Pollard begnadigen? Jetzt nicht

Pollard begnadigen? Jetzt nicht




von Prof. Daniel Pipes, 23. Februar 2014

Jonathan Pollards lebenslange Freiheitsstrafe für die von ihm vor fast 30 Jahren begangenen Verbrechen ist zweifellos sowohl eine juristische Farce als auch völlig unverhältnismäßig.

Ich bot Pollard durchaus Rat und Hilfe an, als er mich Mitte der 1990-er Jahre aus dem Gefängnis anrief. Beispielsweise veröffentlichte ich 1997 ein Originaldokument über sein Gerichtsverfahren und zeigte neue Informationen über ihn aus einem Interview mit Caspar Weinberger aus dem Jahr 1999. Ich habe einen Weblog-Eintrag unterhalten, in dem ich die widerliche Scheinheiligkeit der US-Führung offenbarte, die so hart gegen Pollard vorgingen, während gleichzeitig amerikanische Geheimdienste nicht weniger - und vermutlich viel stärker - Israel ausspionieren.

Ich erwähne dies bona fides, weil ich nicht möchte, dass Barack Obama Pollard begnadigt.

Über diese Aussicht für den Häftling und seine Familie nach so vielen Jahren und so viel emotionaler Bewegung wäre ich zwar sehr erfreut, aber seine Begnadigung wird mit Sicherheit einen großen strategischen Preis mit sich bringen (so wie bei der Freilassung von Gilat Shalit). Ich erwarte einen maßlos übertriebenen Preis in der Währung israelischer Zugeständnisse gegenüber den Palästinensern oder sogar gegenüber der Islamischen Republik Iran. Kühle Beziehungen zwischen den USA und Israel haben ihren Nutzen, wenn Obama, Kerry, Hagel, Brennan und Rice die außenpolitische Show bestimmen.

Entsprechend - und mit schwerem Herzen - fordere ich die Free-Pollard-Advokaten auf ihre Bemühungen zurückzufahren, bis ein Präsident ins Amt kommt, der die amerikanischen Interessen versteht.

 

Übersetzung von H. Eiteneier

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Donnerstag, 27 Februar 2014