Jeremy Corbyn: ... mit freundlicher Empfehlung der Hamas?

Jeremy Corbyn:

... mit freundlicher Empfehlung der Hamas?


Wie Andrew Gilligan vom in London erscheinenden Daily Telegraph weiß, ist unter den Finanziers von Jeremy Corbyns erfolgreichem Wahlkampf um den Vorsitz der britischen Sozialdemokratie ein zweiter namhafter Terror-Freund aufgetaucht: Außer dem "Philosophen" Professor Ted Honderich vom University College London hat sich auch Dr. Ibrahim Hamami am unaufhaltsamen Aufstieg der Jeremy C. beteiligt. Mutiert Labour zur Frontorganisation der Hamas?

von Gerrit Liskow

Wie Andrew Gilligan vom in London erscheinenden Daily Telegraph seit heute weiß, ist unter den Finanziers von Jeremy Corbyns erfolgreichem Wahlkampf um den Vorsitz der britischen Sozialdemokratie (a.k.a. Labour) ein zweiter namhafter Terror-Freund aufgetaucht: Dr. Ibrahim Hamami hat es sich demnach 2.000 Pfund, rund 2.600 Euro, kosten lassen, Mr. Corbyn den Top-Job als Leader of HM Most Loyal Opposition zu verschaffen.

Dr. Ibrahim Hamami möchte sicherlich aus Israel, aber nicht aus seinem Herzen eine Mördergrube machen: Er begrüßt die sich derzeit in Israel ereignende One-on-one-Intifada ausdrücklich, stellt das Existenzrecht des jüdischen Staates ausdrücklich in Frage und macht keinen Hehl aus seiner ausdrücklichen Abneigung gegen Abu Mazens PLO: Die seien nämlich „Verräter“, weil sie viel zu „moderat“ aufträten, ach so.

Als derartig ausdrücklicher Mensch passt Dr. Hamami zu Mr. Corbyn wie Arsch auf Eimer. Immerhin ist auch Mr. Corbyn auf dem Markt der linken „Politik“-Produkte als jemand positioniert, der sagt, was er denkt – und das ganz besonders ausdrücklich (deshalb musste er in allen wichtigen Punkten inzwischen auch schon mehrmals die Meinung ändern).

Dennoch scheint dieser Dr. Hamami, ein Allgemeinmediziner aus London, Labour nicht ganz geheuer gewesen zu sein: In dem Bericht an die parlamentarische Kontrollkommission taucht er nämlich als Dr. Ibrahim Hamam auf – ohne das I. Waren Euch da schon wieder die Buchstaben von der Tastatur gerutscht, liebe Sozialdemokraten?

Dieser ostentative Tippfehler sieht nach einer wie ich finde völlig überflüssigen Verschleierungstaktik aus, denn Mr. Corbyn hat aus seinen Sympathien für den antisemitischen Terror nie einen Hehl gemacht: Zuletzt hat er im November 2012 bei einem öffentlichen Auftritt ein Podium mit Leila „Schwarzer September“ Khaled geteilt; übrigens noch immer ein Poster-Girl des internationalen Sozialismus.

Ferner steht Mr. Corbyn sich mit der Führung Hamas und Hisballah persönlich recht nahe. Er unterhält zudem freundschaftliche Kontakte zu Gerry Adams von der IRA (jetzt „Sinn Fein“).

Dr. Hamami betreibt mit dem sogenannten „Palestinian Affairs Centre“ eine Frontorganisation der Hamas und steht Raed Saleh nahe, einem berüchtigten Antisemiten. Auf seiner Facebook-Seite lobte Dr Hamami die derzeitige Terror-Welle in Israel, die bereits sieben Menschenleben und 50 teils schwer Verletzte gefordert hat.

Der zweite mehr oder weniger prominente Terror-Freund unter den Finanziers der Corbyn-Kampagne um den Vorsitz der britischen Sozialdemokratie ist der Philosoph Professor Ted Honderich vom University College London, der sich mit 5.000 Pfund am unaufhaltsamen Aufstieg des Jeremy C. beteiligt hat.

Eins der vielen Spezialgebiete von Professor Honderich ist laut eigenem Bekunden die Unterscheidung zwischen Gut und Böse. Honderich ist der Ansicht, die heute sogenannten Palästinenser hätten ein moralisches Recht auf den Terror. Diese Äußerung machte er zunächst 2011 in einem Brief an den Guardian, in dem er den palästinensischen Terrorismus gegen Israel als „Akt wahrer Menschlichkeit“ würdigte:

“Terrorism, as in this case, can as exactly be self-defence, a freedom struggle, martyrdom, the conclusion of an argument based on true humanity.”

„Terrorismus kann – wie auch in diesem Fall – ebenso Selbstverteidigung, Freiheitskampf, Martyrium und das Ende eines Streites in einem Akt wahrer Menschlichkeit sein.“

Im Press-TV, dem Staatsfunk der Mullahs, baute Honderich diese These später aus und versuchte, sie als moralische Legitimierung des antisemitischen Terrors in den Verkehr der Ansichten und Meinungen einzubringen:

“What is happening in Palestine, what is being done by neo-Zionism is such that it gives Palestinians, I happen to believe this and it’s gotten me into trouble, a moral right to their terrorism against neo-Zionism within all of historic Palestine.”

“Was in Palästina geschieht, was die Neo-Zionisten dort anrichten, gibt den Palästinensern glaube ich – und ich habe deshalb bereits Probleme bekommen – auf dem ganzen Gebiet des historischen Palästinas ein moralisches Recht auf ihren Terror gegen den Neo-Zionismus.“

„Historisches Palästina“ meint im von Honderich zweckdienlich verdrehten Sinn das Mandatsgebiet von 1920 bis 1948. Damit legitimiert er ausdrücklich den „anti-zionistischen“ (also antisemitischen) Terror in Israel und stellt das Existenzrecht des jüdischen Staates mehr oder weniger direkt in Frage.

Honderichs Buch „After The Terror“ (2002) gelangte in Deutschland dank einer Intervention durch Micha Brumlik nicht in den Handel. Micha Brumlik, damals Direktor des Fritz Bauer Instituts zur Geschichte und Wirkung des Holocausts, hatte Honderichs Veröffentlichung aufgrund ihres antisemitischen Inhalts abgelehnt.

Die moralisch ach so wertvolle Non-Governement Organisation Oxfam tat sich übrigens sehr schwer damit, auf Honderichs Spende von 5.000 Pfund aus dem Erlös seines Terror-Buches zu verzichten.

Doch zurück zum unaufhaltsamen Aufstieg des Jeremy C. Bereits in der Vergangenheit haben sich Interpal und das Palestinian Return Centre mit zusammen mindestens 5.000 Pfund an Mr. Corbyns „politischen“ Funktionen beteiligt. Beide gelten als Frontorganisationen der Hamas und Interpal ist den USA sowohl als Terror-Organisation als auch als Finanzier des Hamas-Terrors verboten.

Da Mr Corbyn es ablehnt, den Eid auf die Krone (als Symbol für die Verfassung des Vereinigten Königreichs) abzulegen, erhält er bis auf weiteres, auf jeden Fall aber bis zur nächsten Sitzung des Privy Councils vermutlich in einem Monat, auf Wunsch eben dieser Krone keine Berichte mit nachrichtendienstlicher Relevanz.

Mr Corbyn erschien 62% der Labour-Mitglieder als idealer Vorsitzender und gewann die Wahlen mit einem überaus deutlichen Vorsprung vor zwei weiteren Kandidatinnen und einem weiteren Mitbewerber.

In einer parallelen Entwicklung hat der ehemalige Chairman der BBC, Michael Ian Grade, Baron Grade of Yarmouth, CBE seinen ehemaligen Arbeitgeber für seine einseitige und irreführende Berichterstattung in der sogenannten Dritten Intifada in einem Brief an den Director of News and Current Affairs der BBC recht scharf kritisiert.

Insbesondere ein Bericht von Orla Guerin vom 11. Oktober scheint für Lord Grade der Stein des Anstoßes gewesen zu sein, nämlich auf Grund einer „Gleichsetzung von israelischen Opfern des palästinensischen Terrors mit jenen Palästinensern, die durch das Handeln der israelischen Sicherheitskräfte ums Leben kamen, während sie Anschläge auf Israelis verübten“.

Es bleibt festzuhalten, dass der von Lord Grade in der aktuellen Berichterstattung beanstandete Tenor bereits während seiner zweijährigen Tätigkeit als Chairman der BBC in den Nachrichten des britischen Staatsfunks üblich war.

 

Gerrit Liskow bei haOlam.de (Auswahl):


Autor: joerg
Bild Quelle:


Sonntag, 18 Oktober 2015