14-Jährige Palästinenser ermorden Israeli

14-Jährige Palästinenser ermorden Israeli


Zwei palästinensische Jugendliche haben am Donnerstag im Westjordanland einen Israeli mit einem Messer getötet und einen weiteren schwer verletzt. Der „Likud“-Politiker Amir Ohana fordert nach dem Anschlag erneut eine Lockerung des israelischen Waffenrechtes.

14-Jährige Palästinenser ermorden Israeli

Zwei 14-jährige Palästinenser sind am späten Donnerstagnachmittag in einen israelischen Supermarkt bei Ramallah eingedrungen und haben dort mit Messern auf zwei Israelis eingestochen. Tuvia Janai Weissman wurde dabei schwer verwundet und starb wenig später in einem Jerusalemer Krankenhaus. Der 21-Jährige aus der Siedlung Ma’ale Mikhmas war zusammen mit seiner Frau und seiner vier Monate alten Tochter einkaufen. Der Soldat hatte eine Woche Urlaub vom Militärdienst. Er war in Zivilkleidung unterwegs und trug keine Waffe. Weissman wurde am Freitagmorgen auf dem Militärfriedhof auf dem Jerusalemer Herzlberg beigesetzt. Laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ kamen etwa 1.000 Menschen zu der Beerdigung.

 

Ein 36-jähriger Israeli wurde bei dem Anschlag ebenfalls schwer verletzt. Er befindet sich in einem Krankenhaus in Jerusalem. Sein Zustand sei mittlerweile stabil.

 

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin übermittelte den Hinterbliebenen sein Beileid. „Ein Mann kehrt von seiner täglichen Arbeit zurück, hält an, um Lebensmittel für den Schabbat zu kaufen und wird für immer hinweggenommen, von mörderischen Verbrechern“, sagte das Staatsoberhaupt laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“. Rivlin kündigte an, für die Hinterbliebenen und die Verwundeten zu beten.

 

Zivilist stoppte Attentäter

 

Die beiden Angreifer, Omar Rimawi und Ihad Sabah, wurden von einem bewaffneten Zivilisten außer Gefecht gesetzt. Die Jungen wurden schwer verwundet und in ein Jerusalemer Krankenhaus gebracht. Sabah erlag wenig später seinen Verletzungen. Palästinensischen Angaben zufolge stammten die 14-Jährigen aus Beitunia bei Ramallah.

 

Wie die „Times of Israel“ unter Berufung auf den Fernsehsender „Kanal 2“ meldet, hatten sich die Jungen mindestens 20 Minuten in dem Supermarkt umgesehen und ihre Opfer ausgewählt. Durch die Schreie der Opfer und Anwesenden wurde ein bewaffneter Zivilist aufmerksam, der sich in einem Gebetsbereich außerhalb des Geschäftes befand. Er eilte in den Supermarkt und schoss auf die Attentäter.

 

Supermarkt für Palästinenser gesperrt

 

Der Knessetabgeordnete Amir Ohana erklärte nach dem Anschlag, die Terrorattacke zeige, dass sich die Zahl bewaffneter Zivilisten erhöhen muss. Der Likud -Politiker setzt sich für eine Lockerung des Waffenrechtes ein. Anfang der Woche hatte er die erste Sitzung eines neuenKnesset -Ausschusses geleitet, der sich mit diesem Thema befasst.

Der Supermarkt der Kette „Rami Levi“ befindet sich im „Scha‘ar Binjamin-Industriepark“. Er wird sowohl von Israelis als auch von Palästinensern genutzt. Nach dem jüngsten Anschlag hat die Polizei den Park für Palästinenser gesperrt. Ausgenommen davon sind Palästinenser, die in dem Industriepark arbeiten. Es gebe zu große Sicherheitslücken, hieß es zur Begründung. Aufnahmen von Sicherheitskameras zeigen, wie die beiden Angreifer von einem Wachmann vor dem Supermarkt befragt und schließlich in das Geschäft gelassen werden. (dn)

 

 

israelnetz.com - Foto:  In Gaza trainiert die Hamas auch Kindersoldaten


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Freitag, 19 Februar 2016

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