dasselbe gilt dafür, etwas an einem Holocaust-Mahnmal zu machen – du wirst immer noch des Antisemitismus beschuldigt, weil das nichts mit Israel zu tun hat, sondern mit Juden.

Was ist mit dem Verwüsten jüdischer Friedhöfe? Ich kann – ich meine, mein Freund kann einfach irgendeines jugendlichen Streichs beschuldigt werden statt Judenhasses, oder?

Möglicherweise. Ganz bestimmt jedenfalls von den Progressiven.

Jo, aber das Problem mit Friedhöfen ist, dass diese Juden schon tot sind. Was ist mit Rauchbomben an koscheren Restaurants und Lebensmittelläden? Die haben vermutlich kein kugelsicheres Glas und wahrscheinlich eine ganze Reihe Juden, denen es wirklich wichtig ist jüdisch zu sein.

Du begibst dich wieder in diese Falle als Antisemit bezeichnet zu werden.

Nicht unbedingt. Erinnerst du dich, dass Präsident Obama sagte, die Schützen in dem koscheren Supermarkt in Paris hätten das einfach „wahllos“ gemacht? Vielleicht wird das niemanden stören.

Du könntest recht haben. Die New York Times hat während des Gazakriegs von 2014 wiederholt von europäischen Pogromen gegen Juden als schlicht „antisemitisch gefärbt“ geschrieben. Erst in einem Artikel von Dan Bilefsky am 21. Juli, dann am 24. Juli in einem Artikel von Helene Cooper und Somini Sengupta und dann noch einmal am 27. Juli in einem Artikel von Jodi Roduren. Trotz all der Gewalt gegen Juden übers Wochenende hat die größte Zeitung der USA den offensichtlichen Judenhass total heruntergespielt.

Die liberalen Medien puschen aktiv die Vorstellung, dass jemand antiisraelisch sein kann ohne Antisemit zu sein. Das scheint eine gute Tarnung für Angriffe auf Juden zu sein. Wir wissen, dass die UNO nichts anderes sagen wird.

Das ist ein ausgezeichnetes Argument. Der Grund muss sein, dass so viele Antisemiten an palästinensische Wohlfahrtsorganisationen spenden – nicht, weil sie sich um einen Haufen Araber Sorgen machen; sie geben an keine andere muslimische Gruppe. Es geht um die Tatsache, dass das nicht nur die Juden irritiert, sondern in Palästina einen Krieg schürt, damit sie anfangen können ihre örtlichen Juden mit freier Hingabe angreifen können.

Ich weiß. Ich kann eingestehen, dass ich auf die Internetseite NGO-Monitor gehe, die allen NGOs nachspürt, die Geld an Palästinenser geben und dann spende ich an alle davon. Ich lehne mich einfach zurück und warte darauf, dass die Raketen fliegen, damit ich – ich meine, dieser Typ, den ich kenne … unbeschwert anfangen kann die Juden im Viertel zu verprügeln.

Jau. Die Sache der Palästinenser ist das Geschenk, das Antisemitien ständig weiter schenkt.

übersetzt von heplev


Autor: heplev
Bild Quelle: Screenshot


Montag, 17 Mai 2021

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