Vorwürfe gegen Linksjugend-Landessprecherin: Angriff auf llnke Israelfreunde in Wuppertal offenbar geplant

Vorwürfe gegen Linksjugend-Landessprecherin:

Angriff auf llnke Israelfreunde in Wuppertal offenbar geplant




von Martin Niewendick

Der Angriff auf Linke in Wuppertal am gestrigen Freitag war offenbar geplant. Mitglieder des Landessprecherinnen-Rates der Linksjugend (LSpR) sollen dahinter stecken. Das geht aus Aussagen hervor, die eine Person aus dem Umfeld des LSpR gegenüber den Ruhrbaronen geäußert hat.

So habe die Landesprecherin Gamze Özdemir bereits im Vorfeld des Treffens gesagt: „Mit Anti-Ds („Antideutschen“, M.N.) diskutiert man nicht, denen sollte man auf’s Maul hauen.“ Als Özdemir und CO. nach dem Angriff angesprochen wurde, ob sie etwas damit zu tun gehabt haben, hätten sie nur geschwiegen und in sich hinein gegrinst.

Als ein junger Mann, der den Leuten vom LSPR bekannt war, gesagt habe, auch er sei angegriffen worden,hätten die Mitglieder des LSpR überrascht gewirkt und gesagt: „Ach, du warst auch dabei?“ Brisant: Die Angreifer sollen sich vor dem Angriff mit den LSpR-Leuten an der Uni getroffen haben. Sie hätten sich begrüßt und kurz geredet. Das geht ebenfalls aus der Aussage der Person aus dem LSpR-Umfeld hervor. Zum einen bestätigt sie die Personenbeschreibung. Zum anderen seien genau diese Leute hinterher nicht mehr da gewesen. “Die Leute vom LSpR haben sich mindestens zweimal verraten”, interpretiert sie die Vorgänge. Die Person vermutet die Angreifer im Spektrum der „Roten Antifa“. Gamze Özdemir bestreitet die Vorwürfe gegenüber den Ruhrbaronen. Sie und ihre Mitstreiter hätten nichts mit der Sache zu tun, auch die Äußerung, „Anti-Ds“ solle man „auf’s Maul hauen“, sei nicht gefallen. Zufällig anwesende Augenzeugen äußerten ebenfalls den Verdacht, die Aktion sei geplant gewesen.

“Warum habt ihr die Angreifer denn nicht festgehalten?”

Nach dem Angriff legten die anwesenden Vertreter des Landessprecherinnen-Rates allerdings ein fragwürdiges Verhalten an den Tag. Zunächst filmten sie die Angegriffenen gegen deren Willen ab. Im späteren Verlauf bekräftigte Gamze Özdemir, man sei ausdrücklich gekommen, um die Gründung zu verhindern. Angesprochen auf den gewaltsamen Angriff sagte Özdemir: „Warum habt ihr die Angreifer denn nicht festgehalten und nach oben gezerrt?“ Als eine junge Frau laut darüber sinnierte, eventuell die Polizei zu rufen, wurde sie von der Landessprecherin dafür kritisiert. In linken Strukturen regele man das anders.

Inzwischen hat sich der Bundessprecher*innen-Rat zu Wort gemeldet. In einer Stellungnahme heißt es: „Mit großem Entsetzen haben wir zur Kenntnis genommen, dass aus mutmaßlich antisemitischen Gründen Aktivist*innen in Wuppertal auf dem Weg zur Gründung der BAK Shalom AG Nrw angegriffen und verletzt wurden. Wir möchten unsere uneingeschränkte Solidarität mit den Betroffenen ausdrücken. Zudem verurteilen wir den Angriff aufs Schärfste und hoffen auf eine schnellstmögliche Aufklärung der Vorkommnisse.“

Am gestrigen Freitag wollten linke Aktivisten die „BAK Shalom AG NRW“ in Wuppertal gründen. Dies ist ein Zusammenschluss von israelsolidarischen Aktivisten innerhalb der Jugendorganisation der Linkspartei. Unmittelbar vor dem Treffen wurden sie von fünf Männern angegriffen, es kam zu leichten Verletzungen.

*Der Autor war bei dem Vorfall dabei.

 

Erstveröffentlicht auf dem Blog des journalistischen Netzwerkes Die Ruhrbarone - Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors / Foto: Zeitweilig war dieser Anblick auf der Website der Duisburger Linken zu bestaunen (Foto: Screenshot)

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Samstag, 05 Juli 2014