Der Holzweg des Igal Hecht

Der Holzweg des Igal Hecht


Igal Hecht hält sich für einen außergewöhnlichen begabten Filmemacher und Journalisten, obwohl er kaum bekannt ist. Umso erstaunlicher ist es, dass er keine Scheu zeigt, seine Filme bei Filmfestspielen in der Erdogan-Türkei und im Iran zu zeigen.

Der Holzweg des Igal Hecht

Von David Amsalem               

Igal Hecht könnte mit Pipi Langstrumpf verwandt sein: Ich mach' mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt! Und genauso dreht er sich die Realität zurecht. Die Fakten sind oftmals nicht gewissenhaft überprüft und eine fundamentierte Recherche findet bei ihm nicht unbedingt statt.

So kommen bei ihm oft Leute zu Wort, die etwas vorgeben, was sie beileibe nicht sind, z.B.Bassem Eid. Dieser stellt sich als Jurist vor, dabei ist nicht nachwiesen, dass er irgendeinen akademischen Abschluss hat. Der Bruder von Bassem Eid ist Hatem Abdel Qader, ein hochrangiger Fatah-Beamter und ehemaliger PA-Minister für Jerusalem-Angelegenheiten.

In seiner Sendereihe „Muzika“ über die Musikszene in Israel stellte er völlig unbedeutende Zeitgenossen, wie z.B. Lior Shulman als bekannte Musiker vor und ignorierte er andere Künstler, die weitaus bekannter sind.

 

Igal Hecht wurde in Ashkelon/Israel geboren und lebt seit 35 Jahren in Kanada, worauf er sehr stolz ist. Er verweigerte den Militärdienst in Israel und verweilte lieber in Kanada. In Israel spielt er jedoch den großen Zionisten.

 

Seit Jahren ist er mit seinen Filmen durch Iranische Filmfestspiele im Iran und im Ausland unterwegs. 2015 lief sein Film „The (Iron) Sheik“ auf dem Iranischen Filmfestspiel in San Francisco.

Sein Werk „Forgotten on Sinjar“ lief auf dem „16. Internationalen Filmfestival des Widerstands“ in Teheran. Dieses Filmfestspiel wird jedes Jahr vom Regime im Iran organisiert, um den Jahrestag des Iran-Irak-Krieges von 1980-1988 zu feiern, der im Iran als „Heilige Verteidigung“ bezeichnet wird.

 

Nun hat Igal Hecht eine neue Anlaufstelle gefunden: „Forgotten on Sinjar“ läuft nun bei den Filmfestspielen in Izmir in der Türkei. Der Streifen handelt vom Genozids des IS an den Jesiden. Die Überlebenden erzählen ihre Geschichte von Massentötungen, Entführungen, Vergewaltigungen und Sexsklaverei.  Aber was bitteschön hat ein solcher Film im Iran und in der Türkei zu suchen? Das hört sich an, wie eine nachträgliche Verhöhnung der Opfer.

 

 

 

 

Igal Hecht and the blind alley

 

by David Amsalem                      Translation from Hebrew

 

Igal Hecht considers himself an exceptionally gifted filmmaker and journalist, although he is little known. It is astonishing that he is not shy about showing his films at film festivals in Erdogan´s Turkey and Iran.

 

Igal Hecht could be related to Pipi Longstocking: I make the world how I like it! And that's how he twists reality. The facts are often not checked conscientiously and a well-founded research does not necessarily take place with him.  He introduces Bassem Eid as a lawyer, but there is no proof that he has any academic degree. Bassem Eid's brother is Hatem Abdel Qader, a senior Fatah official and former PA Minister for Jerusalem Affairs.

 

In his series "Muzika" about the music scene in Israel, he presented completely insignificant contemporaries, such as Lior Shulman, as well-known musicians and ignored other artists who are far better known.

 

Igal Hecht was born in Ashkelon/Israel and is living in Canada for 35 years. Of course he is very proud of being Canadian. He refused military service in Israel and preferred to stay in Canada. In Israel, however, he plays the great Zionist.

 

For years he is busy Iranian Film Festivals. In 2015 his film „The (Iron) Sheik“ was screened at the Iranian Film Festival in San Francisco. In 2020 his movie "Forgotten on Sinjar" was a contribution  on the "16. International Resistance Film Festival in Tehran. This film festival is organized every year by the regime in Iran to celebrate the anniversary of the 1980-1988 Iran-Iraq War, called the "Holy Defense" in Iran.

 

Now Igal Hecht has found a new contact point: "Forgotten on Sinjar" is screened at the film festival in Izmir in Turkey. The topic of film is about the IS genocide against the Yazidis. The survivors tell their story about mass killings, kidnapping, rape and sex-slavery. 

 

And now the question: What is a film like this doing in Iran and Turkey? That sounds like a belated mockery of the victims.

 

 

 

http://iranianfilmfestival.org/all-date-list/the-iron-sheik/

 

https://www.tehrantimes.com/news/454749/Resistance-festival-announces-documentary-lineup

 

https://www.rudaw.net/turkish/culture/16042022


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Kremlin.ru, CC BY 4.0 , via Wikimedia Commons


Sonntag, 29 Mai 2022

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