Die Hamas schönreden: Inge Günther im „Haus der Weisheit”

Die Hamas schönreden: Inge Günther im „Haus der Weisheit”


Die Hamas schönreden: Inge Günther im „Haus der Weisheit”

Inge Günther, sie gehört zum besonders kritischen Arm des deutschen kritischen Nahost-Journalismus, hat im Kölner Stadtanzeiger und der Frankfurter Rundschau ein Interview mit Achmed Yousef veröffentlicht, einem “Vordenker des politischen Flügels der radikalislamischen Hamas”.

Politische Flügel, das hat die deutsche Journalistin und Lust-Forscherin richtig erkannt, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit bei westlichen Politikern, die längst bereuen, Organisationen wie die Hamas einst als das erkannt und geächtet zu haben, was sie sind: Banden, die nach innen wie außen Terror verbreiten.

Daher ist es nur folgerichtig, daß Inge Günther Achmed Yousef als einen Nachdenker präsentiert, mit dem zu reden lohne. Immerhin leitet er ja auch eine Denkfabrik in Gaza, die auf den schönen Namen House of Wisdom getauft wurde, Haus der Weisheit, und baut keine Bomben.

Die Entmachtung Mohammed Morsis, denkt der Denker denn auch gleich los, diene einzig der Regierung in Jerusalem, doch weil Ägypten eine “Lebensader” für die Hamas sei, ohne die Gaza “ein großes offenes Gefängnis” sei, könne die Hamas sich keinen Ärger mit dessen Militär leisten.

“Okay, die Ägypter haben viele Tunnel nach Gaza dichtgemacht und lassen kaum noch humanitäre Güter durch, auch der Grenzübergang in Rafah ist derzeit zu.”

Das treffe aber freilich die Hamas nicht sonderlich, denn “der islamische Widerstand wird immer Wege finden, Waffen nach Gaza zu bringen.” Danach, weshalb diese Wege nicht genutzt werden, “Medizin und alltägliche Güter nach Gaza zu bringen”, fragt Inge Günther nicht.

Sie läßt den denkenden Denker vielmehr noch ein wenig jammern darüber, daß die Hamas doch wirklich nichts mit dem Terrorismus im Sinai zu tun habe. “Alles Nonsens” sei das. “Ich halte sogar für möglich, dass die ägyptische Armee zu diesem Zweck die Gefahren im Sinai hochspielt.”

In Ägypten wird gegen Mohammed Morsi wegen eines 2011 von Hamas und Hisbollah orchestrierten Gefängnisausbruchs ermittelt, bei dem neben dem ägyptischen Ex-Präsidenten zwei Dutzend weitere Muslimbrüder in Freiheit gelangten. Weitere Inhaftierte sollen von den Ausbrechern ermordet worden sein.

Immer wieder werden in Sinai durch islamistische Terroristen, nicht selten sind “Palästinenser” unter ihnen, Anschläge auf Infrastruktur verübt, auf Zivilisten, Christen, aber auch Militärposten. Eine wiederholt attackierte Gas-Pipeline nach Jordanien wird seit Anfang Juli nicht mehr repariert.

“No gas has flowed to Jordan through the pipeline since unidentified militants attacked it with explosives in the Sinai town of El Arish on July 7.

‘The technical team is ready to start the repair works at any time but we are waiting until the security situation in the area improves,’ Taher Abdel Reheem told Dow Jones Newswires.”

Doch wenn ein Leiter eines Hauses der Weisheit “alles Nonsens” diktiert, “diese Vorwürfe basieren auf gefälschten Dokumenten”, muß eine Inge Günther selbstverständlich nicht nachfragen. Eine Erkenntnis ist ihrem Gespräch mit dem Vordenker aber doch zu verdanken:

“Wir müssen unsere guten Beziehungen zu Iran wieder herstellen. Der Syrien-Konflikt hat zwar eine gewisse Distanz geschaffen. Aber wir haben trotzdem gemeinsame Interessen, auch im Hinblick auf Israel sehen wir eine strategische Allianz mit Teheran.”

Teheran lehnt die Gespräche zwischen der “Regierung” in Ramallah und Israel ab und bekennt sich zu einer “vollständigen Vernichtung” Israels als seiner “nationalen Aufgabe”. Von Inge Günther erfährt das niemand, der politische Arm sähe dann wohl doch zu militant aus.

Ein Blick auf das Logo (s. Foto oben) der “palästinensischen” Denkfabrik hätte es gleichwohl auch getan.

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Donnerstag, 22 August 2013

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