Kerrys Feindseligkeit – die Maske ist gefallen

Kerrys Feindseligkeit – die Maske ist gefallen




von David M. Weinberg., Israel haYom

Bis zu dieser Woche [Anmerkung aro1: momentan genauer vor zwei Wochen] dachten die meisten Israelis, dass der amerikanische Außenminister John Kerry ein naiver netter Kerl sei. Sein eifriger Enthusiasmus für utopische Friedensgespräche mit den Palästinensern wurde als Lückenfüller-Diplomatie betrachtet; schlimmstenfalls als die Bemühungen eines Naivlings.

Donnerstagnacht [07.11.13] aber “entdeckten” wir bei einem Fernsehinterview, das im israelischen und im palästinensischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, einen anderen Kerry: er war bösartig, bedrohlich, einseitig, blind gegenüber den Gesetzesübertretungen und der Unzuverlässigkeit der palästinensischen Führer, und gefährlich ignorant gegenüber der explosiven Situation, die er selbst hervorgerufen hat.

Indem er ausschließlich die palästinensische Linie verfolgte, bewies Kerry, dass er keine der Besorgnisse und Standpunkte der israelischen Seite anerkennt — abgesehen von der üblichen vagen leeren Behauptung, dass man wegen Israels “Sicherheit” besorgt sei.

Seine Warnungen vor einer künftigen Isolation Israels und vor einer künftigen Intifada, die eintreten werde, wenn Israel nicht ganz schnell die Schaffung eines “ganzen Palästina” gestattet und die “andauernde militärische Besatzung” von Judäa und Samaria beendet, sind unfreundliche Druckmittel. Tatsächlich ist es noch schlimmer, denn Kerry hantiert in verräterischer Weise mit einer bösen selbst erfüllenden Prophezeiung.

Die Wahrscheinlichkeit war immer sehr hoch, dass die Palästinenser den absehbaren Zusammenbruch der Gespräche zum Vorwand für noch mehr Gewalt und für die Erneuerung ihrer feindlichen delegitimisierenden Vorgehensweise gegen Israel bei internationalen Foren nehmen würden.

Jetzt haben sie Kerrys Siegel der Billigung für dieses Vorhaben.

Kerry hat dargelegt, dass die Obama Regierung grundsätzliches Verständnis hegt (und offenbar auch Akzeptanz) für die Kampagnen der Delegitimisierung und Isolierung Israels — es sei denn, Israel unterwirft sich den Forderungen der Palästinenser und dem internationalen Diktat, das einen nahezu vollständigen Rückzug aus der West Bank und aus Jerusalem vorschreibt.

Kerry ließ die Palästinenser im Grunde wissen, dass sie die Erfolglosigkeit der Gespräche sicherstellen sollten, weil Israel dann durch Zwang dazu gebracht wird, nachzugeben.

So wissen die Palästinenser jetzt genau, wie sie vorgehen sollen. Einen kleinen Staat mit klar umschriebenen Grenzen, dem Israel zustimmen könnte, wollen sie sowieso nicht wirklich. Ahmad Khalidi und Saeb Erekat bezeichneten die großzügigen Angebote von Barak und Olmert als “souveränen Käfig”; sie wollten niemals einen souveränen Staat, dem Israel zustimmen könnte. Was sie wollen, ist ein Staatswesen, das keine Schranken kennt, dazu wollen sie die totale Delegitimisierung Israels und eine unaufhörlich andauernde Kampagne, um Israel demographisch und diplomatisch zu überfluten und zunichte zu machen.

Strategisch gesehen gibt es für den palästinensischen Führer Mahmoud Abbas keinen guten Grund, einem Abkommen mit Israel zuzustimmen. Ein Abkommen würde den palästinensischen Ehrgeiz nur behindern. Ein Abkommen würde Israel die Legitimität gewähren, die Kerry bedroht sieht. Ein Abkommen würde Israel die Legitimität geben, “zu handeln, um seine Sicherheitsinteressen zu wahren,” wie Tzipi Livni andauernd sagt.

Offenbar weiß Abbas, was er zu tun hat. Indem er Israel ein Abkommen verweigert und an seinen maximalistischen Forderungen festhält, drängt er Israel in die Ecke, wo Kerry es bestrafen möchte. Er treibt die Isolation Israels voran, wegen der Mr. Kerry angeblich so sehr besorgt ist. Er bewirkt immer noch weiteren und größeren Druck gegen Israel, damit dieses den palästinensischen anmaßenden Forderungen mehr und mehr nachgibt.

Kurz gesagt, Kerrys Angriff hat die Verstocktheit der Palästinenser nur weiter ermutigt und dem Friedensprozess jeden Realismus geraubt.

Israel hat sich vollkommen aus Gaza zurückgezogen und gestattet, dass eine palästinensische autonome Regierung die Herrschaft über 95 Prozent der Anwohner in Judäa und Samaria, genannt West Bank, ausübt. Israel hat dieser Palästinensischen Autonomiebehörde drei konkrete Angebote für einen palästinensischen Staat in mehr als 90 Prozent des Gebietes von Judäa und Samaria, zusätzlich zu Gaza, vorgelegt. Die Palästinenser haben niemals vergleichbare Schritte gegenüber Israel getan.

Kerry sollte nicht nur die Israelis, sondern auch die Palästinenser zu einem Kompromiss bewegen. Er sollte auf sie Druck ausüben, damit sie die Legitimität der Existenz Israel als eines jüdischen Staates im Nahen Osten akzeptieren (was grundsätzlich Judäa und Samaria mit einschließt).

Er sollte sie aufrufen, die Forderung nach Ansiedlung der Nachkommen palästinensischer Flüchtlinge im Israel vor 1967 zu widerrufen, und er sollte fordern, dass sie ihre Unterstützung und Verherrlichung von palästinensischen Selbstmord-Attentätern und von Raketenangriffen gegen Israels Zivilbevölkerung beenden. Außerdem sollte er fordern, dass sie ihre antisemitische und antiisraelische feindliche Kriegspropaganda einstellen, die die palästinensischen Radiowellen erfüllt.

Kerry sollte den Palästinensern klar machen, dass die Welt, falls sie keinen Kompromiss mit Israel eingehen, auf der Seite Israels stehen wird, dass Israel nicht isoliert dastehen wird, und dass keine palästinensische Gewalt gegen Israel geduldet werden wird.

Stattdessen hat sich Kerry entschieden, einen großkalibrigen Angriff gegen Netanyahu und gegen alle Israelis zu führen, die sich (nach Kerrys Worten) “heute sicher fühlen” und “die meinen, dass es ihnen wirtschaftlich recht gut geht.” Er stellte die Konsequenzen für Israel vor, für den Fall, dass es Amerika nicht gehorcht — keine Sicherheit und kein Wohlergehen. Für die Palästinenser stellte er keine vergleichbaren Konsequenzen vor, wenn sie weiterhin unversöhnlich bleiben.
So viel zu dem Thema ehrlicher Makler.

 

Übersetzt von Renate für unseren Partnerblog Aro1.com - Foto: By Weltwirtschaftsforum von Cologny, Schweiz (World Economic Forum Annual Meeting Davos 2007) [<font><font>CC-BY-SA-2.0</font></font>], via Wikimedia Commons

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Donnerstag, 21 November 2013






Ich weiß gar nicht, warum Israel so scharf auf die Anerkennung seiner Grenzen durch die Palis und andere Araber ist. Im Zweifelsfall pfeifen die doch sowieso auf ihr Wort.



Und so erfüllt sich zumindest die Letzte Prophezeiung des Johannes 20, 7-10. In heutigen Tagen.



1 Brak Brak   "Im Zweifelsfall pfeifen die doch sowieso auf ihr Wort."  Da habe Sie leider recht. Taqiyya machts möglich.



Kerry passt zu seinem Präsident: großspurig, eingebildet, vorlaut und unehrlich.

Er sollte auch den Friedens-Nobelpreis bekommen. Wie Terrorist Arafat oder grösste Kriegstreiber der Welt: Obama...