Wenn Antisemiten Antisemitismus definieren

Wenn Antisemiten Antisemitismus definieren


Und warum es entscheidend ist dagegenzuhalten

Wenn Antisemiten Antisemitismus definieren

Von Richard L. Cravatts, FrontPage Mag

Während die Arbeitsdefinition für Antisemitismus der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA) weiter von Organisationen und Universitäten übernommen wird, die sie als Möglichkeit nützlich finden, um Vorfälle von Antisemitismus zu identifizieren – und besonders den „neuen Antisemitismus“, der sich als Kritik an Israel verkleidet – sind vorhersagbar, aber nicht überraschend Gruppen aufgetreten, die den jüdischen Staat weiterhin verleumden und verunglimpfen wollen, die sich dagegen aussprechen. Was stört diese entrüsteten Leute? Möglicherweise der Teil der IHRA-Definition, der behauptet, dass: „zweierlei Maß anzulegen, indem von Israel ein Verhalten gefordert wird, das von keiner anderen demokratischen Nation erwartet oder gefordert wird“, antisemitisch ist.

Während zwei der akademischen Gruppen, die ausführliche Angriffe auf die IHRA-Definition veröffentlichten – die Nexus Task Force und die Jerusalem-Erklärung zu Antisemitismus – uns versicherten, dass sie sich mit Antisemitismus beschäftigen, der von der extremen Rechten und weißen Herrenmenschen ausgeht (seit der Wahl Donald Trumps der Lieblings-Buhmann der Linken), endet ihre Sorge um Bigotterie gegenüber Juden offenbar, wenn Israel im Gespräch involviert ist.

Zum Beispiel schuf eine Gruppe, die sich die Nexus Task Force nennt – nach dem Knight Program in der Media and Religion USC Annenberg School of Communication & Journalism, die geschaffen wurde, um dem entgegenzutreten, was sie als „beunruhigenden Trend der Politisierung und Ausnutzung des Holocaust ist und Israel gewinnt in konservativen und rechten politischen Kreisen“ bezeichnet – entwickelte ihre eigene Definition, die „als Leitfaden für politische Entscheidungsträger und Gemeinschaftsleiter entworfen wurde, während sie mit den Komplexitäten an der Kreuzung von Israel und Antisemitismus kämpfen“. Die Nexus-Definition suggeriert, dass entgegen der IHRA-Definition „Kritik am Zionismus und Israel, Opposition zu Israels Politik oder gewaltfreies politisches Handeln gegen den Staat Israel und/oder seine Politik an sich nicht als antisemitisch angesehen werden sollte“, dass „selbst provokative, lautstarke oder harte Kritik an Israel wegen seiner Politik und seines Handelns, einschließlich dessen, was zur Gründung Israels führte, nicht per se illegitim oder antisemitisch ist“ und dass „Israel unverhältnismäßige Aufmerksamkeit zu schenken oder Israel anders als andere Länder zu behandeln nicht prima facie ein Beweis für Antisemitismus ist“.

Kurz darauf veröffentlichte eine weitere Gruppe liberaler Wissenschaftler aus den Studienbereichen Judaistik, Israel und Holocaust etwas namens Die Jerusalem-Erklärung für Antisemitismus, die versucht den Teil der IHRA-Definition zur bösartigen BDS-Bewegung zu eliminieren, die in Wirklichkeit die Vernichtung des jüdischen Staates anstrebt. „Boykott, De-Investition und Sanktionen sind übliche, gewaltfreie Formen politischen Protestes gegen Staaten“, heißt es in der Erklärung. „Im Fall Israel sind sie nicht an sich antisemitisch.“

Dov Waxman von der UCLA und Joshua Shanes vom College of Charleston, zwei Professoren, die die Jerusalem-Erklärung unterstützen, erklärten ihre Motive dafür, dass sie eine alternative Definition schufen und das offenbart, was hier tatsächlich abgeht. „Die IHRA-Definition – besonders einige ihrer Beispiele zu Israel“, schrieben sie, „ist missbraucht worden, um gegen pro-palästinensisches Eintreten, insbesondere an Universitäten, zu schießen. Wissenschaftler, Studenten, Aktivisten und sogar Künstler sind als Antisemitismus gebrandmarkt worden (selbst wenn sie jüdisch sind), weil sie gegen den Zionismus sind, für das palästinensische Rückkehrrecht eintreten oder die BDS-Kampagne gegen Israel unterstützen.“

Genauer gesagt und im Widerspruch zum Zweck der IHRA den Antizionismus und Aufrufe nach der Vernichtung Israels als inhärent antisemitisch miteinander zu verbinden, widersprechen diese Professoren solchen Anschuldigungen, indem sie suggerieren: „Die palästinensische Forderung nach Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zu unterstützen, für eine Einstaaten- oder binationale Lösung einzutreten, Zionismus als Form von Nationalismus zu kritisieren oder dagegen zu sein oder jegliche ‚auf Beweise gestützte Kritik‘ an Israel – einschließlich des Vergleichs von Fällen des Kolonialismus oder Apartheid – sind von außen betrachtet nicht antisemitisch. Dasselbe gilt für die Unterstützung von BDS gegen Israel…“

Es mag für die Tugend signalisierenden Professoren beruhigend sein ihre übergeordnete Sorge für die „palästinensische Forderung nach Gerechtigkeit und Gleichberechtigung“ zu zeigen, aber an amerikanischen Universitäten erweist sich diese Forderung regelmäßig und unerbittlich als giftiger, israelfeindlicher, antizionistischer, oft antisemitischer Aktivismus, in dem der jüdische Staat und die ihn unterstützenden Juden als Rassisten, Kolonialisten, Besatzer und militaristische Wiedergeburten des Dritten Reis verleumdet werden, die die indigenen Palästinenser brutal zertreten und unterdrücken und sie einem System der Apartheid unterwerfen.

Die IHRA-Definition wurde genau deshalb geschaffen, um diesen verlogenen und toxischen Anschuldigungen entgegenzutreten, nicht um sogenannte „Kritik an Israel“ zu unterdrücken oder Palästinenser-Solidarität zu dämpfen, sondern um offenzulegen, wann diese Bekundungen und Verhalten tatsächlichen Antisemitismus darstellen, so sehr Kritiker der Definition auch wünschen die Worte und ihre Bedeutung zu zerlegen. Wenn daher die Jerusalem-Erklärung angibt: „Es ist nicht antisemitisch Absprachen zu unterstützen, die die allen Einwohner ‚zwischen Fluss und Meer‘ volle Gleichberechtigung zugestehen, ob in zwei Staaten, einem binationalen Staat, einem einheitlichen demokratischen Staat, föderalen Staat oder in welcher Form auch immer“, dann ist der eigentliche Vorschlag, dass der Aufruf zur Vernichtung Israels, die Auslöschung der jüdischen Souveränität und ihre Ersetzung durch einen neuen arabischen Staat oder eine Art selbstmörderischen binationalen Staat nun gar nicht antisemitisch ist, nur integraler Bestandteil normalen und akzeptablen „Dialogs“ zum israelisch/palästinensischen Konflikt. Warum empfiehlt die Erklärung das? Weil es gerade ihre Autoren sind, die für einen Großteil der antiisraelischen Agitation verantwortlich sind, die zu diesen Behauptungen und Verleumdungen führen.

Studentische Judenhasser wie die Mitglieder dieser giftigen Gruppe Students for Justice in Palestine (SJP) haben sich ebenfalls dem Chor derer angeschlossen, die nicht wünschen, dass ihr Aktivismus in den Zeiten, in denen ihre Bekundung und Verhalten auf Grundlage der IHRA-Definition als solcher eingeschätzt werden kann, wegen dem angeprangert wird, was er ist – Antisemitismus. Bei ihrer nationalen Konferenz 2018 an der UCLA z.B. bekräftigte SJP ihr Verständnis von Zionismus mit der Erklärung, dass es sich nicht nur um eine destruktive politische Ideologie handelt, sondern dass er zerstört werden könnte und sollte. „Wir wissen, dass der Zionismus ethnische Säuberung, Zerstörung, Massenvertreibung, Apartheid und Tod ist, aber er ist auch sehr greifbar“, verkündete die Gruppe. „Der Grund, dass wir Hoffnung haben können, ist, dass der Zionismus eine menschliche Ideologie und ein Gesetzeswerk ist, die infrage gestellt worden ist und zerstört werden kann.“

Die Campus-Feinde Israels wiederholen diese verworrene Vorstellung, dass den Zionismus zu attackieren kein Angriff auf das Judentum ist, sondern, wie Alyza Lewin, Präsidentin und Justitiarin des Louis D. Brandeis Center for Human Rights Under Law, betont hat, wenn jüdische Studenten aufgefordert werden sich von ihrem Zionismus zu distanzieren, um sich progressive Themen auf dem Campus zueigen zu machen, dann werden sie aufgefordert einen Teil ihre Jüdisch seins zu leugnen. „Zionist zu sein bedeutet das Recht auf jüdische Selbstbestimmung im angestammten Heimatland der Juden zu unterstützen“, schrieb Lewin. „Wenn ich die Tatsache feiere, dass Juden einmal mehr in das Land Israel zurückgekehrt sind, wenn ich feiere, dass der jüdische Staat existiert, dann bin ich Zionist. Diejenigen, die gegen den Zionismus sind, bestreiten den Juden dieses Recht.“

Bemühungen Antisemitismus auf eine Art zu definieren, die seine aktuelle Erscheinungsform in Bezug auf die Diffamierung des jüdischen Staats integriert, erleben wir jetzt seit einigen Jahren, schon bevor die IHRA-Definition an Boden gewann. Und so, wie es auch jetzt geschieht, waren israelfeindliche Aktivisten und linke Professoren und Gruppen gleichermaßen hartnäckig darin jedem Versuch zu widerstehen ihre Bekundungen und ihr Verhalten als fundamental antisemitisch zu definieren.

2016 übernahm z.B. ein parteiübergreifender Gesetzesentwurf des Kongresses, H.R. 6421/S. 10 (das Gesetz Antisemitismus-Bewusstsein), die lange überfällige Aufgabe, nämlich das „Verständnis für die Parameter zeitgenössischen judenfeindlichen Verhaltens zu verbessern und das Bildungsministerium bei der Entscheidung zu unterstützen, ob eine Untersuchung des Antisemitismus unter Titel VI berechtigt ist“.

Das Bildungsministerium ist wegen der verstörenden Situation des wiederauflebenden Antisemitismus an Universitäten gewarnt worden, aber frühere Bewertungen der Verstöße gegen Titel VI waren unpräzise und „boten keine Anleitung zu aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus, einschließlich diskriminierenden antisemitischen Verhaltens, das als antiisraelisch oder antizionistisch verbrämt wird“.

Das war den Kritikern alles zu viel, auch der moralisch tendenziösen, böswilligen Gruppe Jewish Voice for Pease (JVP), die sofort die Intention des Gesetzes verurteilte und einer Presseerklärung zwei Briefe mit den Unterschriften von 60 Judaistik-„Wissenschaftlern“ und 300 „besorgten“ jüdischen Studentenaktivisten anhängte.

Eindeutig sich der aktuellen Seuche antiisraelischen, antisemitischen Campus-Aktivismus nicht bewusst (an dem sie nicht zufällig aktiv und mitschuldig war) verhöhnen JVP und diese Dozenten und Studenten den Anti-Semitism Awareness Act als fehlgeleitet und gefährlich, nicht weil er ein Mittel bietet endlich in der Lage zu sein Fälle zu identifizieren, in denen antisemitisches Reden und Verhalten Campus-Gemeinschaften zu infizieren, sondern weil sie – scheinbar irrational – glaubten, dass jüdische Studenten seien tatsächliche und potenzielle Opfer nicht von linken und muslimischen Studentengruppen (was sie klar und nachweislich sind), sondern von rechtsextremen Gruppen, ermutigt – so bringen sie vor – von der Wahl Donald Trumps.

Diese Täter israelfeindlicher Agitation hatten jetzt Jahre lang eine bösartige Kampagne zur Dämonisierung und Delegitimierung Israel geführt und es war erstaunlich, dass JPV und diese trügerischen Forscher und Studenten die gesamte faktische und schändliche Chronologie (für die sie zentrale Anstifter und Cheerleader der BDS-Kampagne gewesen sind) ignorierten und versuchten stattdessen das Hirngespinst zu verewigen, die wahre Bedrohung jüdischer Studenten und anderer Israel-Anhänger kämen von den immerwährenden Buhmännern der Linken, dem irren Rand der Weiße-Macht-Extremisten, von denen willentlich blinde Aktivisten glauben und andere glauben machen wollen, sie seien die Haupttäter judenfeindlichen Fanatismus.

Gleichermaßen veröffentlichten 40 Judaistik-Professoren 2014 die Anprangerung einer Studie, die Dozenten benannte, die als „israelfeindliche Einseitigkeit oder möglicherweise sogar antisemitischer Rhetorik“ ausdrückend identifiziert wurden.

Während die 40 akademischen „Schwergewichte“ behaupteten, sie würden – natürlich – als Teil ihres Lehrauftrags Antisemitismus total ablehnen, waren sie gleichermaßen von den Taktiken und möglichen Auswirkungen des Berichts der AMCHA-Initiative abgestoßen, einer umfassenden Besprechung der Einstellungen von rund 200 Dozenten zu Israel, die während des Gaza-Konflikts von 2014 eine Online-Petition unterschrieben, die zu einem akademischen Boykott israelischer Wissenschaftler aufrief – Akademiker, von denen die Petitionäre behaupteten, sie seien Komplizen bei der „jüngsten humanitären Katastrophe, die von Israels neuem militärischen Angriff auf den Gazastreifen verursacht wurde“.

„Wir glauben, die Dozenten, die diese Petition unterzeichnet haben, könnten gegen den jüdischen Staat derart voreingenommen sein, dass sie nicht in der Lage sind akkurat oder fair über Israel oder den arabisch-israelischen Konflikt zu lehren; sie könnten sogar antisemitische Sprachbilder in ihre Vorlesungen oder Kursdiskussionen einfließen lassen“, schrieben Tammi Rossman-Benjamin und Leila Beckwith, Mitbegründer der AMCHA-Initiative, einer Organisation, die Vorfälle von Campus-Antisemitismus nachverfolgen und den Bericht schrieben.

Die Dozenten nannten „das Tun des AMCHA erbärmlich“; sie waren von der „Technik der Beobachtung von Vorlesungen, Symposien und Konferenzen“ durch die Organisation vor den Kopf gestoßen; das, glauben sie, „belastet die Grundprinzipien akademischer Freiheit, auf der die amerikanische Universität aufgebaut ist“. Das ist für Akademiker eine ziemlich atemberaubende Behauptung, nämlich dass es dem Kernauftrag höherer Bildung widerspricht, von Dozenten öffentlich zum Ausdruck gebrachte Ideen und Lehre dürften nicht untersucht und beurteilt werden und dass sogar mit anlegen gewisser Standards der Objektivität an den Unterricht eines bestimmten Dozenten „die Herangehensweise der AMCHA alle außer den schmalsten intellektuellen Richtungen abriegelt“, weil Akademiker, die nicht wollen, dass der Inhalt ihrer Leistungen tatsächlich auf die Qualität ihrer Forschung untersucht wird, wie sie immer gerne sagen, „abschreckende Wirkung auf Forschung und Lehre haben“.

Kann irgendjemand glauben, wenn die AMCHA-Initiative oder eine andere Organisation einen Bericht ausgegeben hätte, der die Existenz von endemischem Rassismus oder Homophobie oder Sexismus oder Islamophobie in universitärer Kursarbeit offenbart und Studenten gewarnt hätte, die negativ betroffen sein könnten, sie sollten sich von Kursen fernhalten, die diese Dozenten geben, dass dieselben 40 nichtsnutzingen Dozenten solche Berichte als möglicherweise negative Auswirkungen auf Lehre und Lernen habend gebrandmarkt hätten?

Niemand sagt diesen toxischen Israelhassern, sie sollte still sein – oder nicht einmal Antisemitisches zu äußern. Was Arbeitsdefinitionen wie die der IHRA und das Antisemitismus-Bewusstseinsgesetz zu erreichen hoffen, ist denen zu erlauben, die vorgeben nur antiisraelisch zu sein, aber in Wirklichkeit antisemitisch sind, auch als solche identifiziert zu werden. Die Maßnahmen sind nicht dazu geschaffen Äußerungen zu kriminalisieren oder zu unterdrücken, selbst was wir als „Hass-Reden“ bezeichnen würden, obwohl Israelhasser in Zukunft nicht mehr so erfolgreich sein könnten ihre judenfeindliche Bigotterie so erfolgreich zu tarnen, wie sie dabei gewesen and, wenn sie vorgeben sich nur um die Rechte der Palästinenser zu sorgen und die Politik des jüdischen Staates zu attackierten.

Es mag für diese Israelhasser unangenehm und sogar peinlich sein als das bezeichnet zu werden, was sie sind – radikale, fehlgeleitete Aktivisten, deren unerbittliche Gift-Kampagne gegen den jüdischen Staat und seine Anhänger sich regelmäßig in puren Antisemitismus verwandelt – aber mit ihren Bemühungen die Schuld für den Pesthauch des dunklen Fanatismus an Universitäten anderen zuzuschreiben, zu dessen Schaffung sie selbst beigetragen haben, zeigt, wie entscheidend Mittel wie die IHRA-Definition sind und warum ihre Annahme und ihr Einsatz wichtig dafür sind zu helfen „den ältesten Hass“ endlich aus Institutionen höherer Bildung zu entfernen.


Dieser Artikel wurde zuerst hier veröffentlicht.

Autor: Heplev
Bild Quelle:


Dienstag, 06 September 2022

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